Elektro-Zweisitzer ein Flop?

Elektro-Zweisitzer © Thomas Kleber - Fotolia.com

Elektro-Zweisitzer © Thomas Kleber - Fotolia.com

Elektro-Autos sind weiterhin im Kommen. Daran lassen Hersteller keinen Zweifel. Einen kleinen Rückschlag mussten die E-Car-Entwickler nun allerdings hinnehmen. Laut einer Studie des CAR Centers der Universität Duisburg-Essen ist das Interesse zumindest an motorradähnlichen Ein- und Zweisitzern mit Elektroantrieb so gut wie gar nicht vorhanden. Dabei sollte gerade dieser Markt doch durch die kleinen Elektro-Flitzer erobert werden.

Renault entwickelte dafür den batteriebetriebenen “Twizy”, ein Zweisitzer halb Auto halb Motoroller, der 2012 zu haben sein wird. Der Elektro-Mini sollte vor allem das Fahren in Großstädten vereinfachen und verbessern. Auch Volkswagen und Opel haben ähnliche Konzepte in den Startlöchern. Ob die angesichts der neuesten Studie aber ins Ziel kommen werden, ist fraglich. Dabei wurden repräsentativ ausgewählte Personen zu ihrer Einstellung zu Elektroautos befragt, während eines längeren Praxistest beobachtet, um am Ende eine weitere Meinung einzuholen. Das Ergebnis brachte Ernüchterung. Dennoch war die Kaufbereitschaft anschließend deutlich höher als zuvor. Diese wird aber immer noch durch die vergleichsweise hohen Kosten für E-Cars negativ beeinflusst.

Die hohen Preise werden durch den Nutzen nicht aufgefangen und bilden eine unüberwindbare Hürde. Dennoch bleibt ein grundsätzliches Interesse an Elektro-Fahrzeugen, die auch durch die vergleichsweise geringe Fahrreichweite nicht negativ beeinflusst wird. In der Studie zeigte sich jedoch, dass sich der größte Teil der Versuchspersonen erst nach längeren Probefahrten und nach genauen Einweisungen in die Stromlademöglichkeiten von der Technologie überzeugt waren. Somit lässt sich daraus schließen, dass zwar eine grundsätzliche Neugierde gegenüber Elektro-Autos vorhanden ist, dass aber die Überwindung der Nutzung noch zu hoch ist. Eine Nutzung ohne entsprechende Verpflichtung wie es durch das so genannte Carsharing möglich wäre, würde den Markt für die  Nutzung von Batterie-Autos weiter verbreitern und so womöglich potenzielle Käufer anlocken.

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