Wenn Architekten Autos designen

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Ihre Ideen gehören maßgeblich dem Lebensraum des Menschen und allem, was dazu gehört, um diesen immer wieder auf ein Neues zu gestalten und zu kreieren. Doch statt Städte und Häuser neu zu erfinden, wagten sich manche Architekten auch über ihr eigenes Fachgebiet hinaus, da Mobilität ebenso seit vielen Jahren fester Bestandteil unseres Lebensraums ist, an das Auto.
Manch ein Klassiker wurde von solcher Hand geschaffen und gaben so nicht nur Städten und Gebäuden ein neues Antlitz. Zwar haben einige der Architekten und Baukünstler es zu wahrer Berühmtheit geschafft, wie Bertone oder Pininfarina etwa, doch finden sogenannte Autodesigner oftmals weniger Anerkennung für ihre Arbeit. Zumeist sind es die Designer im Automobilbau, die in Erinnerung bleiben, selten jedoch die Schöpfer.
Fahrzeugangebote für diese außergewöhnlichen Autos gibt es auf dem öffentlichen Markt weniger. Wer jedoch nach einem normalen neuen oder gebrauchten Auto Ausschau hält, wird sicher schnell fündig. Der Beginn für das Industriedesign fand sich bereits nach den ersten Jahren des Automobils. Carl Benz beispielsweise gab seinem Patentwagen zu jener Zeit noch gar keine Karosserie und ließ seinen Apparat von anderer Hand gestalten, weil dieser Teil noch weit weniger Beachtung als die Funktion bekam. Wer auch schon damals auf eine ansprechende Form seines Autos Wert legte, musste sich auf die altbewährte Form der Kutsche berufen. Zwar gab es hier keine Deichsel mehr, doch nahmen sie sich an Größe nichts.
So wurden Kutschenbauer zu Karosseriers, gaben Motoren wie denen Rolls Royces das passende Kleid und mit zunehmender Massenfertigung der Konsumgüter, gewann auch das Äußere immer mehr an Bedeutung. Architekten dieses frühen Industriezeitalters fanden hier eine Nische, zu zeigen, wie sich das Pragmatische und Fuktionale mit dem Ästhetischen verbinden lässt. Heute ist diese Sicht auf das Auto und jene, die es zu ihrer Form bringen, gar nicht mehr wegzudenken.