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Autoindustrie 2012: China boomt, Europa-Verkauf geht zurück

Viele Menschen brauchen viele Autos - Deutsche Autobauer erkannten dies frühzeitig

Viele Menschen brauchen viele Autos - Deutsche Autobauer erkannten dies frühzeitig

Erstmalig in der Geschichte des Automobils wurden in diesem Jahr in China mehr Autos verkauft als auf dem gesamten europäischen Kontinent. Experten prognostizieren sogar, dass das Reich der Mitte bis 2030 mehr Autos abnehmen wird als USA, Europa und Japan zusammen. Doch in China wird nicht nur konsumiert, mittlerweile gibt es einige Autohersteller, die es bald mit den europäischen aufnehmen sollen. 

Chinesen fahren Premiumklasse, Deutsche Gebrauchtwagen

In China wurden im Jahr 2012 13,2 Millionen PKW zugelassen, in Europa waren es im selben Zeitraum nur 12,5 Millionen. Und dieser Trend ist nicht aufzuhalten, es scheint nur noch eine Frage der Zeit, bis auch die USA eingeholt sein werden. Die Krise hat die meisten europäischen Hersteller fest im Griff und die Chinesen produzieren immer mehr eigene Autos. Auch auf diesem Sektor werden sie Europa bald eingeholt haben werden, in diesem Jahr rollten schon 13,6 Millionen Fahrzeuge vom Band. Während hierzulande die Menschen nach immer günstigeren Fahrzeugen suchen, verlangen die reichen Chinesen nach deutschen Premium-Fahrzeugen. Viele Deutsche greifen auf Gebrauchtwagen zurück. Dort finden sie diverse Modelle in guter Qualität zu deutlich günstigeren Preisen als auf dem Neuwagenmarkt. Das gilt natürlich vor allem für Diesel-Fahrzeuge, zunehmend aber auch für Elektro- oder Hybridfahrzeuge.

Deutsche Hersteller hatten den richtigen Riecher

Auch die etablierten europäischen Konzerne sind am chinesischen Aufschwung beteiligt. Fast alle haben eigene Produktionsstätten in China, wie Volkswagen, BMW und Daimler, oder arbeiten zumindest mit einem der dortigen Hersteller zusammen. Nur ein Drittel der chinesischen PKW-Fertigung geht auf rein chinesische Hersteller zurück. Dieser Anteil wächst allerdings stetig und auch die ehemals schwedische Automarke Volvo gehört mittlerweile den Chinesen

Es läuft gut für die deutschen Autokonzerne in China. Ihr Marktanteil beträgt mittlerweile stolze 22 Prozent und sie haben im vergangenen Jahr 700.000 Fahrzeuge mehr auf dem chinesischen Markt verkauft als auf dem deutschen. Für Volkswagen ist China bereits der wichtigste Einzelmarkt. Die Wolfsburger bewiesen einen guten Riecher und bauen ihre Produktion dort seit 1991 kontinuierlich aus.

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Rinspeed Micromax- Premiere des E-Kleinbus in Genf

Neues Platzwunder  von Rinspeed

Neues Platzwunder von Rinspeed

Der moderne urbane Verkehr ist geprägt von einer Platzproblematik. Jede freie Fläche ist umkämpft, ob als Parkplatz oder als Lücke in der Nebenspur im Straßenverkehr. Die Aufgabe für die Zukunft liegt also in erster Linie darin, diese verbleibende Fläche möglichst effektiv zu nutzen. Einige Autohersteller gehen hier sehr interessante Wege und legen auf den ersten Blick ungewohnt anmutende Designstudien vor. Diese Studien wirken zwar nicht unbedingt ästhetisch, können aber dabei helfen, auch in Zukunft noch einen weitgehend reibungslosen Individualverkehr zu garantieren.

Steh- statt Sitzplätze

Eines dieser Modelle für die Zukunft ist der Micromax der schweizerischen Fahrzeugschmiede Rinspeed. Auf dem Genfer Autosalon (7. bis 17. März 2013) wird der Kleinstbus in Schuhkartonformat erstmals der Öffentlichkeit präsentiert werden. Er misst nur 3,60 m in der Länge, ist dafür aber 2,20 m hoch. Das Besondere am Micromax ist sein aussergewöhnliches Sitzkonzept. Es gibt nämlich keine Sitze. Natürlich sitzt der Fahrer, die restlichen drei Insassen nehmen angeschnallt auf sogenannten Stehsitzen Platz, für ein Kind und ein wenig Gepäck ist daneben auch noch genügend Raum. Dementsprechend ist der Micromax nicht für Langstrecken ausgelegt, kürzere Wege können mit ihm aber wohl problemlos und ein wenig unbequem zurückgelegt werden.

Rinspeed steht für ungewöhnliche Konzepte

Derart unkomfortables Verweilen wird durch einen bordeigenen Kühlschrank, eine Kaffeemaschine und Internetzugang versüßt. Angetrieben wird das Gefährt, dass sich auch als Lieferwagen oder Taxi einsetzen ließe, durch einen nicht näher bezeichneten Elektromotor. Dieser ist in Reichweite und Höchstgeschwindigkeit angepasst an die Anforderungen des Stadtverkehrs. Ob der Microbus eine wirkliche Konkurrenz für echte Stauraum-Wunder der großen Hersteller darstellen kann, scheint jedoch fraglich. Bislang ist trotz des innovativen Konzepts noch keine Serienfertigung in Planung. Rinspeed macht seit jeher mit neuen Ideen für den Automarkt von sich reden. Zuletzt präsentierten die Eidgenossen einen E-Smart mit Batterieanhänger für Langstrecken, ein Auto aus nachwachsenden Rohstoffen und einen Miniwagen, speziell für den Bahntransport zugeschnitten.

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Goldgräberstimmung für Deutsche Hersteller in den USA

Der Absatzmarkt in den USA rettete viele deutsche Autobauer - nicht zuletzt Mercedes und Porsche konnten gute Verkaufszahlen vorlegen

Der Absatzmarkt in den USA rettete viele deutsche Autobauer - nicht zuletzt Mercedes und Porsche konnten gute Verkaufszahlen vorlegen

Immer größere Verkaufsrekorde können die deutschen Autobauer in den USA erzielen. Der Marktanteil steigt stetig an, allein Mercedes-Benz konnte im November um rund 15 Prozent zulegen, bei Audi waren es 24 Prozent und bei Porsche sogar 71 Prozent.
Die Deutschen sind so um einiges besser als der Gesamtmarkt und liegen auch vor den „Big Three“ der amerikanischen Autoindustrie (Ford, Chrysler und General Motors). Auf über 1,1 Millionen Stück sind die Gesamtverkäufe gestiegen, das sind 15 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahresmonat, wie der Marktbeobachter Autodata jüngst bekannt gegeben hat. Auch in Zukunft soll die Nachfrage weiter anhalten, wie Detlev von Platen, Nordamerika-Chef von Porsche, kürzlich sagte. Ludwig Willisch von BMW ließ Ähnliches verlauten und gab bekannt, dass er für den Dezember ein schwungvolles Geschäft erwarte. Und auch Steve Cannon von Daimler zeigte sich überaus zufrieden, schließlich hatte Daimler trotz Krise das beste Jahr in seiner bisherigen Firmengeschichte – da staunt so mancher Autobauer Bauklötze.

Sandy sorgt für zahlreiche Autoneukäufe

Gründe für diesen Zuwachs gibt es viele, vor allem ist es die immer älter werdende Wagenflotte, die viele Amerikaner zur Entscheidung eines Neukaufes treibt. Außerdem hat die amerikanische Bevölkerung offenbar insgesamt ein großes Vertrauen in die positive Entwicklung der Wirtschaft. Der November brachte außerdem mit sich, dass zahlreiche Autos vom Wirbelsturm „Sandy“ zerstört wurden und der Großteil der Fahrer rasch ein neues Mobil benötigte.

Deutsche Autobauer vor den US-Herstellern

Die heimischen Massenhersteller Ford, Chrysler und General Motors lagen mit einem Plus von sechs, 14 und drei Prozent deutlich hinter den Deutschen, konnten aber dennoch einen Aufwärtstrend verzeichnen. In Bezug auf die Absatzzahlen liegen die deutschen Hersteller trotzdem noch hinter den „Big Three“; General Motors beispielsweise konnte im November rund fünfmal so viele Autos verkaufen wie der Wolfsburger Konkurrent von VW. Dort ist der Passat nach wie vor das beliebteste Modell und konnte im Vergleich zum Vorjahresmonat um 75 Prozent zulegen.

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Welches Kfz eignet sich für Fahranfänger?

Die Kleinwagen-Sparte ist auf dem Vormarsch

Die Kleinwagen-Sparte ist auf dem Vormarsch

Wer nicht sein ganzes Geld für den Führerschein ausgegeben hat, der hat vielleicht noch genug Geld, um sich das erste eigene Auto zu kaufen. Doch wie sollte das erste eigene Auto eigentlich sein? Ein Neuwagen oder ein Gebrauchter, ein Kompakter oder ein Kleinwagen? Diese Frage ist gar nicht so leicht zu beantworten. Je nachdem, wie viel Geld einem zur Verfügung steht, wird die Wahl sicherlich eingeschränkt. Mehr als ein gebrauchter Kleinwagen ist für viele sicherlich nicht drin, doch empfiehlt es sich dann vielleicht zu warten, anstatt einen Schrotthaufen zu kaufen.

Welche Klasse?

Die Klasse des Autos ist eine Frage, die sich also für viel gar nicht stellt. Wenn doch, dann kommt es darauf an, was einem wichtig ist. Viel Platz? Leichte Parkplatzsuche? Oder doch eher ein Allroundtalent? Günstig sind die Wagen von Seat, Skoda oder Fiat, mehr Geld wird bei VW oder Opel fällig. Der Fiat Panda, Skoda Citigo oder VW up! bewegen sich in einem billigen bis gemäßigten Preisrahmen. Zwischen 8 000 und 10 000 Euro wird für einen Neuwagen der Klasse up! aufgebracht werden müssen. Gebraucht gibt es die Wagen natürlich etwas günstiger, doch dafür muss auf ein Mehr an Sicherheit verzichtet werden. Das ist eine wichtige Frage, die sich viele Führerscheinneulinge stellen müssen. Die meisten Neuwagen verfügen mittlerweile serienmäßig über eine gewisse Anzahl an Sicherheitssystemen wie ESP und dergleichen.
 

Sicherheit geht vor

Lediglich bei Kleinwagen fehlt dieses Feature des Öfteren. Natürlich gibt es bei Gebrauchtwagen ebenfalls Sicherheitssysteme, diese sind aber nicht immer auf dem neusten Stand, und es besteht nicht die Möglichkeit, sich die entsprechenden Systeme aussuchen zu können. Bei Neuwagen sind die Wahlmöglichkeiten größer. Auch der Spritverbrauch ist bei neueren Wagen in der Regel geringer, da viele Autos inzwischen über Technologien für einen sparsameren Verbrauch verfügen. Die Wahl ist also nicht leicht, weshalb es sich empfiehlt, die eigenen Wünsche an das erste Auto klar zu formulieren.

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Studie: Autos werden größer

ADAC bemängelte beengte Parkhäuser und Tiefgaragen

ADAC bemängelte beengte Parkhäuser und Tiefgaragen

Viele Deutsche hatten in den letzten Jahren das Gefühl, das Einparken in Parkhäusern werde immer schwieriger und beengter. Und sie hatten recht. Das bestätigte nun der aktuelle Parkhaustest des ADAC.

Autos wachsen stetig

Durch das vermehrte Aufkommen neuer, voluminöser Fahrzeuge werden die alten Parkplätze in den Parkhäusern nach den bisherigen Maßvorschriften im Vergleich zu den Autos immer kleiner. Schuld an dieser Entwicklung ist vor allem die wachsende Nachfrage nach großräumigen Fahrzeugen wie etwa Vans, Kleinbussen und Sport Utility Vehicles (SUV). Wer sich online einen Überblick über die aktuellen Angebote an extra großen Fahrzeugen verschaffen möchte, kann unter anderem auch hier fündig werden.

Durchschnittsgröße: Mercedes C-Klasse

Eine Anfang diesen Jahres veröffentlichte Studie im Auftrag des Bundesverbandes Parken bestätigte diese Entwicklung. Verkehrswissenschaftler aus Braunschweig und Zwickau konnten nach ausführlicher Messung der neuerscheinenden Fahrzeuge belegen, dass sich die geometrischen Kenndaten der Fahrzeuge im Zeitraum zwischen 2000 und 2010 rasant verändert haben. Die Fahrzeuge wuchsen in diesem Zeitabschnitt durchschnittlich um 19 cm in die Länge, um 15 cm in die Breite und sogar um 25 cm in die Höhe. Der sogenannte Bemessungs-PKW, ein fiktives Fahrzeug dass sich an den Durchschnittsmaßen der Standardfahrzeuge ausrichtet, ist am ehesten mit einer Mercedes C-Klasse zu vergleichen. Nur 15 Prozent der in Deutschland bewegten Fahrzeuge sind größer als der Bemessungs-PKW.

Es muss sich etwas ändern

Die vorgeschriebene Parkplatzgröße in den Garagenverordnungen der einzelnen Länder wurde jedoch im selben Zeitraum nicht angepasst. Als Lösung für das Problem sehen die Experten auf dem Gebiet Verkehrssystemtechnik zwei Möglichkeiten. Zum einen könnte sich der Markt von selbst regulieren, weil einige Kunden wieder verstärkt kleinere Fahrzeuge kaufen und der Trend von der zunehmenden Vergrößerung der Fahrzeuge zurück zu gehen scheint. Oder zum anderen überarbeiten die Bundesländer ihre Garagenverordnungen. In diesem Falle könnte das Parken in neu gebauten oder umgerüsteten Parkhäusern wieder einfacher werden. Sollten die Länder jedoch nicht reagieren und die Fahrzeuge weiter wachsen, wird die nächste Automobilgeneration in den Parkhäusern von heute keinen Platz mehr finden.

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Die Langfinger-Top-10: Bei Autodieben besonders begehrte Modelle

Bei Autodieben gilt: Die Nachfrage bestimmt das Diebesgut

Bei Autodieben gilt: Die Nachfrage bestimmt das Diebesgut

Die Zahl der Autodiebstähle ist zum Leidwesen der Autobesitzer in den letzten Jahren wieder nach oben geklettert. Dies war auch im Jahre 2011 der Fall, allerdings nicht so drastisch, wie in den Jahren zuvor. 19.658 versicherte Fahrzeuge wurden gestohlen, also nur 0,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Diese Zahlen lieferte der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Die Polizei veröffentlicht jedoch andere Daten. Ihren Ergebnissen zufolge liegen 41.057 polizeilich erfasste Autodiebstähle vor, die GDV dagegen erfasst nur kaskoversicherte Fahrzeuge, die zum Diebesgut werden.

Bremer Autofahrer aufgepasst

In der Hauptstadt Berlin, zugleich die Hauptstadt der Autodiebe, gehen die Zahlen leicht zurück. Auch in anderen Städten wie Stuttgart, München, Dortmund und Bielefeld wechselten weniger Fahrzeuge unfreiwillig den Besitzer, in Hamburg (+18,9 %) und Bremen (+30%) allerdings stieg die Zahl der gestohlenen Fahrzeuge in erheblichem Maße an.

SUVs in allen Belangen auf dem Weg nach oben

Beim genaueren Studium der Statistik fallen zwei Tatsachen zuerst in Auge: So sind unter den Top-Ten der beliebtesten gestohlenen Fahrzeuge fünf Modelle aus dem SUV-Segment sowie fünf Fahrzeuge der Marke BMW. SUV-Modelle erfreuen sich in den letzten Jahren einer großen Beliebtheit, in den Verkaufsranglisten erreichen sie mit 15,6 Prozent allerdings nur den dritten Rang. Im Falle der Marke BMW wird vermutet, dass ihr sportlich-männliches Image den Käufern von Hehlerware besonders attraktiv erscheint.

Die prominente Diebstahl-Rangliste

Auf Platz 10 rangiert der VW T5 California, mit 7,1 Diebstählen pro 1000 Fahrzeugen.
Platz 9 bekommt der BMW 730d, (7,9/1000). Platz 8 erkämpft sich der Toyota Landcruiser 3.0 D-4D (8,2). Auf Platz 7 landet der BMW 535d (8,5). Platz 6 holt sich das BMW M3 Coupé (10,9).
Auf Platz 5 liegt der VW T4 Caravelle, auf Platz 4 der Toyota Landcruiser 3.0 D-4D EU (13,7). Die Bronzemedaille und Platz 3 gehen an den Lexus RX 400h (14,1). Der zweite Rang geht an die BMW X5/X6 3.0d (16,4). Beliebtestes Fahrzeug unter Autodieben sind die BMW-Modelle X5 und X6 3.0sd (16,7), diese Fahrzeuge werden als eine Baureihe geführt.

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Test – Wie verhalten sich bewegliche Gegenstände beim Bremsen?

Was passiert mit Gegenständen in einem Bus, der stark abbremst? Dieser Frage ist die Wissenssendung "Kopfball" nachgegangen

Was passiert mit Gegenständen in einem Bus, der stark abbremst? Dieser Frage ist die Wissenssendung "Kopfball" nachgegangen

Kaum jemand denkt über die alltäglichen Dinge genauer nach: Sitzt man in einem Auto, das plötzlich stark abbremst, wird man nach vorne in den Sicherheitsgurt gedrückt. Anders herum wird man in den Sitz gepresst, wenn das Fahrzeug stark beschleunigt. Welche physikalischen Gesetze dabei wirken, ist nicht jedem klar. Viele wissen noch, dass gute Bremsen dabei wichtig sind. Grundsätzlich sollten sich Käufer von Neu- und besonders Gebrauchtwagen nach dem Stand der Bremsleistung informieren. Vom Kleinwagen übers SUV zur Luxus-Limousine – Bei so vielen Angeboten im Internet wie beispielsweise auf www.mobile.de, kann immer mal ein schwarzes Schaf darunter sein. Doch selbst bei schlechten Bremsen wirken bestimmte Kräfte. Die Wissbegierigen aus der WDR-Wissens-Sendung „Kopfball“ wollten es genauer wissen und testeten zusammen mit dem Physiker Dr. Stefan Heusler von der Universität Münster verschiedene Situationen in einem Linienbus und kamen zu folgenden Ergebnissen:

Bei konstanten 30 km/h bewegt sich alles im Bus ebenfalls mit gleicher Geschwindigkeit. Plötzliches Bremsen verändert vieles. Ein an der Decke befestigtes Pendel schwingt nach vorne. Ein an einer Schnur befestigter Gummiball ist träge und behält zunächst die 30km/h-Geschwindigkeit. Dabei hängt der Ball am Seil schräg nach vorne. Springt man in einem fahrenden Bus in die Luft, während dieser im gleichen Moment stark abbremst, kann es gefährlich werden, da man stark nach vorn katapultiert wird.
Interessant ist auch die Bewegung eines Helium-Ballons im Bus: Dieser bewegt sich beim Bremsvorgang entgegen der Annahme nicht nach vorne, sondern nach hinten. Grund dafür sind die Luftmoleküle im Bus, die den Ballon umgeben. Sie bewegen sich nach vorne. Dadurch entsteht im vorderen Teil des Busses ein etwas höherer Luftdruck, der wiederum auf den leichten Helium-Ballon drückt. Dementsprechend bewegt er sich nach hinten.

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US-Markt: Zulassungen brechen ein – VW lacht sich ins Fäustchen

Audi und VW konnten rekordverdächtige Absätze auf dem US-amerikanischen Markt erzielen - Foto von: © Marco2811 - Fotolia.com

Audi und VW konnten rekordverdächtige Absätze auf dem US-amerikanischen Markt erzielen - Foto von: © Marco2811 - Fotolia.com

US-amerikanische Autobauhersteller haben es im Moment nicht leicht: General Motors und Ford mussten eindeutige Rückgänge hinnehmen. Wie es aussieht, sind die amerikanischen Bürger nicht mehr scharf auf den ganz großen Autokauf. Die Fachzeitschrift „Automotive News“ gab bekannt, dass die Autoverkäufe im Juli nur noch ein Plus von drei Prozent hatten, wohingegen das erste Halbjahr mit einem Plus von 15 Prozent recht gut lief.

Dennoch gibt es Lichtblicke – allerdings für die deutschen Autobauer. Audi und VW verbuchten rekordverdächtige Absätze. Audi blickt gar auf einen der besten Verkaufsmonat seit langem zurück. Mit einem 28-prozentigen Anstieg konnten die Ingolstädter 11 700 Autos absetzen. Und bei VW sah das nicht anders aus: die beste Bilanz in beinahe 40 Jahren in den USA – ein Anstieg um 27 Prozent auf 37 000 Autoverkäufe. VW-Landeschef Jonathan Browning zeigte sich beeindruckt. Nun geht es darum, weitere Pläne zu verfolgen. Bis 2018 möchte Volkswagen den Trend weiter ausbauen und bis dahin den US-Automarkt anführen.

Dabei sah es zu Anfang gar nicht so rosig aus für VW. Erst als man die Einstiegspreise senkte und mit neuen Modellen aufwartete, konnte man die US-Amerikaner von sich überzeugen. Dafür baute VW sogar ein Werk in Chattanooga, Tennessee, in dem derzeit rund 3 300 Arbeiter beschäftigt sind.

Allerdings ist der Markt alles andere als stabil. Selbst Größen wie BMW mussten ein Tief hinnehmen. Ohne die Tochter MINI hätte auch der bayrische Autobauer keine vier Prozent im Plus gesehen. Von Mercedes-Benz gibt es derweil noch nicht einmal Absatzzahlen. Bei US-eigenen Marken gab es ein sattes Minus. General Motors hat ganze sechs Prozent weniger verkauft, kommt demnach auf „nur“ 201 200 abgesetzte Fahrzeuge. Auch bei Ford ging der Absatz um vier Prozent auf 174 000 Autos zurück. Nur Chrysler, als drittgrößter US-Hersteller, kam noch auf 13 Prozent im Plusbereich mit 126 400 Wagen.

Hinter dem Steuer gut abgesichert

© Deyan Georgiev - Fotolia.com

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Die Zahlen sind erschreckend. Auf Deutschlands Straßen knallt es innerhalb von einer Minute fast fünf Mal. Beruhigend ist zunächst, dass dabei nicht immer Menschen verletzt wurden. Wenn die erste Schrecksekunde vorbei ist und klar ist, dass dieses mal nur das Blech gelitten hat, ist die Aufregung meist trotzdem groß. Hilfreich kann in diesem Fall eine Verkehrsrechtsschutzversicherung sein. Dies übernimmt für betroffene Versicherungsnehmer die Kosten für den Anwalt und das Gericht. Wer also Rechtsschutzversichert ist, geht kein finanzielles Risiko ein. Entweder muss der Gegner die Kosten übernehmen, oder die Versicherung. Je nachdem ob man vor Gericht eine Niederlage oder einen Erfolg erzielt. Eine Versicherung lohnt sich also, denn klar ist, dass diese Kosten eigentlich nie besonders niedrig ausfallen. So übernimmt die Versicherung auch die Kosten für den Anwalt, wenn es gar nicht erst zu einer Gerichtsverhandlung kommt. Je nach Angebot der Versicherung kann der Kunde noch andere Leistungen für sich in Anspruch nehmen. Spezielle Tarife gelten häufig für den Fahrspaß im Cabrio. Zum Beispiel auch den Rechtsschutz im Sachen- und Vertragsrecht. So werden auch Streitigkeiten in der Werkstatt, beim Leasing, oder beim Autokauf abgedeckt, die zum Beispiel aufgrund einer zu hohen Rechnung auftreten. Der Verkehrsrechtsschutz gilt je nach Tarif für die ganze Familie, oder nur als Fahrer-Rechtsschutz. Diesen Schutz können solche in Anspruch nehmen, die kein eigenes Auto haben. Denn mit dieser Versicherung ist man für jedes Fahrzeug versichert, das man fährt. Zusätzlich greift der Schutz auch, wenn man auf der Straße nur als Fahrradfahrer, oder Fußgänger unterwegs ist. Problematisch ist hier jedoch, dass die Versicherung nicht die Kosten für Streit übernimmt, der aufgrund von Vertrags- und Sachenrecht entsteht, wie zum Beispiel beim Mieten von Autos oder dem so genannten Carsharing. Versicherungen, die auch diese Leistungen bringen, sind nur der ADAC und die Arag Rechtsschutz.

Wissenschaft: Schadenskontrolle im Auto

© ub-foto - Fotolia.com

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Um in Zukunft noch zuverlässiger und detaillierter Beschädigungen in Fahrzeugen oder Maschinen zu erfassen und aufzuzeigen, hat sich eine Forschungsgruppe der Universität Bremen diesem Thema gewidmet. Im schnellen und überfüllten Verkehrsalltag kann es schnell passieren, dass kleinere Blechschäden auftreten. Oftmals jedoch werden solche Schäden erst Tage später festgestellt. Die Universität Bremen hat sich gemeinsam mit anderen Partnern bundesweit deshalb nun mit der Entwicklung neuer elektronischer Fahrzeugsysteme auseinandergesetzt. Den Besitzern der betroffenen Fahrzeuge sollen auch kleinste Beschädigungen dadurch sofort angezeigt werden. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert das Projekt mit über einer Million Euro.

Die Elektronik im Auto war bisher bereits dazu in der Lage, etliche Fehler an den wichtigen Funktionsteilen festzustellen. Allerdings endeten die Möglichkeiten dieser Elektronik bisher auch an der Karosserie. Genau diese Informationslücke ist es, die die Forschungsgruppe „Elektronische Fahrzeugsysteme“ schließen will. Das Forschungsprojekt dazu nennt sich „Konfigurierbares elektronisches Schadenidentifikationssystem“. 

Die Idee hierbei ist, dass die Schadenskontrolle auf der Auswertung von Körperschallsignalen basieren soll. Fortwährend sollen dabei also die Bauteile einer Materialprüfung unterzogen werden. Mit Hilfe eines Sensornetzwerks, dass sich dann an der Karosserie befindet, sollen sogar die Schwere und der Ort des Schadens eingeschätzt werden können. Solche Sensorknoten halten auch noch weitere, zukunftsweisende Nutzungsmöglichkeiten bereit, die später zur Verbesserung des Personen- und Passantenschutzes beitragen können. Das System soll keinesfalls einseitig genutzt, sondern modular aufgebaut werden, um so auch für andere Anwendungen vielseitig nutzbar zu sein.

Die Bedingungen, um solch ein Schadenkontrollsystem zu nutzen, sind relativ unkompliziert. Das Nachrüsten geht hier einfach vonstatten, aber auch eine direkte Einbindung in die Fahrzeugproduktion soll möglich sein.