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Die Kabinenroller auf der IAA

Noch bis zum 25. September 2011 haben Automobil-Begeisterte und Tuning-Fans die Gelegenheit, bei der weltgrößten Automobil-Ausstellung dabei zu sein: In den Messehallen in Frankfurt am Main findet derzeit die 64. Internationale Automobil-Ausstellung, kurz IAA, statt, auf der Trends und Autos von Morgen präsentiert werden.

Reine Zukunftsmusik oder realistische Studien – bei den vorgestellten Einspur-Autos wie dem VW Nils oder Audi Urban Concept scheiden sich die Geister. Definitiv sind sie der Hingucker dieser Ausstellung und gewagte Exponate. Die Vehikel sind eine ausgefallene Mischung aus Auto und Motorrad, äußerst schmal und wirken auf den ersten Blick eher wie eine Seifenkiste als ein straßentaugliches Gefährt.

Im Audi Urban Concept finden zwei Person im schmalen Cockpit Platz, der 15kW starke Elektro-Motor wird bis zu 100 km/h schnell und kommt auf eine gute Reichweite von 70 Kilometern – das geht nur, weil die futuristische Studie durch Karbon-Karrosserie keine 500 Kilo wiegt. Doch Konkurrenz gibt es bereits: VW präsentiert den Einsitzer Nils, der aus vergleichbaren Teilen gefertigt ist, und Opel den Rak-E, der auf ein phänomenales Gewicht von nur 380 Kilo und damit auf eine Reichweite von 100 Kilometern und 120 km/h Spitze kommt.

Die drei Gefährte sind Antworten auf aktuelle Fragen, die die Automobil-Hersteller weltweit angehen müssen: Wie sieht das Gefährt der Zukunft aus? Wie lassen sich Elektro-Autos bezahlbar machen, wie ihre Reichweite erhöhen? Wie lassen sich junge Kunden an das Unternehmen binden? Denn genauso wie sich die Lebensumstände der heutigen Gesellschaft immer rasanter ändern, müssen sich auch die Fahrzeuge an den Stadtmenschen von heute anpassen.

Rein technisch könnten die Modelle in zwei bis drei Jahren in Serie gehen, doch realistisch erscheint das nicht. Das größte Problem: Die hohen Fertigungskosten. Um mit einem attraktiven Preis am Markt zu punkten, müssten die Einspur-Autos rund 30 Prozent billiger werden.