Volvo greift an: Concept-Car auf IAA

Volvo zeigte auf der IAA eine von drei neuen Studien.

Volvo zeigte auf der IAA eine von drei neuen Studien.

Auf der diesjährigen IAA in Frankfurt a. M. zeigte der schwedische Automobilhersteller Volvo ein progressives Concept Coupé in typisch skandinavischem Design. Das Fahrzeug ist ein Mix aus Tradition und Moderne.

Volvo Concept Coupé: Ein Ausblick auf die nächsten Generation

Die erste von insgesamt drei Studien feierte in Frankfurt Weltpremiere. Das Concept Coupé, das aus der Feder des ehemaligen VW-Designers Thomas Ingenlath stammt, der jetzt Senior Vice President Design bei Volvo ist, kommt mit dynamischen Proportionen, die besonders in der Seitenansicht deutlich werden. Das Konzeptauto gibt Aussicht auf die zukünftige Formensprache der Volvo-Modelle, wie z.B. für den Volvo XC90, der Ende 2014 präsentiert wird. Man arbeite jedoch noch an einer endgültigen Gestaltung des Kühlergrills und des Markenlogos, das man mit dem neuen XC90 nächstes Jahr dann vorstellen wolle, hieß es bei Volvo.

Modern, futuristisch, elegant

Beim Concept Coupé, in dem sich auch Elemente des 1960er-Coupé-Klassikers Volvo P1800 widerfinden, ist der Abstand zwischen Armaturenbrett und Vorderachse gewachsen, dafür wurde die Fahrerkabine leicht nach hinten versetzt. Sportlich elegant wirkt der Wagen besonders durch seine dynamische Dachlinie, die niedrige Motorhaube und die 21 Zoll großen Räder. Die Front wird dominiert von der neuen Motorhaube und den Scheinwerfern mit horizontalen, T-förmigen Tagfahrleuchten. Das wirkt futuristisch.
Im Innenraum setzt Volvo mit handgefertigten Elementen, wie z. B. einer ledernen Instrumententafel, Akzente. Dunkelblaue Teppiche, Metallapplikationen und Einsätze aus Holz wirken luxuriös. Im Cockpit dominiert ein großer Touchscreen, der mit der digitalen Instrumentenanzeige sowie dem Head-up-Display interagiert.

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IAA 2013: Vans sind „out“

Der klassische Familienvan hat ausgedient.

Der klassische Familienvan hat ausgedient.

Vans haben in den vergangenen Jahren an Attraktivität bei den Autokäufern eingebüßt. Zwar sind familientaugliche Fahrzeuge mit viel Platz, einer hohen Sitzposition und Flexibilität nach wie vor gefragt, aber der klassische Van scheint ausgedient zu haben. Die Großraumlimousinen zählen definitiv zu den Verlierern auf dem Markt – je größer sie sind, desto weniger Zulassungszahlen gibt es. Auf der IAA in Frankfurt am Main präsentieren einige Autohersteller schon die nächste Generation der Vans. Crossover ist das Stichwort.

Renault plant neuen Espace

Renault, der eine Neuauflage seines Espace als Crossovermodell plant, zeigt auf der IAA 2013 mit einem Konzeptfahrzeug schon mal, wie man sich den neuen Espace in Frankreich vorstellt. Der Einfluss von SUV / Geländewagen ist unverkennbar: große Räder, stark betonte Radläufe, gewachsene Bodenfreiheit und 4,85 Meter Länge. Man wolle den neuen Espace als „Flaggschiff an die Grenze zur Oberklasse“ positionieren.

VW orientiert sich am US-Markt

Auch bei anderen Automobilkonzernen arbeitet man daran, dem Van eine neue Richtung zu geben. Während BMW an einem Hochdachmodell mit Frontantrieb namens „Active Tourer“ bastelt, das auf einer gänzlich neuen Plattform basieren soll, plant man bei VW einen neuen großen Geländewagen, der sich preislich irgendwo zwischen Tiguan und Touareg bewegen soll. Die Wolfsburger orientieren sich dabei am nordamerikanischen Markt, wo SUVs und Crossovermodelle bei den sogenannten „Soccer Moms“, die ihre und die Nachbarskinder zum Fußballtraining fährt, deutlich beliebter sind als Großraumlimousinen. Der Van-Variante des Erfolgsmodells Golf verpasst Volkswagen auch gleich einen neuen Namen: Aus Golf Plus wird künftig Sportsvan.
Auch in Asien hat man das Problem mit den Vans erkannt. So baut Kia seinen Soul als hippen Wagen mit Ecken und Kanten – Image Familienkutsche ade.

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ARAL-Studie: Jeder Vierte vor Autokauf

Der deutsche Automarkt macht im europäischen Vergleich eine gute Figur

Der deutsche Automarkt macht im europäischen Vergleich eine gute Figur

„Trends beim Autokauf“ – So nennt sich eine aktuelle Studie von Aral, die die Kauflaune und -gewohnheiten in Europa unter die Lupe nimmt. Sie ergab, dass knapp 26 Prozent der Deutschen sich innerhalb der nächsten eineinhalb Jahren ein Auto kaufen wollen.

Deutschland trotzt europäischer Flaute

Angesichts einer anhaltenden Flaute auf den europäischen Neu- und Gebrauchtwagenmärkten sind diese Zahlen wenigstens ein kleines licht am Ende des Tunnels, auch wenn sich von den Kaufwilligen lediglich zehn Prozent einen Neuwagen zulegen wollen. Der Trend ist klar: 23 000 maximal wollen die Deutschen für ein Fahrzeug ausgeben, für einen Kleinwagen nur 14 100 Euro. Frauen sind in dieser Statistik der ausschlaggebende Faktor, denn bei ihnen stieg der Wunsch nach einem Fahrzeug von 23 auf 26 Prozent an, während der Trend bei den Männern leicht von 28 auf 26 Prozent fiel.

VW beliebt, Limousinen fallen zurück 

Die Führungsposition bei den favorisierten Autoherstellern nimmt, übrigens seit Start der regelmäßigen Erhebung vor zehn Jahren, Volkswagen mit 18 Prozent ein. Auf den weiteren Plätzen folgen Opel (10 Prozent) sowie Ford (8 Prozent).

Einen Rückschlag innerhalb der Statistik müssen die japanischen Händler im Volumensegment hinnehmen. Ihr Anteil sank innerhalb von nur zwei Jahren um sieben Punkte von 16 auf neun Prozent. Seit dem Jahr 2003 war der Wert für die Japaner nicht mehr so schwach.

Auch bei der Karosserieform hat sich inzwischen etwas getan. Zum ersten Mal wurde die klassische Limousine vom Kombi überholt. Hier stehen 28 Prozent, die sich für die Familiengröße entscheiden wollen, 25 Prozent für die Limousine gegenüber. Auch die Kleinwagen konnten am vorherigen Führungssegment vorbeiziehen (26 Prozent Interessierte).

Auto auf Pump

Eine weitere Sparte, die Aral in seiner Studie abdeckt, ist die Bezahlung des gekauften Fahrzeugs. Der starke Anstieg der Finanzierung scheint angesichts der niedrigen Zinsen keine große Überraschung zu sein. Heutzutage begleicht jeder zweite Autokäufer seine Rechnung auf diese Art, vor acht Jahren war es noch jeder zehnte. Sollte man sich doch zu einem Barkauf entscheiden, dann sind die Erwartungen an die Rabatte deutlich gestiegen. Sollte der Händler keinen Rabatt von 14 Prozent gewähren, dann sind immerhin 56 Prozent der potenziellen Käufer dazu bereit, sich einen anderen Händler zu suchen. Weiter Statistiken, die aus der Umfrage resultierten, stehen hier bereit.

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VCD-Umweltliste sieht goldene Zukunft für kleine Erdgasautos

Erdgasantrieb deutlich weiter als Elektrofahrzeuge

Erdgasantrieb deutlich weiter als Elektrofahrzeuge

Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) prophezeit den sparsamen Erdgasautos eine rosige Zukunft. Im Gegensatz dazu äußerte man sich eher zurückhaltend zum aktuellen Stand der Entwicklung bei Elektroautos. Diese seien noch ein weites Stück vom tatsächlichen Allgemeingebrauch entfernt, also noch längst nicht so gesellschaftsfähig wie es vor Jahren prophezeit worden war.

Erdgas vorbildlich, Elektroantriebe enttäuschend

An der Spitze der VCD-Umweltliste 2013/14 stehen dementsprechende drei Erdgas-Modelle aus dem Hause Volkswagen: VW eco up, Seat Mii Ecofuel und Skoda Citigo CNG Green tec. stoßen nur 79 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer in die Atmosphäre und schaden damit dem Klima am wenigsten. Insbesondere stammen die drei Modelle zwar offiziell von verschiedenen Herstellern, sind aber als VW-Töchter alle drei baugleich.
Das Ergebnis insgesamt brachte zu Tage, dass 45 der 400 getesteten Modelle den Flottengrenzwert von 95 Gramm Kohlendioxid unterschreiten konnten. Erst 2020 werden diese EU-Richtlinien zur Anwendung kommen, bis dahin sollten sich alle Hersteller diesen Werten angenähert, bzw. sich ihnen angepasst haben. Ein Ziel, dass alle Neuwagen betreffen wird, Limousinen wie hier, wird also in der Form voraussichtlich nicht mehr geben können.

Vorbild Toyota

Momentan jedoch hätten sich die Bundesregierung und zahlreiche Experten bei der Umsetzung dieser Ziele zu sehr auf die Premiumsegmente beschränkt, so die Kritik von VCD-Experte Gerd Lottsiepen. Viel mehr sollte man sich an dem japanischen Beispiel von Toyota orientieren, die momentan mehr als ansehnliche Gewinne mit kleinen, sparsamen Fahrzeugen vorweisen können. Auch bei den sogenannten Familienautos mit mehr als fünf Sitzen steht Toyota ganz oben auf dem VCD-Treppchen, die Modelle Toyota Prius Hybrid und Toyota Prius plus Hybrid führen die Liste an, auf Platz drei folgt der Citroen C4 Picasso e-HDI 90 airdream ETG6.
Elektroautos müssten noch viel an sich arbeiten, insbesondere was das Thema Reichweite und Energieverbrauch angeht gebe es Nachholbedarf.

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Biokraftstoffe als Alternative – Biodiesel und Erdgas

Biokraftstoffe haben leider oft Nachteile

Biokraftstoffe haben leider oft Nachteile

Wir wollen gern mehr an unsere Umwelt denken und auch Nachhaltigkeit ist für unsere Gesellschaft ein immer wichtigeres Thema geworden. Schon seit geraumer Zeit beschäftigen sich auch die Autobauer mit dem Thema und konnten mit einigen Alternativen zum herkömmlichen Benzin  aufwarten. Wirklich durchsetzen konnten sie sich jedoch bisher nicht.

Der Grund für das bisher noch nicht ganz so ausgeprägte Interesse an Alternativen zu Diesel oder Benzin ist sicher die nicht vorhandene Kompromissbereitschaft der Gesellschaft. Kein Wunder, denn schließlich muss man bei nahezu allen Alternativen ein paar nicht unerhebliche Abstriche machen.

Biodiesel aus Raps …

Biodiesel gehört zu den biosysthetischen Kraftstoffen. Er wird aus Rapsöl gewonnen.
Jedes Dieselfahrzeug könnte theoretisch mit dem CO- und HH-Emissionen reduzierenden Alternativkraftstoff fahren, jedoch erhalten viele Fahrzeuge, die über einen serienmäßigen Partikel Filter verfügen, keine Freigabe. Momentan ist Biodiesel als Beigabe im herkömmlichen Dieselkraftstoff mit bis zu sieben Volumenprozent vorhanden.

Aber nicht nur Raps wird für die Gewinnung von Alternativkraftstoffen genutzt. Auch Mais, Ölsamen, Soja, Sonnenblumen, Weizen, Zuckerrohr, Zuckerrüben oder auch Gülle, aus organischen Stoffen hergestellt, werden für die Herstellung von alternativen Kraftstoffen genutzt. 2010 lag dessen Marktanteil bei 5,8 Prozent. Jedoch werden Biokraftstoffe immer nur unterstützend und nicht als Primärkraftstoff verwendet.
Bisher ist es umstritten, ob Biodiesel wirklich zur Verbesserung des Klimas beitragen kann, denn auch indirekte Emissionen spielen eine Rolle für die Umwelt.

Erdgas

Um mit Erdgas fahren zu können, muss das Auto dementsprechend ausgestattet werden. Erdgas besteht zu großen Teilen aus Methan. Im Vergleich zu Benzin ist Erdgas definitiv umweltfreundlicher. Auch Diesel oder Flüssiggas können da nicht mithalten.
Benzinbetriebene Fahrzeuge können nachträglich umgerüstet werden. Problematisch ist nur, dass der relativ große Gastank untergebracht werden muss. Oft muss der Kofferraum dann dran glauben. Nach ungefähr 50.000 Kilometern hart man die Kosten wieder raus.

Der große Nachteil ist die noch nicht flächendeckende Verteilung der Gasttankstellen. Nicht überall sind diese vertreten und oft haben sie eingeschränkte Öffnungszeiten.

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Neue Dieselzapfsäulen im Testlauf

Weniger Emissionen - Neuer kraftstoff

Weniger Emissionen - Neuer kraftstoff

Die Verschärfung der Abgasnorm Euro 6 ab September 2014 ist beschlossene Sache. Nun sollen in einem weiteren Schritt ab September 2015 in Deutschland und Europa ausschließlich Fahrzeuge in Deutschland und Europa zugelassen werden, welche die Euro 6 einhalten. Die Anforderungen an Auto- und Kraftstoffhersteller münden in der Verwendung von SCR-Katalysatoren, welche Stickoxyde mit Hilfe von Ad Blue, einer auf Harnstoff basierenden wässrigen Lösung, wieder in die ungefährlichen Stoffe Wasser und Stickstoff umwandeln.

Schont die Umwelt und spart Geld

Alle Fahrzeuge, die zukünftig mit dem sogenannten SCR-Katalysator ausgestattet sein werden, benötigen die neue Kraftstoffkomponente AdBlue. Shell testet daher über einen Zeitraum von zwölf Monaten mit neuen Zapfsäulen. Auch andere Kraftstofflieferanten bieten AdBlue bereits an. Wer sich zur Zeit zum Beispiel auf mobile.de nach einem Diesel umschaut, sollte die zukünftigen Richtwerte unbedingt im Hinterkopf behalten, denn hier müssen zumindest die Abgasnormen für Gebrauchtwagen eingehalten werden.

Schont die Umwelt und spart Geld

Ein Wagen der mit SCR-Katalysator ausgestattet ist tankt AdBlue und trägt damit nicht nur dazu bei, dass die Emissionszahlen sinken, sondern spart dabei auch noch Kraftstoff. Im Durchschnitt liegen die Verbrauchszahlen nämlich nur bei 1,7 Liter Diesel pro 100 Kilometer.  Das sind immerhin ca. fünf Prozent weniger Verbrauch.

Durch die Einstufung des Fahrzeugs in eine höhere Euronorm fallen übrigens auch eventuelle Mautgebühren in den meisten Fällen geringer aus. Zusätzlich ist mit einer Reduzierung der Fahrzeugsteuern um drei bis acht Prozent zu rechnen.

Die neuen Emissionsvorschriften sind damit nicht nur eine saubere, sondern auch finanziell lohnende Sache.

AdBlue wird automatisch in die Abgase eingespritzt. Der Selective Catalytic Redusction (SCR)-Umwandler spaltet die NOx-Emissionen in Stickstoff und normales Wasser auf.

Insbesondere LKW’s, welche den Emissionsstandard 4 und 5 nutzen, verwenden AdBlue.

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Pannenstatistik – Die häufigsten Mängel

Die Pannestatistik hilft bei der Kaufentscheidung.

Die Pannestatistik hilft bei der Kaufentscheidung.

Auch in diesem Jahr gibt es Gewinner und Verlierer bei der ADAC Pannenstatistik.  Der ADAC deckt jährlich große Mängel an den verschiedensten Modellen auf und weist auch diesmal wieder auf Wagen hin, welche besonders schlecht abgeschnitten haben. Unter anderem gehören große Namen wie Fiat, Ford und VW dazu.

Viele Batteriedefekte

Eine Panne kann viele Ursachen haben – in diesem Jahr war die Batterie das Hauptproblem. Jeder dritte Defekt an einem der getesteten Wagen wurde auf einen Fehler innerhalb der Batterie zurückgeführt. Diese sind häufig auf eine mangelhafte Konzeption des elektrischen fahrzeug-Managements zurückzuführen.
Ein Wagen mit integrierter Start-Stopp-Automatik muss immer mit einer speziellen AGM-Starterbatterie ausgestattet sein. Diese spezielle Batterie kann jedoch schnell zu warm werden, wenn sie im Motorraum installiert wurde. Bei zu viel Hitze, wird sie natürlich auch dementsprechend schneller kaputt gehen.

Günstig kann auch gut sein

Ein anderes großes Ärgernis sind die fehlenden sogenannten „Pfennigartikel“. Insbesondere bei Fahrzeugen aus dem unteren Preissegment, wie zum Beispiel dem Honda Jazz oder auch Chevrolet Matiz, sorgt dies für einen schlechten Zuverlässigkeitswert. Dabei muss das nicht sein – Der Nissan Micra ist eines der Top-Angebote, denn er steht als bester Kleinwagen bei der ADAC Pannenstatistik 2013 ganz oben auf dem Siegertreppchen.

Kriterin für die Pannenstatistik

Insgesamt sind es zwölf Modelle, welche in die Kritik geraten sind. Die Hersteller sollten umgehend reagieren, den die Pannenstatistik ist laut ADAC nicht unerheblich für die Kaufentscheidung vieler Autofahrer.
Zu seinen Ergebnissen kommt der ADAC übrigens durch die Auswertung von 500.000 Pannen aus dem Jahr 2012. In die Wertung gehen nur technische Pannen ein. Weitere Kriterien sind, dass die Autos in drei aufeinander folgenden Jahren nicht verändert gebaut wurden, sie in einem dieser drei Jahre mindestens 10.000 Mal zugelassen worden sein müssen und sie nicht älter als sechs Jahre alt sind.
93 Modellreihen wurden damit in der Statistik berücksichtigt.

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Mineralölsteuer auf Rekordniveau

Die Mineralölsteuer fült dem Staat die Kasse

Die Mineralölsteuer fült dem Staat die Kasse

Als Autofahrer hat man es in Deutschland schon lange nicht mehr einfach. Zu den ohnehin schon hohen Kraftstoffkosten kommen Steuern, die tatsächlich den drittgrößten posten im Steueraufkommen ausmachen.

Tanken für den Staat

Konkret sind das momentan pro Liter unverbleitem Benzin 65 Cent Mineralölsteuer. Damit aber nicht genug, denn oben drauf kommen noch 19 Prozent Mehrwertsteuer. Bei einer Tankfüllung für 100 Euro landen somit mal eben 60 Euro in der Staatskasse. Die aktuelle Energiesteuer löste die vorherige Mineralölsteuer ab. Konkret werden mit ihr fossile Brennstoffe wie Kohle, Öl und Gas sowie Rohstoffe wie Pflanzenöle und Biodiesel besteuert.

Diese Steuer hat Tradition

Der Name wurde schon mehrfach geändert, die Steuer gibt es jedoch schon ziemlich lange. Schon 1879 wurde der sogenannte Petroleumzoll eingeführt und 1930 als Mineralölsteuer geführt. Schon sechs Jahre später war sie stark angestiegen.
Ausgedehnt wurde die Steuer 1939 auf Dieselöl, 1951 auf Produkte der Petrochemie und 1960 auch auf Heizöle.
Schon 1951 gingen mehr als sieben Cent pro Liter Benzin an den Staat. Nach oben kletterten die Zahlen weiterhin. In den siebziger Jahren waren es rund 20 Cent pro Liter.
1991 ging es dann erst richtig zur Sache In dem Jahr wurde die Steuer von einem Tag auf den anderen um 11,25 Cent erhöht. Mittlerweile lag der Wert bei 42 Cent pro Liter Benzin. Knapp zwei Jahre später kletterte die Steuer um weitere 8 Cent unter der Regierung von Helmut Kohl. Den Rest erledigte die rot-grüne Koalition später, indem sie noch einmal 15 Cent Ökosteuer oben drauf packte.

Steigt der Benzinpreis, zahlt der Autofahrer auch dem Staat mehr, denn die Mehrwertsteuer fällt prozentual an. Folglich ist es für die Regierung nicht unbedingt schädlich wenn die Kosten für Kraftstoff mal wieder auf Rekordniveau klettern.

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ZOE, der günstige Elektro-Renault

Renault mit neuem Elektroauto

Renault mit neuem Elektroauto

Am 08. Juni ist es so weit – Renault bringt seinen mittlerweile vierten mit Batterie angetriebenen Wagen in Deutschland auf den Markt.  Der Renault ZOE ist mit einem Einstiegspreis von 21.700 Euro ein weiteres umweltfreundliches Gefährt, das sich auch Normalverbraucher leisten können.
Renaults unschlagbares Angebot hat natürlich einen großen Zweck – der französische Autohersteller möchte mit seinem neuen Modell seine Stellung im Elektromarktsegment stärken und gleichzeitig auch ausbauen.  Schon 2012 etablierte sich Renault mit einem Marktanteil von 25,3 Prozent als Marktführer.

Frankreich feiert den ZOE

In Frankreich ist der ZOE schon zu haben und erzielte bereits sehr gute Verkaufsergebnisse. Seit dem Verkaufsstart wurden 2.395 Modelle der kompakten Elektrolimousine in Frankreich verkauft. Kein Wunder, denn schließlich ist schon allein das Modell der Limousine ein Fahrzeug der besonderen Art – kommt hier jedoch noch der Anspruch hinzu die Umwelt zu schonen.

 

Elektrotechnik in der Großserie

Mit dem ZOE hat Renault es erstmals geschafft, die Elektrotechnik für einen Großserie umzusetzen. Konkret geht es dabei zum Beispiel um das patentierte Ladesystem „Chameleon® Charger“, welches es möglich macht, dass die Batterie des ZOE auf vier verschiedene Arten Energie bekommt. Auch dazu zählt die Möglichkeit der Schnellladung. In nur 30 Minuten ist der ZOE an einer 400-Volt-Station aufgeladen. Die Klimatisierung wurde übrigens nach dem Prinzip einer Wärmepumpe umgesetzt und ist damit extrem energiesparend.

Die Deutschen wollen Elektroautos

Wie gut der ZOE hier in Deutschland ankommt bleibt abzuwarten, die Prognosen sind jedoch hervorragend. Mittlerweile scheint das System Elektroantrieb auch in den Köpfen der Deutschen angekommen zu sein. Nach einer von Renault in Auftrag gegebenen Studie der Gfk (Gesellschaft für Konsumforschung) liebäugelt bereits jeder vierte Deutsche mit der Idee bei seiner nächsten Autoanschaffung auf Elektrotechnik zu setzen.

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Erst KdF-Wagen, dann Käfer – Ein Rückblick

Kleine Käfergeschichte

Kleine Käfergeschichte

Der VW Käfer galt schon als er neu war als verbesserungsbedürftig. Immer gab es etwas zu verändern, neu zu überdenken und zu kritisieren – Kult ist der Käfer trotzdem und das damals wie auch heute noch. Auf fast 70 Jahre Produktionszeit kann der Wagen zurückschauen, nun ist jedoch endgültig Schluss. In diesem Sommer soll das letzte Exemplar des Käfers im VW-Werk in Puebla Mexiko gebaut werden. Ein kleiner Rückblick:

Grundstein 1931

Schon 1931 wurde der Grundstein für das putzige Auto gelegt. Der Konstrukteur Ferdinand Porsche entwarf ein Exposé, welches die Grundidee des Käfers hervorbrachte. Er nahm weitere Änderungen daran vor, auf die Straße gebracht wurden dieses Exemplare jedoch in dieser Form nie.
1934 schloss jedoch der Reichsverband der Automobilbranche mit Porsche einen Vertrag, welcher die Entwicklung eines „Volkswagens“ zum Ziel haben sollte.

1935 der erste Prototyp

1935 war der erste Prototyp fertig. Vergleichbar war dieses Exemplar nicht unbedingt mit den späteren Käfer-Modellen. Von der Technik und der kugeligen Form her, war damit bereits eine Art Basis des zukünftigen Käfers geschaffen. Hitler zeigte 1937 großes Interesse an dem Wagen und taufte ihn anschließend „kdF-Wagen“ (“Kraft durch Freude“). 1938 sollte für die anstehende Produktion in Fallersleben ein Automobilwerk gebaut werden.

Kriegszeit ist keine Käferzeit

Der zweite Weltkrieg kam dazwischen und legte die Produktionspläne erst einmal wieder auf Eis. Geplant war der Bau von 500.000 Volkswagen jährlich. Umgesetzt wurden in den Kriegsjahren jedoch nur einige hundert Stück. Hauptsächlich wurde die Technik nämlich für den Bau von Militärfahrzeugen genutzt. Ganze 60.000 Schwimm- und Kübelwagen wurden mit der Volkswagentechnik ausgestattet.

1938 bekam der Käfer seinen Namen

Das Werk überstand den Krieg in keinem guten Zustand, die Erfolgsgeschichte des Käfers konnte trotzdem nach und  nach wieder aufleben. Wolfsburg wurde die neue Heimat des kleinen Flitzers. Schon 1947 begann der Export. Zuerst gingen einige Käfer in die Niederlande, später wurde dann auch die USA mit den Volkswagen versorgt.
Zu seinem Namen kam das Gefährt übrigens auch erst durch die Amerikaner. 1938 soll die Bezeichnung erstmals in der New York Times verwendet worden sein.

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