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Andere Länder, andere (Verkehrs-)Regeln

Schilderwald in Deutschland

panthermedia.net Daniel Hohlfeld

Im Urlaub gibt es ständig neue Dinge zu erleben und zu lernen. In Ländern, in denen man zuvor noch nie war, wundert man sich häufig über Sitten und Gebräuche und tritt auch gerne mal in das ein oder andere Fettnäpfchen, da man es einfach nicht besser wusste.

So etwas passiert auch schnell mal hinter dem Steuer,ob auf der Autobahn oder in der Innenstadt. Das Problem dabei: Ein Fehltritt kann sehr schnell sehr teuer werden… und schon ist die Urlaubsfreude getrübt.

Tempolimits sind sowieso immer zu beachten, allerdings gibt es da doch länderübergreifende Unterschiede. Nicht überall herrschen geradezu paradiesische Zustände wie bei uns. In manchen Staaten, wie Estland, Lettland oder Norwegen lohnt sich die Anschaffung eines PS-starken KFZs kaum. Hier gelten Begrenzungen von 90-100 km/h auf der Autobahn. In dem meisten Ländern darf man allerdings bis zu 130 km/h fahren, in Polen gar bis zu 150 km/h. Dort wo Fahrer sich am meisten beherrschen müssen, werden sie auch bei Verstößen am heftigsten zur Kasse gebeten. In Norwegen kann es für Temposünder schnell Strafen über 400 Euro geben. Auch in der Schweiz oder südlichen Ländern, wie Italien und Frankreich setzt es deftige Bußgelder.

Alkohol im Blut führt inzwischen in sehr vielen Ländern zu geradezu drakonischen Strafen. In Spanien landen Fahrer mit mehr als 1,2 Promille im Blut schonmal hinter Gittern und zwar für mehrere Monate. Da gehen die Italiener mit Fahrzeugbeschlagnahmung und -zwangsversteigerung ab 1,5 Promille noch verhältnismäßig gemäßigt zu Werke.

Unterschiede wie diese gibt es zu Hauf. Das Wichtigste vor langen Fahrten und Aufenthalten im Ausland: immer vorher informieren. Und wer glaubt, Knöllchen werden nicht nach Deutschland nachgeschickt, der irrt. Denn inzwischen gibt es ein EU-Abkommen für eine Strafverfolgung auch über die eigenen Landesgrenzen hinaus. Es gibt also kein Entkommen für urlaubende EU-Bürger jedenfalls.