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Wie funktioniert ein Benzinmotor?
Ein Mann scheint in Vergessenheit geraten zu sein, dabei haben wir ihm einem Großteil unserer heutigen Mobilität zu verdanken. Sicherlich ist er ein Grund dafür, wieso unsere heutigen Straßen überfüllt sind, aber dennoch überwiegt der Gedanke der Ehre an diesen Menschen: Nikolaus August Otto.
Der so genannte Ottomotor war nämlich der Grundstein vieler heutiger Antriebsformen. Dieser wurde 1876 von ihm entwickelt. Damals war es ein Viertakter. Doch wie funktioniert ein Benzinmotor überhaupt? Erst einmal ist es wichtig zu wissen, dass Otto ein Gemisch langsam und sicher verbrennen wollte, damit es als Antriebsform genutzt werden kann. Somit stand schon damals Effizienz und Sicherheit an vorderster Stelle. Der Ottomotor besitzt vier Kolben und jeder sorgt sozusagen für einen eigenen Arbeitsschritt. Beim ersten wird das Kraftstoff-Luftgemisch durch den nach unten gleitenden Kolben angesogen. Ein zweiter Kolben, der sich nach oben bewegt, verdichtet das Gemisch und nimmt Arbeit auf, die ein Schwungrad verrichtet. Im dritten Arbeitsschritt und zugleich drittem Kolben wird das Gemisch – also das Benzin – gezündet. Der dort entstanden Druck lässt den Kolben in den Zylinder pressen, so dass Arbeit verrichtet wird. Dadurch dass die Zündung des Benzins Abgase erzeugt, müssen diese auch abgestossen werden. Diese Funktion übernimmt der letzte Arbeitsschritt und letzte Kolben, der sich nach oben verschiebt und wodurch die Abgase über ein Ventil nach außen abgeschoben werden.
Nachdem der Motor erfunden war, übernahmen viele Firmen die Funktionsweise des Otto-Motors, da er zudem sehr einfach aufgebaut war. Danach entwickelten viele Firmen den Motor weiter. Und auch Otto selbst konnte noch vor seinem Tod 1891 einen 100 PS-Ottomotor erleben. Karl Benz und Gottlieb Daimer setzten die Funktionsweise des Otto-Motors dann 1883 so auf die Autos um, mit dem dann zum ersten Mal Benzin – als erster flüssiger Kraftstoff – verwendet werden konnte. Dieser nahm weniger Platz als Gas ein. Und so haben wir dem Otto-Motor auch noch heute viel zu verdanken.