Wissenschaft: Schadenskontrolle im Auto

© ub-foto - Fotolia.com

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Um in Zukunft noch zuverlässiger und detaillierter Beschädigungen in Fahrzeugen oder Maschinen zu erfassen und aufzuzeigen, hat sich eine Forschungsgruppe der Universität Bremen diesem Thema gewidmet. Im schnellen und überfüllten Verkehrsalltag kann es schnell passieren, dass kleinere Blechschäden auftreten. Oftmals jedoch werden solche Schäden erst Tage später festgestellt. Die Universität Bremen hat sich gemeinsam mit anderen Partnern bundesweit deshalb nun mit der Entwicklung neuer elektronischer Fahrzeugsysteme auseinandergesetzt. Den Besitzern der betroffenen Fahrzeuge sollen auch kleinste Beschädigungen dadurch sofort angezeigt werden. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert das Projekt mit über einer Million Euro.

Die Elektronik im Auto war bisher bereits dazu in der Lage, etliche Fehler an den wichtigen Funktionsteilen festzustellen. Allerdings endeten die Möglichkeiten dieser Elektronik bisher auch an der Karosserie. Genau diese Informationslücke ist es, die die Forschungsgruppe „Elektronische Fahrzeugsysteme“ schließen will. Das Forschungsprojekt dazu nennt sich „Konfigurierbares elektronisches Schadenidentifikationssystem“. 

Die Idee hierbei ist, dass die Schadenskontrolle auf der Auswertung von Körperschallsignalen basieren soll. Fortwährend sollen dabei also die Bauteile einer Materialprüfung unterzogen werden. Mit Hilfe eines Sensornetzwerks, dass sich dann an der Karosserie befindet, sollen sogar die Schwere und der Ort des Schadens eingeschätzt werden können. Solche Sensorknoten halten auch noch weitere, zukunftsweisende Nutzungsmöglichkeiten bereit, die später zur Verbesserung des Personen- und Passantenschutzes beitragen können. Das System soll keinesfalls einseitig genutzt, sondern modular aufgebaut werden, um so auch für andere Anwendungen vielseitig nutzbar zu sein.

Die Bedingungen, um solch ein Schadenkontrollsystem zu nutzen, sind relativ unkompliziert. Das Nachrüsten geht hier einfach vonstatten, aber auch eine direkte Einbindung in die Fahrzeugproduktion soll möglich sein.

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