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Ökotaxi & Co. – NRW sammelt Ideen für Klimaschutz

Zeit für Klimaschutz

Zeit für Klimaschutz

Nordrhein-Westfalen hat sich als bislang einziges Bundesland vor einem Jahr ein „Klimaschutzgesetz“ gegeben. Verbindlich wurde darin festgeschrieben, dass der Kohlendioxid-Ausstoß bis 2020 um 25 Prozent und bis 2050 um 80 Prozent gesenkt werden muss.
Ende 2013 präsentierte nun Umweltminister Johannes Remmel (Grüne) einen ausführlichen Bericht zum Klimaschutzplan.

80 Prozent weniger Treibhausgase

400 Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Interessenverbänden haben in 35 Sitzungen aus 6 verschiedenen Themenfeldern 250 konkrete Vorschläge erarbeitet. Wie der Umwelt-Staatssekretär Peter Knitsch mitteilte, wurde bisher ein Drittel der Themen kontrovers diskutiert.

Keine Einigung beim Tempolimit

Unter anderem wird in dem Schriftstück ein sogenanntes „EcoTaxi-Zertifikat“ vorgeschlagen. Hiermit sollen bis zum Jahre 2020 mindestens zehn Prozent der NRW-Taxiflotte auf besonders umweltfreundliche Fahrzeuge umgestellt werden. Weiterhin plant man mit mithilfe von “Repair-Cafés” den Sondermüll technischer Geräte einzudämmen. Statt wegwerfen heißt es dann reparieren. Damit kann jeder einzelene Bürger seinen Beitrag leisten.

Auch das Thema Tempolimit wurde innerhalb der Arbeitsgruppe besprochen. Leider kam man dabei zu keinem endgültigen Ergebnis, da sich die Gruppe nicht eingen konnte. Damit bleibt weiterhin offen, ob eine Umstellung auf Tempo 30 innerhalb und Tempo 80 außerhalb geschlossener Ortschaften sowie eine Beschränkung der Höchstgeschwindigkei auf Autobahnen auf 100 oder aber 120 km/h erfolgen könnte.

Ansätze in allen Lebensbereichen

Die Ansätze sind in vielen Lebensbereichen zu finden. Auch im Schulalltag soll das Thema Klimaschutz einen wichtigen Stellenwert erhalten. So planen Klimaschützer ein Unterrichtsfach einzuführen, welches sich konkret mit den Möglichkeiten und Hintergründen zum Thema Klimaschutz beschäftigen soll, um bei den Schülern ein Bewusstsein für eben dieses zu wecken.

Weiterhin wird vorgeschlagen, dass auch Parkplätze für Beschäftigte an Schulen und anderen öffentlichen Einrichtungen demnächst kostenpflichtig werden sollen, damit einen Anreiz für den Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel geschaffen werden kann.

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Volkswagen unterstützt Umweltprojekt an der Aller

Allerauen

Allerauen

Volkswagen unterstützt neben seiner Tätigkeit als Deutschlands größter Autokonzern viele soziale und ökologische Projekte. Ein solches Projekt ist das Naturschutzprojekt in den Aller-Auen. Die Maßnahmen werden dabei vom Bundesumweltamt und von dem Bundesamt für Naturschutz unter dem Titel „Das Aller-Projekt – Verbindung von Lebensräumen zur Erhöhung der biologischen Vielfalt“ begleitet und durch Volkswagen im Rahmen seiner Initiative „Volkswagen verbindet Lebensräume“ mit 213.600 Euro unterstützt.

Biodiversität

Mit diesem Programm will der VW-Konzern weltweit zahlreiche Umweltschutzprojekte fördern und die Umgebung seiner Werke schützen. Vor allem im Bereich der Biodiversität ist sich VW seiner Verantwortung bewusst und fördert die Bestrebungen, die darauf ausgelegt sind, nachhaltige Nutzung der Ökosysteme zu gewährleisten. Die Biodiversität spielt eine große Rolle, in den Naturschutzbestimmungen der einzelnen Länder, die die Artenvielfalt und die Vielfalt der ökologischen Systeme schützen wollen. Das Gewässer der Aller von der Quelle in Sachsen-Anhalt bis zur Mündung in die Weser, bei Verden, sind in das Projekt integriert, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Uferrandstreifen zu verstärken und gegebenenfalls mit Gehölzen zu bepflanzen. Damit kann der Hochwasserschutz verbessert und die Auenlandschaft als Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten erhalten werden. Vor allem der Hochwasserschutz ist sehr wichtig, denn schon häufiger ist es in der Geschichte zu massiven Frühjahrsüberschwemmungen gekommen. Um das zu verhindern, wurden bereits zahlreiche Hochwasserrückhaltebecken und Talsperren errichtet.

Aller-Auen als vielfältiger Lebensraum

Die Aller ist als natürlicher Lebensraum sehr wichtig für das ökologische Gleichgewicht in der Region. In den letzten Jahren sind immer mehr Arten verschwunden. Um diesen Trend zu bremsen, ist es von großer Bedeutung, dass dieser Raum einen besonderen Schutz erhält. Die Koordination der Schutzmaßnahmen wird durch das Otterschutzzentrum Hankensbüttel getragen und mithilfe von weiteren Naturschutzverbänden umgesetzt. Außerdem soll bei den Menschen der Region das Bewusstsein für die Bedeutung der Biodiversität gestärkt werden, weshalb zusätzlich viele Bildungsveranstaltungen in dem Gebiet angeboten werden. 

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Carsharing: Ein Auto auf Zeit

Carsharing - Ein Trend wird zum Alltag - Foto von: © mario_vender - Fotolia.com

Carsharing - Ein Trend wird zum Alltag - Foto von: © mario_vender - Fotolia.com

Jederzeit verfügbar, spontan und flexibel nutzbar, kostengünstig und dazu umweltfreundlich. Das sind die Eckdaten für das sogenannte “Carsharing”. Das organisierte Autoteilen ist zudem äußerst praktisch. Ob für Minuten, Stunden, Tage oder Wochen.

Ein Fahrzeug eines Carsharing-Anbieters ist schnell gebucht und in der Regel ebenso schnell gefunden. Und dann kann es losgehen. Ob für die Fahrt zum Flughafen, für den Transport des Einkaufs oder eine Spritztour an den See, das Prinzip bleibt das Gleiche: man zahlt nur so lange, wie man das Fahrzeug auch nutzt. Der Preis für das Auto auf Zeit berechnet sich nach Fahrleistung und Mietdauer. Anders als zum Beispiel beim klassischen Mietwagen sind etwa die Kosten für die Spritverbrauch schon im Preis integriert. Nachtanken unnötig! Auch Versicherung, Steuer und Wartung wird vom Carsharing-Unternehmen geregelt. Zwar sind die meisten Carsharing-Autos Kleinwagen, allerdings bieten einige Carsahring-Anbieter auch größere und/oder sportlichere Modelle an, zum Beispiel Limousinen.

Ob man diese sportlichen aber auch geräumigen Wagen allerdings just dann ergattern kann, wenn man sie braucht, ist meist Glückssache. Für eine bessere Organisation der Fahrzeugflotte sorgen Smartphone-Apps der Anbieter. Nach der Registrierung sowie der Zahlung einer einmaligen Anmeldegebühr wird einem das nächstgelegene Fahrzeug angezeigt und reserviert. Einige Unternehmen geben ihren Kunden eine Karte oder Mikrochip, mit dem man jederzeit ein Fahrzeug nutzen kann. Der Chip öffnet die Tür, der Schlüssel liegt im Handschuhfach und los geht die Fahrt.

Carsharing wird immer beliebter: In Deutschland sind etwa 220.000 Nutzer registriert, 30.000 mehr als im Vorjahr. Und das Prinzip macht Schule. So erlebt das Sharing-Prinzip einen echten Boom und kommt auch im privaten Bereich in Fahrt. Freunde oder Nachbarn teilen sich Autos und so auch die Kosten. Auch das “Taxisharing” wird ausgebaut. Via App finden sich Fahrgäste mit gleicher oder ähnlicher Fahrtroute und teilen sich einfach das Taxi und wiederum den Endpreis.

E-Autos: Carsharing-Großversuch in Paris

Der Traum einer abgasfreien und geräuschärmeren Stadt. Diesen Traum hegen wahrscheinlich viele, die ein Auto haben oder aber die, die in der Innenstadt wohnen und jeden Tag dem Lärm der Straße ausgesetzt sind – auch in der Nacht. „Es geht hier um die Verwirklichung eines Traums“, sagt Bolleré.

Vincent Bolleré ist Milliardär, viel mehr ist er aber tüchtiger Geschäftsmann und eben Franzose. Und weil eben Franzosen romantisch sind, träumt auch Bolleré davon, dass man in Paris wieder das Vogelzwitschern hören kann. Im Gegensatz zu anderen Träumern, die in ihren Träumen schwelgen ohne aber Ideen zur Umsetzung zu haben, versucht Bolleré seinen Traum in die Wirklichkeit, also ins romantisch, liebelnde Paris umzusetzen. Daher baut er Paris derzeit zu einem Großlabor für Elektroautos um. Das Prinzip ist einfach – wie beim Fahrradverleih oder aber wie beim schon existierenden Carsharing. Der Geschäftsmann, der unter anderem Fernsehsender in Frankreich oder aber Logistikunternehmen in Afrika besitzt, möchte das Carsharing auf Basis der Umweltfreundlichkeit und Geräuschlosigkeit mithilfe von Elektroautos umsetzen – und das mitten in einer von Europas größten Städten: Paris.

Nun könnte man meinen, Franzosen sind halt so. Allerdings meint es Bolleré ernst. Er möchte in Paris Elektroautos verleihen. Das Projekt befindet sich noch in der Testphase mit 250 Autos, bis 2013 allerdings möchte er seinen Fuhrpark auf 3000 Autos aufgestockt haben. Außerdem würden seine Autos länger aushalten als andere E-Cars, wie man die Elektrowagen umgangssprachlich auch nennt. Seine würden demnach 250 Kilometer fahren, bis deren Akkus wieder aufgeladen werden müssten.

Allerdings erntet Bolleré dafür auch Kritik. Denn seine Autos funktionieren nicht auf der Basis von Lithium-Ionen-Akkus sondern auf Polymer-Batterien, die eben 250 Kilometer lang fahren können. Einem Bericht einer französischen Behörde zufolge, seien Lithium-Ionen-Akkus hochgefährlich, wenn sie in geschlossenden Räumen Feuer fangen. Nun musste Bolleré den französischen Behörden  das Gegenteil beweisen, dass seine Akkus sicher sind.

Half alles nichts: Die Behörde beschloss, dass sie nicht wie geplant 200 Ladestationen einrichtet, sondern nur unter freien Himmel. Der Milliardär will sein Projekt dennoch umsetzen, auch wenn er Umsatzeinbußen erwartet. Er ist halt Träumer und Franzose und will unbedingt die Vögel zwitschern hören.