Tipps für den Gebrauchtwagenkauf

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Zunächst viel Zeit für die Besichtigung des Autos lassen: Gibt es Spalten an Stoßfängen oder Türen, sehen diese unterschiedlich aus? Sind die Reifen unterschiedlich stark abgefahren? Steht auf den Leuchten des Fahrzeugs ein anderes Produktionsdatum als das Baujahr? Dann haben sie es höchstwahrscheinlich mit einem Unfall-Wagen zu tun.
Als nächstes die Papiere prüfen: Tauchen im Fahrzeugbrief mehr als zwei Halter in fünf Jahren auf, sollten sie misstrauisch werden, warum der Wagen so oft die Besitzer wechselte. Wurde regelmäßig gewartet? Ist der Tachostand realistisch oder könnte hier nachgeholfen worden sein? Zur Not Vorbesitzer ausfindig machen und nachfragen, mit was für einem Tachostand verkauft wurde.
Dann einen Blick unter die Haube wagen: Gibt es Ölspritzer oder Wasserflecken oder ist der Motorraum strahlend sauber? Dann stimmt wahrscheinlich irgendetwas mit dem Antrieb nicht. Sind Schraubverbindungen beschädigt oder Lack abgekratzt? Ein Hinweis auf umfangreiche Reparaturarbeiten am Motor.
Auch und gerade verborgene Ecken auf Rost untersuchen – diese sind wahrscheinlich beim Überstreichen vergessen worden. Wenn sie das Gefühl haben, das manche Stellen nachlackiert wurden, um einen ernsthaften Schaden zu verschleiern, kann eine Lack-Dichtemessung in einer unabhängigen Werkstatt die Wahrheit ans Licht bringen.
Vor der Probefahrt unbedingt alle Funktionen austesten – diese finden sich in der Bedienungsanleitung. Radio auslassen, auf verdächtige Geräusche achten. Funktionieren alle Kontrollleuchten und Assistenzsysteme? Bei der Probefahrt unbedingt auch auf die Autobahn und hohe Geschwindigkeiten fahren, denn viele Schäden zeigen sich erst dann.
Wenn es ernsthafte Bedenken gibt, unbedingt einen Sachverständigen vom TÜV, GTÜ oder Dekra hinzuziehen. Wenn der Verkäufer das ablehnt, wissen sie ganz sicher, dass es sich hier um die berühmte Katze im Sack handelt – Finger weg!