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Lada Granta – Putins Volkswagen

So kennt man Lada - viel hat sich nicht geändert

So kennt man Lada - viel hat sich nicht geändert

Lada ist nicht gerade der Name eines Herstellers, den man mit qualitativ hochwertiger und modernster Technik in Verbindung bringen würde. Auch nicht mit einem ausgefallen Design, das in seiner Innovation Maßstäbe für die nächsten Generationen von Automobil-Herstellern sorgen könnte. Doch vielleicht muss dies ein Lada auch nicht. Das neue Modell Granta jedenfalls wurde von Russlands Präsidenten Putin höchstpersönlich für gut befunden. Na dann!

Fenster öffnen elektrisch!

4,26 Meter misst der Granta in der Länge, 87 PS bringt die Limousine auf den Asphalt. Eine echtes Volksauto sollte das neue Automobil werden und man hat zumindest die Basisausstattung nicht vergessen, will heißen: vier Räder, ein Lenkrad und, man höre uns staune: ESP und Bordcomputer. Doch dann wird die Luft schnell dünner, denn dieses moderne Ding namens „Radio“ gibt es lediglich gegen einen Aufpreis, dafür ist aber eine Zentralverriegelung serienmäßig.
Das Fahren im Lada Granta lässt dann doch tatsächlich sowas wie Fahrspaß aufkommen. Denn ein Plus ist die einfache Bedienbarkeit. Alle Instrumente sind problemlos abzulesen, der Wagen zieht gut bis in den fünften Gang hoch, als wäre er bereits eingefahren worden. Hier kommt glatt Gebrauchtwagen-Feeling auf, allerdings im positiven Sinne. Schaltung, Bremsen, Federung, Ladevolumen (480 Liter): Alles nicht überragend, aber völlig in Ordnung.

Besucher aus einer anderen Zeit

Der Granta wirkt ein wenig wie der Blick in die Vergangenheit des Automobils, kurz vor der Schwelle zur endgültigen Automatisierung aller Vorgänge. Kunststoffschalter regeln bei Lada noch nicht alles von alleine, hier ist die Routine eines denkenden Fahrers gefragt. Inwieweit alles stabil an seinem Platz bleibt, auch über Jahre hinweg, wird sich erst noch zeigen. Doch die Materialien und die Verarbeitung scheinen darauf ausgelegt zu sein, dass man auch mal selbst schnell Hand anlegen kann. Schrauben zeigen sich häufig genug, ein spontanes Nachziehen derselben wirkt geradezu einladend.

Angesichts der sibirisch-kargen Ausstattung und der Retro-Technik wirkt der Neupreis allerdings, als müsste man für eine Antiquität einen Aufpreis leisten: 9 990 Euro soll der Lada Granta kosten, dann doch lieber back to the future.

Bilderrechte: © Faferek – Fotolia.com

Neuer Absatzmarkt Billigautos

 Billigautos werden immer beliebter und sorgen immer mehr für viel Gesprächsstoff. Der indische Autohersteller Zaza hat mit dem Kleinwagen Nano das billigste Auto der Welt präsentiert. Dies lassen die großen der Autoindustrie nicht auf sich sitzen und nun sind sie nach und nach dabei ein ebenbürtiges Auto zu kreieren.

Toyota, der weltweit größte Autobauer, denkt über einen neuen Kleinwagen, besser gesagt ein Billigauto, nach, das in Russland produziert werden soll. Gebaut werden soll das Werk in St. Petersburg. Festgelegt haben sie sich aber noch nicht, welche Modelle alle gefertigt werden. Unter den zu produzierenden Autos könnte aber ein neues günstiges Modell sein, dass nur 7000 bis 10.000 Dollar koste. Toyota werde definitiv die Produktion in Russland voran treiben. In Russland werden mehr Toyotas verkauft als in Deutschland. Aus diesem Grund orientiere man sich an dem dortigen Markt.

Der indische Konzern Tata hatte vor einigen Jahren das billigste Auto der Welt vorgestellt. Dies war der Nano, der das „Volksauto“ genannt wurde. Das Auto verbrauche weniger als fünf Liter Benzin auf 100 Kilometer und würde ein bisschen mehr als 100 Stundenkilometer fahren.

Volkswagen will da natürlich mitziehen. Geplant war ein „Polo IM“, der im indischen Pune gebaut werden sollte. Auch hier sollte der Preis deutlich unter 10.000 Euro liegen. Auf der diesjährigen IAA wurde dann auch der neue VW UP! Vorgestellt, der neue Kleinwagen, der wieder unter 10.000 Euro kostet. Damit reiht er sich in die Folge des Lupos und Fox ein. In den Schwellenländern soll er in einer Sparversion produziert werden, sodass er dort nur 5000 bis 6000 Euro kosten soll.