Mineralölsteuer auf Rekordniveau

Die Mineralölsteuer fült dem Staat die Kasse

Die Mineralölsteuer fült dem Staat die Kasse

Als Autofahrer hat man es in Deutschland schon lange nicht mehr einfach. Zu den ohnehin schon hohen Kraftstoffkosten kommen Steuern, die tatsächlich den drittgrößten posten im Steueraufkommen ausmachen.

Tanken für den Staat

Konkret sind das momentan pro Liter unverbleitem Benzin 65 Cent Mineralölsteuer. Damit aber nicht genug, denn oben drauf kommen noch 19 Prozent Mehrwertsteuer. Bei einer Tankfüllung für 100 Euro landen somit mal eben 60 Euro in der Staatskasse. Die aktuelle Energiesteuer löste die vorherige Mineralölsteuer ab. Konkret werden mit ihr fossile Brennstoffe wie Kohle, Öl und Gas sowie Rohstoffe wie Pflanzenöle und Biodiesel besteuert.

Diese Steuer hat Tradition

Der Name wurde schon mehrfach geändert, die Steuer gibt es jedoch schon ziemlich lange. Schon 1879 wurde der sogenannte Petroleumzoll eingeführt und 1930 als Mineralölsteuer geführt. Schon sechs Jahre später war sie stark angestiegen.
Ausgedehnt wurde die Steuer 1939 auf Dieselöl, 1951 auf Produkte der Petrochemie und 1960 auch auf Heizöle.
Schon 1951 gingen mehr als sieben Cent pro Liter Benzin an den Staat. Nach oben kletterten die Zahlen weiterhin. In den siebziger Jahren waren es rund 20 Cent pro Liter.
1991 ging es dann erst richtig zur Sache In dem Jahr wurde die Steuer von einem Tag auf den anderen um 11,25 Cent erhöht. Mittlerweile lag der Wert bei 42 Cent pro Liter Benzin. Knapp zwei Jahre später kletterte die Steuer um weitere 8 Cent unter der Regierung von Helmut Kohl. Den Rest erledigte die rot-grüne Koalition später, indem sie noch einmal 15 Cent Ökosteuer oben drauf packte.

Steigt der Benzinpreis, zahlt der Autofahrer auch dem Staat mehr, denn die Mehrwertsteuer fällt prozentual an. Folglich ist es für die Regierung nicht unbedingt schädlich wenn die Kosten für Kraftstoff mal wieder auf Rekordniveau klettern.

Bilderrechte: © beermedia – Fotolia.com

Kommentieren