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Erst KdF-Wagen, dann Käfer – Ein Rückblick

Kleine Käfergeschichte

Kleine Käfergeschichte

Der VW Käfer galt schon als er neu war als verbesserungsbedürftig. Immer gab es etwas zu verändern, neu zu überdenken und zu kritisieren – Kult ist der Käfer trotzdem und das damals wie auch heute noch. Auf fast 70 Jahre Produktionszeit kann der Wagen zurückschauen, nun ist jedoch endgültig Schluss. In diesem Sommer soll das letzte Exemplar des Käfers im VW-Werk in Puebla Mexiko gebaut werden. Ein kleiner Rückblick:

Grundstein 1931

Schon 1931 wurde der Grundstein für das putzige Auto gelegt. Der Konstrukteur Ferdinand Porsche entwarf ein Exposé, welches die Grundidee des Käfers hervorbrachte. Er nahm weitere Änderungen daran vor, auf die Straße gebracht wurden dieses Exemplare jedoch in dieser Form nie.
1934 schloss jedoch der Reichsverband der Automobilbranche mit Porsche einen Vertrag, welcher die Entwicklung eines „Volkswagens“ zum Ziel haben sollte.

1935 der erste Prototyp

1935 war der erste Prototyp fertig. Vergleichbar war dieses Exemplar nicht unbedingt mit den späteren Käfer-Modellen. Von der Technik und der kugeligen Form her, war damit bereits eine Art Basis des zukünftigen Käfers geschaffen. Hitler zeigte 1937 großes Interesse an dem Wagen und taufte ihn anschließend „kdF-Wagen“ (“Kraft durch Freude“). 1938 sollte für die anstehende Produktion in Fallersleben ein Automobilwerk gebaut werden.

Kriegszeit ist keine Käferzeit

Der zweite Weltkrieg kam dazwischen und legte die Produktionspläne erst einmal wieder auf Eis. Geplant war der Bau von 500.000 Volkswagen jährlich. Umgesetzt wurden in den Kriegsjahren jedoch nur einige hundert Stück. Hauptsächlich wurde die Technik nämlich für den Bau von Militärfahrzeugen genutzt. Ganze 60.000 Schwimm- und Kübelwagen wurden mit der Volkswagentechnik ausgestattet.

1938 bekam der Käfer seinen Namen

Das Werk überstand den Krieg in keinem guten Zustand, die Erfolgsgeschichte des Käfers konnte trotzdem nach und  nach wieder aufleben. Wolfsburg wurde die neue Heimat des kleinen Flitzers. Schon 1947 begann der Export. Zuerst gingen einige Käfer in die Niederlande, später wurde dann auch die USA mit den Volkswagen versorgt.
Zu seinem Namen kam das Gefährt übrigens auch erst durch die Amerikaner. 1938 soll die Bezeichnung erstmals in der New York Times verwendet worden sein.

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Die Geschichte des Scheibenwischers

Jeder Autofahrer sieht Scheibenwischer als selbstverständlich an, nützliche Helfer bei Regen, Schnee oder Verschmutzungen. Doch auch diese altbekannten Alltags-Helfer haben eine interessante Geschichte.

Wer wusste zum Beispiel, dass wir diese unentbehrliche Erfindung einer amerikanischen Frau zu verdanken haben? Mary Anderson erhielt im November 1903 das Patent auf die erste funktionierende Scheibenwischanlage der Welt. Ihre Erfindung bestand aus einem im Lenkradnähe angebrachten Hebel, mit dem der Fahrer auf der Windschutzscheibe einen gefederten Schwingarm mit einem Gummiblatt bedienen konnte, der anschließend wieder in seine Ausgangsposition zurückkehrte. 1905 meldete dann der Bruder von Kaiser Wilhelm II., Heinrich von Preußen, als erster Deutscher ein ähnliches System zum Patent an. Erst 1908 hat er selbiges dann erhalten. Der Scheibenwischer seines Opels war noch handbetrieben. Die Firma Bosch stellte dann 1926 eine Apparatur vor, deren Wischarm samt Gummilippe von einem Elektromotor angetrieben wird. Bis zu diesem Zeitpunkt waren Fahrzeuge höchstens mit einem von Hand zu betätigendem „Abstreiflineal“ ausgestattet. Ein bekannter Brite, Baron Rothschild, erfand 1929 einen elektrisch betriebenen Scheibenwischer, den er probeweise in einen Bugatti Type 35 B einbaute. Erst 1964 erfand wiederum ein Amerikaner, Robert Kearns, den Intervallscheibenwischer. 1999 trumpfe dann wieder Bosch mit dem gelenklosen Flachbalken-Wischer, auch Aerotwin, auf, der heute bei fast allen Nutzfahrzeugen vorgesehen ist. Bei einer Autobörse kann man sich andere Scheibenwischer-Modelle kaufen.

Bei Schiffen wird eine sogenannte Schleuderscheibe eingesetzt, um die Scheiben von Regen zu befreien. Der Motor versetzt sie in schnelle Rotation, so dass durch die Fliehkraft Regen und Spritzwasser nach außen geschleudert werden. So wird kontinuierlich eine klare Sicht ermöglicht. Diese Technik kommt auch bei Schneefräsen und „schneesturmfähigen Fahrzeugen“ zum Einsatz. Früher waren auch Dampflokomotiven damit ausgestattet.

Eine weitere Besonderheit der Geschichte der Scheibenwischer: Der deutsche Künstler Herbert Zangs (1924-2003) verwendete sie sogar zum Auftragen von Farbe!

Die Geschichte der Elektroautos

Mit einem Elektroauto wird ein durch elektrische Energie angetriebenes Automobil bezeichnet. Diese Art des Antriebes gewinnt vor allem in der letzten Zeit wieder eine größere Aufmerksamkeit. Der Ursprung des Elektroautos ist jedoch schon ein ziemlich alter.

So bestimmt die Entwicklung des Elektroantriebes parallel auch die Anfänge der Elektroautos maßgeblich. So wurde 1821 der Elektromagnetismus gezeigt, bei dem eine kontinuierliche Rotation erzeugt werden konnte. Ab den 30er Jahren entstanden dann aus den wirklich verschiedensten Elektromotorentypen und Batterievarianten die aller ersten Elektroautos. Man muss sich dabei einmal klar werden, dass dies über 180 Jahre her ist und die Elektroautos immer noch nicht zu den Standardfahrzeugen auf unserem Planeten gehören, sondern in den nächsten Jahren erst wirklich eingeführt werden sollen. So wurde beispielsweise ein Elektromotor an einer Elektrolok getestet welche auf einem Gleis in einem Meter Durchmesser ihre Runden drehte. 1851 wurde dann eine Probefahrt mit einer echten Elektrolok durchgeführt, welche immerhin eine Spitzengeschwindigkeit von 31 km/h erzielte, welche aber nicht lange gehalten werden konnte. Insgesamt verfügte diese Lok immerhin schon über 20 PS. Seit 1860 gab es dann immerhin schon die ersten wiederaufladbaren Bleiakkumulatoren.

In heutigen Studien geht man davon aus, dass der Verbrennungsmotor in mittelfristiger Sicht dem Untergang geweiht ist, da die Kosten zu groß werden und der Elektromotor einfach effektiver wäre. So geht von einem irgendwann eintretenden Boom aus, wobei selbst VW für das Jahr 2020 den Marktanteil von Elektroautos nur auf 2%-3% schätzt und man somit gespannt sein darf wie sich dieser Markt wirklich entwickeln wird. Bis jetzt lässt auch dieser Boom noch in Deutschland auf sich warten, obwohl die Politik dabei optimistisch bleibt und die Entwicklung sehr großzügig fördert. Somit wird das Elektroauto sicherlich irgendwann unsere Straßen erobern und Dinge wie Benzin und Diesel vergessen lassen.

 

Das Unternehmen Porsche

Wer kennt das Wappen der Marke Porsche nicht? Als Firmenkennzeichen kreirrte der Begründer von Porsche ein unübersehbares Wappen mit dem Wappentiers aus Württemberg, gepaart mit dem edlen Schriftzug ‚Porsche‘ und ‚Stuttgart‘.

Begründer der Automobil Holding SE ist Ferdinand Porsche. Er gründete 1931 das Unternehmen mit späteren Produktionswerken in Stuttgart und Leipzig. Heute steht Porsche für Luxus und Macht. Doch Herr Porsche hat klein angefangen. Er arbeitete viele Jahre als Mechaniker für verschiedene Unternehmen, später als Konstrukteur für die k.u.k. Hofwagenfabrik Ludwig Lohner & Co. in Wien und 17 Jahre als Technischer Direktor für die Austro-Daimler. Sein Aufstieg zum Leiter des Konstruktionsbüros und Vorstandsmitglieds bei der Daimler-Motoren-Gesellschaft und zuletzt die Stellung als Chefkonstrukteur bei den Steyr-Werken hielten ihn nicht davon ab, sich mit seinem eigenen Konstruktionsbüro selbstständig zu machen.

Zu 70 Prozent behielt Porsche die Anteile. Weitere 15 Prozent übernahm der Kaufmann und Rennfahrer Adolf Rosenberger und die restlichen 15 Prozent lagen beim Porsche Schwiegersohn, dem Rechtsanwalt Anton Piech.

Das erste Fahrzeug bekamt den Namen Nr. 7, damit potentielle Kunden mehr Vertrauen in die junge Firma bekommen. Ab 1934 konstruierte Porsche bereits für den deutschen Volkswagen. Das Unternehmen machte mit dem VW Käfer Geschichte. In den nächsten Jahren ging es für Porsche nach oben. Zwischen den Jahren 1937 und 1972 machte Porsche einen Gewinn von 20,6 Millionen Reichsmark. 1947 übernahm der Sohn von Ferdinand Porsche das Unternehmen, das dem Unternehmen nicht schaden sollte.

Heute ist Porsche mit einem Absatz von 97.000 Fahrzeugen der kleinste aber auch in unabhängiger deutscher Autoproduzent. Laut der Prognose-Institutes D&D-Forecast verdient Porsche durchschnittlich 21.799 Euro pro verkauften Fahrzeug. Damit erhält Porsche den ersten Platz. Hinter ihm steht BMW, der neun Mal weniger an seinen verkauften Fahrzeugen verdient. 2009 kaufte die Volkswagen AG 49,9 Prozent der Porsche SE ab, für die Porsche 3,9 Milliarden Euro erhielt.

Audi

Audi, für Akademiker der Imperativ von hören – audire. Und Tatsache, was wie Besserwisserei klingt ist durchaus interessant zu wissen. Der Gründer von Audi, August Horch, übersetzte seinen Namen, der im Deutschen auch durchaus als Befehlsform von horch, höre durchginge ins Latein und hatte einen Namen für sein Unternehmen.

Audi wurde im Jahr 1909 gegründet und ist gegenwärtig eine der erfolgreichsten Automarken weltweit.

Die Firma investiert in Innovation und Forschung und hat schon viele Neuerungen in der Automobilbranche initiiert.

Eine dieser Neuerungen ist das Audi-Tagfahrlicht. Zusätzlich zu den normalen Scheinwerfern sind so mehrere kleine LED-Lichtelemente eingearbeitet. Diese sehen nicht nur gut aus, sie sind auch sehr sparsam und daher als konstantes Licht – Tagfahrlicht hervorragend geeignet. In vielen Ländern ist es Pflicht, das Licht permanent eingeschaltet zu haben um Unfällen vorzubeugen, in skandinavischen Ländern beispielsweise. Gerade dort findet die innovative Weiterentwicklung Audis viele Befürworter.

Auch die Konkurrenz erkennt den von Audi gesetzten Trend. So sieht man heute bei vielen namhaften Herstellern ähnliche LED-Einbauten, als Beispiele sind Mercedes, VW und Opel anzuführen.

Audi nutzt die LED-Lichter in ihren Scheinwerfern auch, um die einzelnen Modelle auf den ersten Blick erkennen, und voneinander differenzieren zu können. So ähneln die LED-Lichtelemente des Audi A3 einer grimmig schauenden Augenbraue, die des A4 sind unterhalb des Scheinwerfers in geschwungener Form angebracht, der A5 hat die LEDsin gespiegelter Form des A3, im A6 und dem Audi TT ist es eine gerade LED-Kette unterhalb des eigentlichen Lichts. Auch die neuesten Modelle wie der A7 und der neue A8 verzichten natürlich nicht auf die sowohl stylischen, als auch sinnvollen LED-Lichtelemente, jedoch ähnlen diese sich in der Form stark, sodass bei ihnen keine eindeutige Zuordnung nur per Tagfahrlicht mehr möglich ist.