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Die sechste Generation des BMW 3er

Natürlich setzt auch die neu präsentierte sechste Generation des BMWs 3er auf Eleganz und Sportlichkeit. Der weltweit meistverkaufte Luxus-Flitzer aus Bayern ist noch stärker und größer geworden – und verbaucht dabei sogar noch weniger Benzin als seine Vorgänger.

Die Spur hat sich an der Vorderachse um 3,7 Zentimeter verlängert, an der Hinterachse um 4,7 Zentimeter. Der schicke Sportwagen ist 9,3 Zentimeter länger geworden – das merken vor allem Fahrgäste auf der Rückbank, die bis dahin nicht gerade sehr komfortabel war. Auch der Radstand des neuen BMWs 3er hat sich um fünf Zentimeter verbreitert.

Trotz dieses Zuwachses speckt der Wagen um rund 40 Kilogramm ab. Durch diese Gewichts-Ersparnis und den Einbau von umweltschonenden Technologien wie einer Start-Stopp-Automatik und einer Bremsenergie-Rückgewinnungsanlage wird auch der Verbrauch des Flitzers gedrosselt.

Den neuen BMW Mittelklässler gibt es in mehr Variationen und Ausführungen als je zuvor: Zunächst ist zwischen den unterschiedlichen Ausstattungs-Linien “Modern Line”, “Luxury Line” und “Sport Line” zu wählen. Unter der Motorhaube stehen zwei Diesel-Aggregate, ein Sechszylinder-Benziner und ein komplett neuer Vierzylinder-Turbo zur Auswahl. Auch eine Achtgang-Automatik lässt sich mit allen diesen verschiedenen Motoren kombinieren. Im kommenden Jahr soll der Flitzer auch als umweltschonender ActiveHybrid erscheinen. Kombi-Freunde können sich freuen, auch neue Kombi-Fahrzeuge des BMW 3er sind für 2013 angesetzt.

Auch im Bereich der Elektronik und Assistenz-Systeme hat sich einiges getan: Da wären etwa ein mehrfarbiges Head-Up-Display, über das sich der Tacho oder das Navigationsgerät ganz bequem überwachen lassen, der “Surround View”, der für eine Rundum-Überwachung des Fahrzeugs aus der Vogelperspektive sorgt, und eine Manövrierhilfe für den Fahrer. Ab Februar 2012 erscheint der neue BMW 3er im Handel. Los geht es mit rund 35.300 Euro für den 320d, für den 335i sind bereits knapp 10.000 Euro mehr zu bezahlen.

Konkurrenz für den VW Passat

Deutschland beliebtester Kombi ist der Passat von Volkswagen: Er ist schon in der 6. Generation auf dem Markt, bis April 2007 wurden über fünfzehn Millionen Exemplare gebaut. Der Name ist inspiriert von den Passat-Winden, die am Äquator seit Kolumbus und der frühen Neuzeit von großer Bedeutung für Seefahrt und Flugverkehr sind.

Deutschlands beliebteste Familienkutsche bekommt nun Konkurrenz aus dem fernen Osten. Der Koreanischer Auto-Hersteller Hyundai bringt seinen Mittelklasse-Wagen i40 im September auf den Markt. Obwohl er optisch eher an ein Coupé als an einen Kombi erinnert, stimmen seine Maße beinah zentimetergenau mit dem Passat überein. Auch unter dem schräg gestellten Coupé-Heck finden sich auf der Rückband fast genauso viel Platz wie im Volkswagen.

Diese Ähnlichkeiten sind kein Zufall. Gebaut wird der i40 natürlich in Korea, aber geplant und entwickelt wurde er in Deutschland im Entwicklungszentrum Oberusel. Kein Wunder, dass man dort dem erfolgreichsten Mittelklasse-Wagen genau unter die Lupe genommen hat und sich inspirieren ließ.

Auch das Cockpit des Hyundai i40 überzeugt. Die Elemente sind übersichtlich angeordnet, alles funktioniert einwandfrei. Auch die verwendeten Kunststoffe wirken edel. Und wie sieht es unter der Motorhaube aus? Das Fahrwerk ist Mittelklasse – eine Autofahrt wird im i40 sicherlich nicht zur Rüttel-Tortur, aber ganz so zart wie der Passat dank seinem legendären Stoßdämpfer-System DCC gleicht der i40 Unebenheiten doch nicht aus. Die Fahrgeräusche sind sehr leise, Bremse und Schaltung stimmen. Klarer Minuspunkt ist die Lenkung: Sie reagiert grob auf den Fahrer, Kontakt zur Straße zu haben, fällt schwer. Die Motorleistung der beiden Kombis sind fast identisch, der Passat ist ein bisschen sportlicher.

Großes Pluspunkt der Koreaner: Der i40 ist erheblich preisgünstiger zu haben als der Deutsche Kombi. Er startet bei 23.390 Euro mit erheblich mehr Ausstattung an Bord als die normale Passat-Variante für knapp 26.000 Euro. Auch beim Kauf eines Diesels können rund 3.000 Euro eingespart werden.