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Autoindustrie 2012: China boomt, Europa-Verkauf geht zurück

Viele Menschen brauchen viele Autos - Deutsche Autobauer erkannten dies frühzeitig

Viele Menschen brauchen viele Autos - Deutsche Autobauer erkannten dies frühzeitig

Erstmalig in der Geschichte des Automobils wurden in diesem Jahr in China mehr Autos verkauft als auf dem gesamten europäischen Kontinent. Experten prognostizieren sogar, dass das Reich der Mitte bis 2030 mehr Autos abnehmen wird als USA, Europa und Japan zusammen. Doch in China wird nicht nur konsumiert, mittlerweile gibt es einige Autohersteller, die es bald mit den europäischen aufnehmen sollen. 

Chinesen fahren Premiumklasse, Deutsche Gebrauchtwagen

In China wurden im Jahr 2012 13,2 Millionen PKW zugelassen, in Europa waren es im selben Zeitraum nur 12,5 Millionen. Und dieser Trend ist nicht aufzuhalten, es scheint nur noch eine Frage der Zeit, bis auch die USA eingeholt sein werden. Die Krise hat die meisten europäischen Hersteller fest im Griff und die Chinesen produzieren immer mehr eigene Autos. Auch auf diesem Sektor werden sie Europa bald eingeholt haben werden, in diesem Jahr rollten schon 13,6 Millionen Fahrzeuge vom Band. Während hierzulande die Menschen nach immer günstigeren Fahrzeugen suchen, verlangen die reichen Chinesen nach deutschen Premium-Fahrzeugen. Viele Deutsche greifen auf Gebrauchtwagen zurück. Dort finden sie diverse Modelle in guter Qualität zu deutlich günstigeren Preisen als auf dem Neuwagenmarkt. Das gilt natürlich vor allem für Diesel-Fahrzeuge, zunehmend aber auch für Elektro- oder Hybridfahrzeuge.

Deutsche Hersteller hatten den richtigen Riecher

Auch die etablierten europäischen Konzerne sind am chinesischen Aufschwung beteiligt. Fast alle haben eigene Produktionsstätten in China, wie Volkswagen, BMW und Daimler, oder arbeiten zumindest mit einem der dortigen Hersteller zusammen. Nur ein Drittel der chinesischen PKW-Fertigung geht auf rein chinesische Hersteller zurück. Dieser Anteil wächst allerdings stetig und auch die ehemals schwedische Automarke Volvo gehört mittlerweile den Chinesen

Es läuft gut für die deutschen Autokonzerne in China. Ihr Marktanteil beträgt mittlerweile stolze 22 Prozent und sie haben im vergangenen Jahr 700.000 Fahrzeuge mehr auf dem chinesischen Markt verkauft als auf dem deutschen. Für Volkswagen ist China bereits der wichtigste Einzelmarkt. Die Wolfsburger bewiesen einen guten Riecher und bauen ihre Produktion dort seit 1991 kontinuierlich aus.

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Goldgräberstimmung für Deutsche Hersteller in den USA

Der Absatzmarkt in den USA rettete viele deutsche Autobauer - nicht zuletzt Mercedes und Porsche konnten gute Verkaufszahlen vorlegen

Der Absatzmarkt in den USA rettete viele deutsche Autobauer - nicht zuletzt Mercedes und Porsche konnten gute Verkaufszahlen vorlegen

Immer größere Verkaufsrekorde können die deutschen Autobauer in den USA erzielen. Der Marktanteil steigt stetig an, allein Mercedes-Benz konnte im November um rund 15 Prozent zulegen, bei Audi waren es 24 Prozent und bei Porsche sogar 71 Prozent.
Die Deutschen sind so um einiges besser als der Gesamtmarkt und liegen auch vor den „Big Three“ der amerikanischen Autoindustrie (Ford, Chrysler und General Motors). Auf über 1,1 Millionen Stück sind die Gesamtverkäufe gestiegen, das sind 15 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahresmonat, wie der Marktbeobachter Autodata jüngst bekannt gegeben hat. Auch in Zukunft soll die Nachfrage weiter anhalten, wie Detlev von Platen, Nordamerika-Chef von Porsche, kürzlich sagte. Ludwig Willisch von BMW ließ Ähnliches verlauten und gab bekannt, dass er für den Dezember ein schwungvolles Geschäft erwarte. Und auch Steve Cannon von Daimler zeigte sich überaus zufrieden, schließlich hatte Daimler trotz Krise das beste Jahr in seiner bisherigen Firmengeschichte – da staunt so mancher Autobauer Bauklötze.

Sandy sorgt für zahlreiche Autoneukäufe

Gründe für diesen Zuwachs gibt es viele, vor allem ist es die immer älter werdende Wagenflotte, die viele Amerikaner zur Entscheidung eines Neukaufes treibt. Außerdem hat die amerikanische Bevölkerung offenbar insgesamt ein großes Vertrauen in die positive Entwicklung der Wirtschaft. Der November brachte außerdem mit sich, dass zahlreiche Autos vom Wirbelsturm „Sandy“ zerstört wurden und der Großteil der Fahrer rasch ein neues Mobil benötigte.

Deutsche Autobauer vor den US-Herstellern

Die heimischen Massenhersteller Ford, Chrysler und General Motors lagen mit einem Plus von sechs, 14 und drei Prozent deutlich hinter den Deutschen, konnten aber dennoch einen Aufwärtstrend verzeichnen. In Bezug auf die Absatzzahlen liegen die deutschen Hersteller trotzdem noch hinter den „Big Three“; General Motors beispielsweise konnte im November rund fünfmal so viele Autos verkaufen wie der Wolfsburger Konkurrent von VW. Dort ist der Passat nach wie vor das beliebteste Modell und konnte im Vergleich zum Vorjahresmonat um 75 Prozent zulegen.

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Düstere Prognose: Autoabsatz fällt 2013 auf 20-Jahre-Tief

Wird der Absatzmarkt für Autos in den kommenden Jahren deutlich sinken? - Foto von: © Schlierner - Fotolia.com

Wird der Absatzmarkt für Autos in den kommenden Jahren deutlich sinken? - Foto von: © Schlierner - Fotolia.com

Europas Automarkt ist in der Krise: Nahezu alle wichtigen Prognose-Institute korrigierten die Zahlen des für 2013 erwarteten Wirtschaftswachstums nach unten. Schuld ist das Konjunkturtief, das wegen der anhaltenden Euro- und Staatsschuldenkrise grassiert. Derweil steigt das Risiko, dass sich die Krise weiter verschärft. Stimmen die Prognosen, könnte 2013 das Jahr mit den niedrigsten Absatzzahlen seit 1993 werden.

Während im Jahr 2000 noch knapp 15 Millionen Pkw im Westen Europas verkauft wurden, werden es dieses Jahr nur noch rund zwölf Millionen Fahrzeuge sein. Obwohl der Absatz auf dem Weltmarkt in diesem Jahr um 5,2 Prozent steigt, sinkt der Absatz in West-Europa um rund 5,4 Prozent. Im kommenden Jahr könnte die Zwölf-Millionen-Marke dann erstmals unterschritten werden. Ein historisches Tief wie im Jahr 1993, als in West-Europa nur 11,3 Millionen PKW verkauft wurden. Mindestens bis 2015 wird die Schuldenkrise Auswirkungen auf die hiesige Automobilbranche haben, sind sich Experten einig. Erst für 2016 sehen sie wieder Chancen, an den Absatz des letzten Jahres anzuknüpfen.

Vor allem die südlichen Länder und Autohersteller sind von der Krise betroffen. Rund 2,12 Millionen der insgesamt 2,7 Millionen fehlenden Verkäufe fallen auf Südländer zurück. Klar, dass lokale Autobauer wie Fiat, PSA, Renault und Seat regelrecht um ihre Existenz fürchten. Aber auch andere Unternehmen wie Audi, Ford, General Motors und Volkswagen lassen in Südeuropa produzieren. Die lokalen Zuliefererfirmen bekommen den Rückgang der Nachfrage also besonders drastisch zu spüren. Nur, wer international aufgestellt ist oder schnell neue Märkte erschließt, kann die Krise überstehen und den Verlust in West-Europa ausgleichen. Experten rechnen damit, dass sich die Zukunft der europäischen Automobilindustrie durch das Absatztief komplett verändern könnte: Die Hersteller in den nördlichen Ländern könnten bald den Markt dominieren, während Südeuropa zunehmend an Bedeutung verliert.

Der Absatzmarkt in China boomt

Chinas Straßen © kalafoto - Fotolia.com

Chinas Straßen © kalafoto - Fotolia.com

China ist eine der am stärksten wachsenden Wirtschaftsländer. Diese Neuigkeiten dürfte keinen überraschen und bestehen schon seit einigen Jahren. Doch was überrascht und irgendwie auch beeindruckt ist das Kaufverhalten der Chinesen. So ist es Gang und Gebe in China, dass wenn man ordentlich Geld besitzt und es auch zu etwas gebracht hat dies mit Besitz der Öffentlichkeit präsentieren möchte.

Seit mehreren Jahren ist eines der Luxusgüter, welches in China des Besitz widerspiegelt das Auto. Diese Neuigkeit ist auch noch nicht so besonders, da dies in vielen Gegenden ähnlich ist und auch bei uns in Deutschland noch der Fall ist. Viel mehr überrascht jedoch, dass die Chinesen einen Fokus auf die westlichen Autos gelegt haben. So werden vor allem BMW oder Mercedes gekauft. Am beliebtesten sind dabei die langen Modelle welche wirklich Eindruck schinden. 

Nach dieser Erfolgswelle dachte sich nun auch die Geschäftsleitung vom Smart, dass man auf den chinesischen Markt exportieren könnte und dort ähnliche Erfolge erzielen könne wie etwa Mercedes.

Nach einem holprigen Start, welcher darin begründet war, dass man in China die Marke einfach noch nicht kannte, gelang den Produzenten vom smart der Aufsprung auf den chinesischen Markt. So verkaufen sie wirklich hohe Stückzahlen und haben es geschafft China mittlerweile zum wichtigsten Absatzmarkt nach Deutschland und Italien zu machen. Eine Statistik zeigt dabei übrigens, dass die meisten Leute den Smart als Zweitwagen kaufen und bereits über einen BMW oder Mercedes verfügen. Außerdem zeigt sie auch, dass die Hälfte der Käufer Frauen sind und somit den Smart immer mehr zum Lifestyleprodukt im fernöstlichen Land machen.

Das Unternehmen Audi

Ein Symbol aus Ringen wurde zur Legende. Dabei sind nicht die Olympischen Ringe, sondern die vom Automobilhersteller Audi gemeint. Audi ist eines der größten Automobilhersteller in Deutschland und gehört zum Volkswagen-Konzern. Und dabei stammt Audi ursprünglich gar nicht aus dem westlichen Teil Deutschlands, sondern wurde in Sachsen, in Zwickau, von August Horch 1910 gegründet. Bei der Namensfindung setzte er dann schließlich auf kreative Hilfe vom Gymnasium.

Gymnasiasten hatten nämlich den Namen von Horch einfach ins Lateinische übersetzt. Und so kam heraus, dass der Imperativ von „audire“, was im Deutschen so viel wie „Horch!“ oder „Hör zu!“ bedeutet, „Audi“ ist. Jetzt allerdings sitzt die Audi AG in Ingolstadt unter der Leitung von Rupert Stadler. Dass es dazu gekommen ist, verdankt sich der ereignisreichen Geschichte Audis. Denn nachdem im Juli 2010 das erste Fahrzeug das Zwickauer Werk verließ und Audi 1915 in eine Aktiengesellschaft übergeleitet wurde, kam es im Zuge der weltweiten Wirtschaftskrise auch eben bei Audi zu finanziellen Schwierigkeiten. Daraufhin gliederte man Audi in die „Auto Union“ ein. Nach dem Krieg gründete man die Auto-Union neu, woraufhin auch Audi den Prozess der Neugründung durchmachen musste. 1965 folgte dann auch der erste Nachkriegs-Audi, der zu dieser Zeit auf den Markt kam.

Heute hält die meisten Anteile die Volkswagen AG mit 99,14 Prozent an Audi. Selbst Porsche hat Anteile an dem Ingolstädter Unternehmen, denn die Stuttgarter halten 0,40 Prozent an Audi. Unter Autofahrern und- Liebhabern schätzt man den Audi, weil es ebenfalls auf dem Markt der Edelkarosserie etabliert ist. Zusätzlich dazu sponsert Audi den Zweitligisten FC Ingolstadt und den Deutschen Rekordmeister Bayern München, dessen Spieler regelmäßig mit luxuriösen Audi-Wagen auf das Trainingsgelände fahren.

Audi macht nach aktuellen Angaben einen jährlichen Umsatz von 35,441 Mrd. Euro und beschäftigt über 59.513 Mitarbeiter.