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Toyota präsentiert eine Art Segway als Auto

Segway als Vorbild für die neue Toyota-Studie FV2

Segway als Vorbild für die neue Toyota-Studie FV2

Toyota hat sich für die diesjährige Tokyo Motor Show, die vom 22. November bis zum 1. Dezember stattfinden wird, ein ganz besonderes Schmankerl ausgedacht. In Anlehnung an die technischen Grundvoraussetzungen zur Steuerung eines Segways, kreierte man ein futuristisch anmutendes Fahrzeug, dessen Studien-Name schlicht FV2 lautet.

Zigarre mit Gefühl lenken

Wie ein zu kleiner geratener Raketenwagen oder eine schiefe Zigarre sieht das Concept aus und lässt ein normalerweise unersetzliches Merkmal vermissen: das Lenkrad. Denn genau an diesem Punkt ergibt sich die Verbindung zu den Segways, die es inzwischen geschafft haben, sich einen Platz in der Mobilität dieser Welt zu verschaffen. Insbesondere Touristen nutzen die Gefährte, die sich nur über die Verlagerung des eigenen Körpers lenken lassen.
Nun also hat Toyota versucht, dieses System auf ein auto-ähnliches Vehikel zu übertragen. Sobald sich der Fahrer, der während der Fahrt im Stehen agieren muss, nach rechts verlagert, gehorcht das Fahrzeug und bewegt sich in diese Richtung. Genauso funktioniert das Steuern nach Links, Vorne und Hinten. Toyota verkündet recht vollmundig, dass sich der Fahrer und der FV2 physisch und emotional miteinander verbinden. Dies soll so funktionieren, dass sich das Auto mittels Sprach- und Bilderkennung in die Person am Steuer „einfühlt“, also seine aktuelle Stimmung auslotet. Auf Grundlage dieser Ermittlung schätzt das Auto die Fähigkeit des Fahrers ein und behält sich vor, gegebenenfalls einzugreifen. Unterstützt werden soll diese technische Form der Empathie von modernster Vernetzungstechnik mit allen relevanten infrastrukturellen Stellen. Auf diese Art und Weise werden Gefahrenquellen frühzeitig erkannt, so dass Gegenmaßnahmen vom Fahrzeug eingeleitet werden können.

Im Stehen fahren

Die Art und Weise des Steuerns bedeutet gleichzeitig, dass der Wagen während der Fahrt auf eine Höhe von 1,80 Meter kommt (der Fahrer steuert im Stehen), beim Parken allerdings nur 1 Meter misst, die Länge bleibt stets bei rund 3 Metern.
Ob diese Studie allerdings jemals in Serie gehen wird oder gar irgendwann ganz normal beispielsweise als familientaugliche Kombi-Version unter suchen.mobile.de zu finden sein wird, erscheint doch mehr als unwahrscheinlich, wie so häufig bei solch futuristischen Spielereien der Automobil-Hersteller. Ob man den außergewöhnlichen Toyota auf der Motor Show wird Probe fahren können, wurde bislang noch nicht bekannt gegeben.

Bilderrechte: © Christophe Fouquin – Fotolia.com

Das Neueste von der Tokio Motor Show 2011

© Achim Baqué - Fotolia.com

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Auf der Tokyo Motor Show in Dezember will Mitsubishi mit zwei neuen Fahrzeugen – dem Kleinwagen Mirage und dem Mittelklasse-SUV Concept PX-MiEV II – Premiere feiern.
 
Den Mirage hat der Hersteller als ein preisgünstiges, wirtschaftliches und zudem CO2-armes Einstiegsmodell angekündigt. Der Kleinwagen ist nur 3,71 Meter lang und soll trotzdem Platz für fünf Personen bieten. Ein Dreizylinder-Benziner mit einem Liter Hubraum sorgt für Antrieb. Serienmäßig an Bord ist ein Start-Stopp-System. Mitsubishi verspricht für den Mirage äußerst niedrige Verbrauchswerte, die man durch den Leichtbau, reduzierte Roll- und Luftwiderstände sowie Optimierungen an Motor, Kraftübertragung und Bremsen erreicht hat. Wenn man der
japanischen Verbrauchsmessung Glauben schenken will, soll der Kleinwagen mit einem Liter Kraftstoff 30 Kilometer weit kommen. Den Mirage hat man also als Weltauto konzipiert, der rund um den Erdball verkauft werden kann. Der Mirage geht im März 2012 zunächst in Thailand an den Start. Ende 2012 sollen dann die Linkslenker-Versionen für Europa an den Start gehen. Noch weiß man aber nicht, unter welchem Namen der Mirage in Europa angeboten wird.

Die zweite Neuheit, die Mitsubishi auf der Messe in Tokio präsentieren will, ist der Concept PX-MiEV II. Dabei handelt es sich um ein SUV, welches über Plug-in-Hybridantrieb und Elektro-Allrad-Technologie verfügt. Der Hersteller hat beim Hybridsystem vom Elektro-Kleinwagen i-MiEV abgeleitete Technologien mit einem Verbrennungsmotor kombiniert. Bei dem Verbrennungsmotor handelt es sich um einen Zweiliter-Benziner mit vier Zylindern. Die Batterie soll eine rein elektrische Reichweite von 50 Kilometern möglich machen. Der Verbrennungsmotor kann je nach Lade- und Fahrzustand als Generator oder zweite Antriebsquelle dazugeschaltet werden. Zusätzlich hat der Fahrer die Möglichkeit, den elektrischen Fahrmodus oder den Lademodus leicht per Knopfdruck zu aktivieren. Der Concept PX-MiEV II hat pro 100 Kilometer einen Verbrauch von 1,7 Liter Kraftstoff. Der Hersteller hat die Gesamtreichweite mit über 800 Kilometer angegeben.

Vorgestellt: neueste Modelle von Nissan und Mercedes

Bei der diesjährigen Tokyo Motor Show wird vor allem Nissan mit ihrer neuen City-Flitzer-Studie Pivo 3 punkten. Das rein elektronisch betriebene Stadtfahrzeug soll den Vorgänger Pivo 2 folgen und verbessern. Der “Kleine” für die Stadt ist weniger als drei Meter lang und kann durch Radnarbenmotoren und sehr schmalen Hinterreifen fast auf der Stelle wenden. Der Dreisitzer wartet aber noch mit weiteren Annehmlichkeiten auf: so muss sich der Fahrer keine Sorgen mehr um einen Parkplatz in der Innenstadt machen. Das eingebaute Einparksystem AVP ortet freie Parkplätze automatisch und steuert die zielgenau an. Auch seine Batterie soll der Pivo 3 von ganz alleine aufladen und kann in Anschluss via Smartphone wieder an gewünschte Stelle beordert werden. Wann das erstmals möglich sein soll steht allerdings noch nicht fest. Im Gegensatz dazu will Nissan bis zum Ende des Jahres neun neue Sicherheitstechnologien einführen, die sowohl Fahrer als auch alle Beifahrer rundum schützen sollen. Das “Safety-Shield-System” soll unter anderem eine komplette Überwachung der Fahrzeugumgebung gewährleisten.

Aber das ist nicht alles, was die Autobörse hergibt: auch der Daimler-Konzern scheint sich für die Zukunft zu rüsten und hat unlängst angekündigt zwei neue Mercedes-Modelle im US-Werk Tuscaloosa zu produzieren. Darunter auch der neue Mercedes M-Klasse Coupé, der verdächtig dem BMW X6 ähnelt und wohl in direkte Konkurrenz gehen soll. Ab 2015 soll der noch nicht näher benannte SUV-Coupé vom Band gehen und an den Erfolg des X6 anknüpfen oder wohl eher übertreffen.

Die M-Klasse in Coupé-Variante wird sich technisch sehr an dem Original orientieren. Von Allrad betriebenen Fahrzeugen über sparsameren Vier-Zylinder-Diesel-Motoren bis hinzur “grünen” Hybridvariante wird wohl alles auf den Markt kommen. Aber auch die finanziell Bessergestellten und PS-Orientierten werden wahrscheinlich nicht zu kurz kommen und werden an bis zu 500 PS-starken AMG-Modellen ihre Freude haben.