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Ein Klassiker wird restauriert: Der Audi 80 GTE

Die Restaurierung eines Kult-Gefährts kann schon mal zur Lebensaufgabe werden: Beeindruckend, wie lange manche Hobby-Tuner ihrem Traum treu bleiben. Und umso schöner, dass das ein oder andere Projekt nach vielen Jahren auch wirklich abgeschlossen wird und sich das Traum-Automobil dann nicht nur angeguckt, sondern auch gefahren werden kann.

Den Audi 80 GTE hatte sich Jens Gauding aus Nordrhein-Westfalen zum Projekt gemacht. Der zählte schon damals in den 90ern zu den Kult-Gefährten und -Raritäten überhaupt. Für gerade mal 600 Mark kaufte er sich ein gebrauchtes Modell. Bei so einem Preis sollte klar sein, dass es sich eher um eine Rostlaube als um ein funktionierendes Auto gehandelt hat: Einige Teile fehlten komplett, der Audi war schon durch viele Hände gewandert, die Karosserie war völlig durch.

Als gut ein Jahr später eine gut erhaltene Karosserie eines ehemaligen Audi 80 GLs verkauft werden sollte, war Jens wieder schnell genug und konnte sich endlich an den Umbau machen. Er zerlegte seinen Audi 80 GTE und baute dann die Teile der erstandenen Austausch-Karosserie ein – natürlich mussten dafür einige Teile wegfallen, denn die Karosserie des GTEs und GLs sind schließlich nicht diesselben.

Nun machten ihm miserable Ersatzteillager zu schaffen: Denn ständig musste er seine Augen und Ohren offenhalten, um sein Audi-Puzzle vervollständigen zu können. Der schließlich verbaute Mittelschaldämpfer des Auspuffs stammt etwa vom Nachfolge GTE, der Knopf mit den Audi-Ringen im Lenkrad von einem DKW. Mittlerweile ist Jens‘ Audi 80 GTE straßentauglich und fahrbar – aber abgeschlossen ist sein Projekt noch lange nicht. Der Motor soll ausgetauscht werden, passende Türverkleidungen müssen noch gefunden werden. Wer sich eine so aufwendige Restaurierung nicht zutraut, der kann immer noch aus der Fülle der Kleinwagen Audi auswählen und sich ein neueres Modell aussuchen.

Die sechste Generation des BMW 3er

Natürlich setzt auch die neu präsentierte sechste Generation des BMWs 3er auf Eleganz und Sportlichkeit. Der weltweit meistverkaufte Luxus-Flitzer aus Bayern ist noch stärker und größer geworden – und verbaucht dabei sogar noch weniger Benzin als seine Vorgänger.

Die Spur hat sich an der Vorderachse um 3,7 Zentimeter verlängert, an der Hinterachse um 4,7 Zentimeter. Der schicke Sportwagen ist 9,3 Zentimeter länger geworden – das merken vor allem Fahrgäste auf der Rückbank, die bis dahin nicht gerade sehr komfortabel war. Auch der Radstand des neuen BMWs 3er hat sich um fünf Zentimeter verbreitert.

Trotz dieses Zuwachses speckt der Wagen um rund 40 Kilogramm ab. Durch diese Gewichts-Ersparnis und den Einbau von umweltschonenden Technologien wie einer Start-Stopp-Automatik und einer Bremsenergie-Rückgewinnungsanlage wird auch der Verbrauch des Flitzers gedrosselt.

Den neuen BMW Mittelklässler gibt es in mehr Variationen und Ausführungen als je zuvor: Zunächst ist zwischen den unterschiedlichen Ausstattungs-Linien „Modern Line“, „Luxury Line“ und „Sport Line“ zu wählen. Unter der Motorhaube stehen zwei Diesel-Aggregate, ein Sechszylinder-Benziner und ein komplett neuer Vierzylinder-Turbo zur Auswahl. Auch eine Achtgang-Automatik lässt sich mit allen diesen verschiedenen Motoren kombinieren. Im kommenden Jahr soll der Flitzer auch als umweltschonender ActiveHybrid erscheinen. Kombi-Freunde können sich freuen, auch neue Kombi-Fahrzeuge des BMW 3er sind für 2013 angesetzt.

Auch im Bereich der Elektronik und Assistenz-Systeme hat sich einiges getan: Da wären etwa ein mehrfarbiges Head-Up-Display, über das sich der Tacho oder das Navigationsgerät ganz bequem überwachen lassen, der „Surround View“, der für eine Rundum-Überwachung des Fahrzeugs aus der Vogelperspektive sorgt, und eine Manövrierhilfe für den Fahrer. Ab Februar 2012 erscheint der neue BMW 3er im Handel. Los geht es mit rund 35.300 Euro für den 320d, für den 335i sind bereits knapp 10.000 Euro mehr zu bezahlen.