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Autotuning – Was ist möglich?

Tuningfans lieben Tuningzubehör

Tuningfans lieben Tuningzubehör

Größere Felgen, lauterer Auspuff, verchromte Stoßstangen, Unterbodenbeleuchtung, Motoranpassungen….die Liste möglicher Tuning-Aktionen für Autos ist lang und der Fantasie sind beinahe keine Grenzen gesetzt. Auto-Tuning hat sich über die letzten Jahre immer mehr zum Lieblingshobby vieler deutscher Männer entwickelt, man(n) kann kreativ sein und die Früchte der eigenen Arbeit ernten.
Tuningbegeisterte aus ganz Deutschland finden sich regelmäßig auf Conventions ein, um die Konkurrenz auszuchecken, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen und sich vielleicht auch den einen oder anderen Tipp abholen.
Frei übersetzt bedeutet „tuning“ einfach nur anpassen. Und die Interpretation vieler Tuner ist mindestens genau so frei wie diese Übersetzung. Egal ob optische Modifizierungen, Motor-Tuning, Arbeit am Beleuchtungsapparat oder dem Fahrwerk – beinahe alles ist möglich, beinahe alles wurde schonmal versucht.

Motortuning

Beim Motor-Tuning werden die technischen Eigenschaften des Motors modifiziert, um die Leistung der Maschine in bestimmten Bereichen zu verbessern und zu verstärken. Die Möglichkeiten sind mannigfaltig: von der aus diversen Hollywoodfilmen bekannten Lachgaseinspritzung (deren Wirkung im tatsächlichen Leben deutlich bescheidener ausfällt als im Film) über die Ladeluftkühlung bis hin zum Chiptuning ist vieles möglich. Besonders letztere Maßnahme ist im Moment sehr beliebt in Tuningkreisen, da zum Beispiel der sogenannte Racechip die Fahrleistung nach Herstellerangaben um bis zu 30 Prozent erhöht und damit die Höchstgeschwindigkeit und die Beschleunigung in die Höhe schießen – und das bei einer Kraftstoffersparnis von bis zu einem Liter auf 100 Kilometer und keinerlei negativer Auswirkungen auf den Motor an sich.

Karosserietuning

Hier werden Anpassungen vorgenommen, die hauptsächlich optischer Natur sind, dies kann entweder rein kosmetischer Natur sein oder aber tatsächlich die Aerodynamik des Fahrzeugs (und damit die Leistung) beeinflussen. Letzteres kann zum Beispiel durch das sogenannte Chopping erreicht werden, die Kürzung der A-, B- und C-Säulen woraus ein niedrigeres Dach und eine kleinere Fensterfläche resultieren. Auch das sogenannte Cleaning, also die Abnahme aller „überflüssigen“ Teile von den Außenflächen wie beispielsweise Türgriffe oder Schmuckleisten.

Fahrwerkstuning

Veränderungen am Fahrwerk betreffen meist das Höher- oder Tieferlegen des Fahrzeuges. Höherlegung ist ein Prozess der meist bei Geländewagen durchgeführt wird, während kleinere Wagen und vor allem Sportwagen meist tiefergelegt werden. Die Federn werden ausgetauscht und die Stoßdämpfer werden durch härtere und stärkere Varianten ersetzt um unter anderem die Kurvenlage zu verbessern.
Wie bereits erwähnt hat sich das Auto-Tuning zu einem ernstzunehmenden Hobby für viele Menschen entwickelt, doch es sollte trotz aller Freude an der Arbeit auch darauf geachtet werden, ob die ins Auge gefassten Umbauten in Deutschland auch tatsächlich zugelassen sind.

Bilderrechte: © Vladislav Kochelaevs – Fotolia.com

Der Citroen C5 Tourer

Wenn man an Sportwagen denkt, dann fallen einen bestimmt schnell ein paar Automarken ein. Ferrari oder Lamborghini zum Beispiel. Aber Citroen? Da denkt man doch eher an ein entspanntes Familienauto wie den C5 Tuner. Citroen hat schon einige Kombi-Fahrzeuge vorgestellt, doch dieser hier sollte anders sein als seine Vorgänger. Von den Kunden als “wattig und weich” bezeichnet, suchte Citroen einen Weg um zukünftig als “rassig und knackig” wahrgenommen zu werden. Das Ergebnis, der Citroen C5 Tourer ist zwar als Familienauto konzipiert, wurde zusätzlich aber von einer Tuningfirma etwas aufgemotzt.

Mit seinem Vierzylinder-Dieselmotor, dem Sechsgang-Automatikgetriebe und der Hydraktiv-Federung garantiert der C5 Tourer eigentlich ein angenehmes Fahrgefühl. Die Tuningfirma Carlsson auf Gut Wiesenhof in Merzig hat den Kombi im Auftrag von Citroen aber etwas verändert, er hat jetzt Spoiler, Schürzen und Schweller. Die aufgemotzte Version hat außerdem Aluminium-Pedalen, ganze 4 Auspuff-Endrohre, Edelstahl-Einstiegleisten und ist in den Farben Perlmuttweiß und Perla-Nera-Schwarz erhältlich. Die fragwürdigste Veränderung an dem ehemaligen Familienauto ist jedoch, dass er tiefergelegt und mit 19 Zoll großen Rädern versehen wurde, wodurch der Komfort nun endgültig verloren geht.

Auto © adamgolabek - Fotolia.com

Auto © adamgolabek - Fotolia.com

Das Traurige ist, dass der Citroen C5 Tourer überhaupt nicht das tut, was er eigentlich tun sollte – sich von anderen Kombis abheben, die inzwischen alle gleich aussehen. Schade, denn mit seiner feststehenden Lenkradnarbe, dem riesigen Kofferraum und dem gelungenen Styling ist die nicht-sportliche Variante eigentlich der ideale Kombi. Er kostet mit Exklusiv-Ausstattung 37.750 Euro. Die aufgemotzte Variante mit Bi-Xenon-Scheinwerfern, Navigationssystem, Alcantara-Schmuck im Innenraum und weiterem Schnick-Schnack kostet hingegen 45.290 Euro. Ob die Carlsson-Variante ihr Geld wert ist, muss man nun selber entscheiden, doch ihre Familienauto-Eigenschaften scheinen bei dieser Version irgendwie verloren.

Die verschiedenen Fahrwerkstypen

Seit Jahren gilt das Tunen von Autos als beliebter Sport, um sein Auto noch tiefer zu machen, es noch geschmeidiger um die Kurven zu bringen und es schneller der Piste entlang pfeifen zu lassen. Deutlich beeinflusst wird dies durch das Fahrwerk, bei dem es signifikante Unterschiede gibt.

Wer seine Auto schneller um die Kurven bringen möchte und es nebenbei auch noch optisch schöner machen will, sollte sich bei der Wahl des richtigen Fahrwerks auf Sportfahrwerk konzentrieren. Die Federn sind hierbei tiefer gelegt, so dass das Fahrzeug einen näheren Kontakt zum Boden hat. Die Federn sind hierbei nicht all zu hart, dass es zwischen Boden und Fahrzeug keinen großen Abstand gibt. Die Stoßenergie der Straße wird aufgenommen und das Auto kann diese durch die Funktionalität des Sportfahrwerks speichern. Unbedingt sollte man das Sportfahrwerk allerdings in die Fahrzeugpapiere eintragen lassen, das diese Art von Fahrwerk eine Sondererlaubnis benötigt. Ansonsten könnte es bei der nächsten Polizeikontrolle teurer werden.

Ein spezielleres Fahrwerk ist das Luftfahrwerk. Dieses besteht aus einem Luftbalg und Stoßdämpfern, die sehr speziell angepasst werden müssen. Im Gegensatz zu einem normalen Fahrwerk mit Stahlfeder, besitzt das Luftfahrwerk eben jenen Luftbalg. Besonders dabei ist die extrem-genauste Einstellung dieses Fahrwerks. Zusätzlich dazu muss ein Kompressor, Regelventile und ein Lufttank eingebaut werden, sowie Pneumatik-Leitungen verlegt werden. Dadurch macht es diese Art von Fahrwerk sehr teuer und aufwändig.

Am beliebtesten ist das Gewindefahrwerk – zumindest in der Tuning-Szene. Bekannt aus dem Motocross-Sport, lassen Gewindefahrwerke des Autobesitzers Herzen höher schlagen, weil eben dieser seine Auto so tieferlegen kann, wie es ihm gefällt. Und das auf eine schnelle Art und Weise: Die Kontermuttern ermöglichen nämlich beliebige Einstellungen. Durch das härtere Fahrwerk kann das Auto viel schneller durch Kurven fahren.

Welches Fahrwerk man am Ende nimmt, sollte jeder nach seinen eigenen Bedürfnissen entscheiden, schließlich hat jeder andere Fahrvorlieben.