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ADAC: Gibt VW den Gelben Engel zurück?

Vom Gelben Engel zum Geben Bengel?!

Vom Gelben Engel zum Geben Bengel?!

Ergebnisse verfälscht, Zahlen geschönt oder Tests manipuliert – egal wie man es nennt, der ADAC hat momentan mit solchen Vorwürfen zu kämpfen. Eine restlose Aufklärung wurde von Seiten des ADAC bereits angekündigt, trotzdem scheint nun eine Lawine ins Rollen geraten zu sein, die so schnell nicht wieder aufzuhalten ist.

Nach der Verleihung wurde aufgedeckt

Nach dem am vergangenen Donnerstag der „Gelbe Engel“ an den neuen VW Golf verliehen worden war, kam es am Wochenende darauf zu Eklat. Die Auszeichnung erhalten Modelle, die durch die Leser als beliebtester Wagen gewählt werden. Kurz nach der Preisverleihung kamen Gerüchte auf, die anschließend auch bestätigt wurden, dass die Zahlen geschönt wurden.
Die negativen Reaktionen in den sozialen Medien sind das eine Übel, Austrittserklärungen von vielen Kunden das andere. Dabei waren die zur verfügung gestellten Infos und Testergebnisse stets hilfreich. War man als Kunde vielleicht über suchen.mobile.de auf der Suche nach einem Gebrauchtwagen, konnte man sich beim ADAC über alle möglichen Statistiken zum Wagen informieren. Die aktuellen Ereignisse lassen den Verbraucher nun aber vielleicht auch an anderen Zahlen zweifeln. Damit nicht genug kommt jetzt wohl der nächste und vielleicht auch viel größere Schub der Auswirkungen auf den Automobilclub zu.
Die Autohersteller, bisher wichtige Partner des ADAC, überdenken ihre Kooperation.
Der aktuelle Gewinner, VW, denkt sogar darüber nach, den gerade erst verliehen bekommenen Preis wieder zurückzugeben. So entwickelt sich die Sache langsam aber sicher zu einem echten Imageproblem für den ADAC.

Aufklärung angekündigt

Nachdem die Sache bekannt wurde, gab der Kommunikationschef des ADAC, Michael Ramstetter die Verfälschung der Zahlen schnell zu und gab anschließend außerdem seinen Rückzug bekannt. Für den ADAC-Geschäftsführer Karl Obermair ergeben sich nun vorerst keine weiteren personellen Konsequenzen. Außerdem sei man bemüht diese Sache so schnell wie möglich und vor allem restlos aufzuklären. Auch externen Prüfer wolle man dazu ins Haus holen.
Für Volkswagen und für viele Mitglieder scheint das jedoch nicht genug. Das Vertrauen ist stark angeknackst und es bleibt bisher offen, wie schnell sich der Automobilclub davon wieder erholen kann.
Selbst aus den Reihe der Politik kommt nun Kritik. CSU-Chef Horst Seehofer, Heiko Maas von der SPD und Mechthild Heil, die Verbraucherschutzbeauftragte der Union meldeten sich diesbezüglich bereits zu Wort.

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