Archiv für die Kategorie „Statistiken“

ARAL-Studie: Jeder Vierte vor Autokauf

Der deutsche Automarkt macht im europäischen Vergleich eine gute Figur

Der deutsche Automarkt macht im europäischen Vergleich eine gute Figur

„Trends beim Autokauf“ – So nennt sich eine aktuelle Studie von Aral, die die Kauflaune und -gewohnheiten in Europa unter die Lupe nimmt. Sie ergab, dass knapp 26 Prozent der Deutschen sich innerhalb der nächsten eineinhalb Jahren ein Auto kaufen wollen.

Deutschland trotzt europäischer Flaute

Angesichts einer anhaltenden Flaute auf den europäischen Neu- und Gebrauchtwagenmärkten sind diese Zahlen wenigstens ein kleines licht am Ende des Tunnels, auch wenn sich von den Kaufwilligen lediglich zehn Prozent einen Neuwagen zulegen wollen. Der Trend ist klar: 23 000 maximal wollen die Deutschen für ein Fahrzeug ausgeben, für einen Kleinwagen nur 14 100 Euro. Frauen sind in dieser Statistik der ausschlaggebende Faktor, denn bei ihnen stieg der Wunsch nach einem Fahrzeug von 23 auf 26 Prozent an, während der Trend bei den Männern leicht von 28 auf 26 Prozent fiel.

VW beliebt, Limousinen fallen zurück 

Die Führungsposition bei den favorisierten Autoherstellern nimmt, übrigens seit Start der regelmäßigen Erhebung vor zehn Jahren, Volkswagen mit 18 Prozent ein. Auf den weiteren Plätzen folgen Opel (10 Prozent) sowie Ford (8 Prozent).

Einen Rückschlag innerhalb der Statistik müssen die japanischen Händler im Volumensegment hinnehmen. Ihr Anteil sank innerhalb von nur zwei Jahren um sieben Punkte von 16 auf neun Prozent. Seit dem Jahr 2003 war der Wert für die Japaner nicht mehr so schwach.

Auch bei der Karosserieform hat sich inzwischen etwas getan. Zum ersten Mal wurde die klassische Limousine vom Kombi überholt. Hier stehen 28 Prozent, die sich für die Familiengröße entscheiden wollen, 25 Prozent für die Limousine gegenüber. Auch die Kleinwagen konnten am vorherigen Führungssegment vorbeiziehen (26 Prozent Interessierte).

Auto auf Pump

Eine weitere Sparte, die Aral in seiner Studie abdeckt, ist die Bezahlung des gekauften Fahrzeugs. Der starke Anstieg der Finanzierung scheint angesichts der niedrigen Zinsen keine große Überraschung zu sein. Heutzutage begleicht jeder zweite Autokäufer seine Rechnung auf diese Art, vor acht Jahren war es noch jeder zehnte. Sollte man sich doch zu einem Barkauf entscheiden, dann sind die Erwartungen an die Rabatte deutlich gestiegen. Sollte der Händler keinen Rabatt von 14 Prozent gewähren, dann sind immerhin 56 Prozent der potenziellen Käufer dazu bereit, sich einen anderen Händler zu suchen. Weiter Statistiken, die aus der Umfrage resultierten, stehen hier bereit.

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Pannenstatistik – Die häufigsten Mängel

Die Pannestatistik hilft bei der Kaufentscheidung.

Die Pannestatistik hilft bei der Kaufentscheidung.

Auch in diesem Jahr gibt es Gewinner und Verlierer bei der ADAC Pannenstatistik.  Der ADAC deckt jährlich große Mängel an den verschiedensten Modellen auf und weist auch diesmal wieder auf Wagen hin, welche besonders schlecht abgeschnitten haben. Unter anderem gehören große Namen wie Fiat, Ford und VW dazu.

Viele Batteriedefekte

Eine Panne kann viele Ursachen haben – in diesem Jahr war die Batterie das Hauptproblem. Jeder dritte Defekt an einem der getesteten Wagen wurde auf einen Fehler innerhalb der Batterie zurückgeführt. Diese sind häufig auf eine mangelhafte Konzeption des elektrischen fahrzeug-Managements zurückzuführen.
Ein Wagen mit integrierter Start-Stopp-Automatik muss immer mit einer speziellen AGM-Starterbatterie ausgestattet sein. Diese spezielle Batterie kann jedoch schnell zu warm werden, wenn sie im Motorraum installiert wurde. Bei zu viel Hitze, wird sie natürlich auch dementsprechend schneller kaputt gehen.

Günstig kann auch gut sein

Ein anderes großes Ärgernis sind die fehlenden sogenannten „Pfennigartikel“. Insbesondere bei Fahrzeugen aus dem unteren Preissegment, wie zum Beispiel dem Honda Jazz oder auch Chevrolet Matiz, sorgt dies für einen schlechten Zuverlässigkeitswert. Dabei muss das nicht sein – Der Nissan Micra ist eines der Top-Angebote, denn er steht als bester Kleinwagen bei der ADAC Pannenstatistik 2013 ganz oben auf dem Siegertreppchen.

Kriterin für die Pannenstatistik

Insgesamt sind es zwölf Modelle, welche in die Kritik geraten sind. Die Hersteller sollten umgehend reagieren, den die Pannenstatistik ist laut ADAC nicht unerheblich für die Kaufentscheidung vieler Autofahrer.
Zu seinen Ergebnissen kommt der ADAC übrigens durch die Auswertung von 500.000 Pannen aus dem Jahr 2012. In die Wertung gehen nur technische Pannen ein. Weitere Kriterien sind, dass die Autos in drei aufeinander folgenden Jahren nicht verändert gebaut wurden, sie in einem dieser drei Jahre mindestens 10.000 Mal zugelassen worden sein müssen und sie nicht älter als sechs Jahre alt sind.
93 Modellreihen wurden damit in der Statistik berücksichtigt.

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Mineralölsteuer auf Rekordniveau

Die Mineralölsteuer fült dem Staat die Kasse

Die Mineralölsteuer fült dem Staat die Kasse

Als Autofahrer hat man es in Deutschland schon lange nicht mehr einfach. Zu den ohnehin schon hohen Kraftstoffkosten kommen Steuern, die tatsächlich den drittgrößten posten im Steueraufkommen ausmachen.

Tanken für den Staat

Konkret sind das momentan pro Liter unverbleitem Benzin 65 Cent Mineralölsteuer. Damit aber nicht genug, denn oben drauf kommen noch 19 Prozent Mehrwertsteuer. Bei einer Tankfüllung für 100 Euro landen somit mal eben 60 Euro in der Staatskasse. Die aktuelle Energiesteuer löste die vorherige Mineralölsteuer ab. Konkret werden mit ihr fossile Brennstoffe wie Kohle, Öl und Gas sowie Rohstoffe wie Pflanzenöle und Biodiesel besteuert.

Diese Steuer hat Tradition

Der Name wurde schon mehrfach geändert, die Steuer gibt es jedoch schon ziemlich lange. Schon 1879 wurde der sogenannte Petroleumzoll eingeführt und 1930 als Mineralölsteuer geführt. Schon sechs Jahre später war sie stark angestiegen.
Ausgedehnt wurde die Steuer 1939 auf Dieselöl, 1951 auf Produkte der Petrochemie und 1960 auch auf Heizöle.
Schon 1951 gingen mehr als sieben Cent pro Liter Benzin an den Staat. Nach oben kletterten die Zahlen weiterhin. In den siebziger Jahren waren es rund 20 Cent pro Liter.
1991 ging es dann erst richtig zur Sache In dem Jahr wurde die Steuer von einem Tag auf den anderen um 11,25 Cent erhöht. Mittlerweile lag der Wert bei 42 Cent pro Liter Benzin. Knapp zwei Jahre später kletterte die Steuer um weitere 8 Cent unter der Regierung von Helmut Kohl. Den Rest erledigte die rot-grüne Koalition später, indem sie noch einmal 15 Cent Ökosteuer oben drauf packte.

Steigt der Benzinpreis, zahlt der Autofahrer auch dem Staat mehr, denn die Mehrwertsteuer fällt prozentual an. Folglich ist es für die Regierung nicht unbedingt schädlich wenn die Kosten für Kraftstoff mal wieder auf Rekordniveau klettern.

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Studie: Autos werden größer

ADAC bemängelte beengte Parkhäuser und Tiefgaragen

ADAC bemängelte beengte Parkhäuser und Tiefgaragen

Viele Deutsche hatten in den letzten Jahren das Gefühl, das Einparken in Parkhäusern werde immer schwieriger und beengter. Und sie hatten recht. Das bestätigte nun der aktuelle Parkhaustest des ADAC.

Autos wachsen stetig

Durch das vermehrte Aufkommen neuer, voluminöser Fahrzeuge werden die alten Parkplätze in den Parkhäusern nach den bisherigen Maßvorschriften im Vergleich zu den Autos immer kleiner. Schuld an dieser Entwicklung ist vor allem die wachsende Nachfrage nach großräumigen Fahrzeugen wie etwa Vans, Kleinbussen und Sport Utility Vehicles (SUV). Wer sich online einen Überblick über die aktuellen Angebote an extra großen Fahrzeugen verschaffen möchte, kann unter anderem auch hier fündig werden.

Durchschnittsgröße: Mercedes C-Klasse

Eine Anfang diesen Jahres veröffentlichte Studie im Auftrag des Bundesverbandes Parken bestätigte diese Entwicklung. Verkehrswissenschaftler aus Braunschweig und Zwickau konnten nach ausführlicher Messung der neuerscheinenden Fahrzeuge belegen, dass sich die geometrischen Kenndaten der Fahrzeuge im Zeitraum zwischen 2000 und 2010 rasant verändert haben. Die Fahrzeuge wuchsen in diesem Zeitabschnitt durchschnittlich um 19 cm in die Länge, um 15 cm in die Breite und sogar um 25 cm in die Höhe. Der sogenannte Bemessungs-PKW, ein fiktives Fahrzeug dass sich an den Durchschnittsmaßen der Standardfahrzeuge ausrichtet, ist am ehesten mit einer Mercedes C-Klasse zu vergleichen. Nur 15 Prozent der in Deutschland bewegten Fahrzeuge sind größer als der Bemessungs-PKW.

Es muss sich etwas ändern

Die vorgeschriebene Parkplatzgröße in den Garagenverordnungen der einzelnen Länder wurde jedoch im selben Zeitraum nicht angepasst. Als Lösung für das Problem sehen die Experten auf dem Gebiet Verkehrssystemtechnik zwei Möglichkeiten. Zum einen könnte sich der Markt von selbst regulieren, weil einige Kunden wieder verstärkt kleinere Fahrzeuge kaufen und der Trend von der zunehmenden Vergrößerung der Fahrzeuge zurück zu gehen scheint. Oder zum anderen überarbeiten die Bundesländer ihre Garagenverordnungen. In diesem Falle könnte das Parken in neu gebauten oder umgerüsteten Parkhäusern wieder einfacher werden. Sollten die Länder jedoch nicht reagieren und die Fahrzeuge weiter wachsen, wird die nächste Automobilgeneration in den Parkhäusern von heute keinen Platz mehr finden.

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Rekord: Türkische Fahrer tanken den teuersten Sprit der Welt

Den teuersten Sprit der Welt tankt die Türkei - damit ist jetzt sogar ein Eintrag ins Guinessbuch der Rekorde geplant. Ein wenig rühmlicher Rekord ...

Den teuersten Sprit der Welt tankt die Türkei - damit ist jetzt sogar ein Eintrag ins Guinessbuch der Rekorde geplant. Ein wenig rühmlicher Rekord ...

Wer im Türkeiurlaub tanken geht, wird höchstwahrscheinlich ein böses Erwachen haben. Hierzulande wird ja schon tüchtig geschimpft, wenn es um das Thema Spritpreise geht, aber mit Blick auf den Literpreis, den man aktuell in der Türkei zahlt, wird man selbst hierzulande lieber ganz schnell ruhig: Er liegt derzeit bei einem Rekordhoch von 2,08 Euro.

Worin liegen die Ursachen dafür? Eine Erklärung ist, dass die türkische Regierung damit versucht, ihr großes Haushaltsdefizit wenigstens ein wenig auszutarieren. Die Folge liegt auf der Hand: Die türkische Bevölkerung fährt zunehmend selten mit dem Auto, der Plan geht also kaum auf. Zunächst hatte übrigens Norwegen auf Platz 1 der Liste zu den höchsten Spritpreisen gestanden. Der kleine Unterschied: Norwegen hat ein zehnmal so hohes Pro-Kopf-Einkommen wie die Türkei. In der Türkei hingegen können die meisten Menschen sich eine kleine Fahrt mit dem Auto nun schlicht und ergreifend nicht mehr leisten. Und nicht nur das – auch die Energiepreise in der Türkei steigen seit einiger Zeit immer weiter an.

Kann man sich dagegen in Deutschland mit einem Blick auf die Spritpreise – der Literpreis für Super E10 lag in den vergangenen Wochen bei 1,67 Euro – indes freuen? Nicht wirklich. Denn auch bei uns erreichte der Spritpreis ein Rekordhoch, aber beschweren will man sich mit Blick auf das, was da in der Türkei vor sich geht, nun wirklich gar nicht mehr.
Viele Türken lassen die Autos nun lieber daheim, und dennoch fahren heute trotzdem doppelt so viele Autos durch die Großstädte wie noch vor zehn Jahren. Kein Wunder, denn der enorme Preisanstieg ist auch eher ein Problem der vergangenen paar Jahre.

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Pannenstatistik

panthermedia.net Sigrid Pfeifer

panthermedia.net Sigrid Pfeifer

Die neue Pannenstatistik ist veröffentlicht und bescheinigt den deutschen Autoherstellern ein gutes Zeugnis. Nach Erkenntnissen des Automobilklubs haben die deutschen Autobauer ihre asiatischen Konkurrenten überholt. Allerdings muss man der Euphorie einen kleinen Dämpfer versetzten, denn nicht alle Zwischenfälle fließen in die Statistik des ADAC ein.

Im Hinblick auf ihre Zuverlässigkeit liegen die deutschen Autos ganz weit vorn. In allen Kategorien belegen die heimischen Autos die ersten Plätze und lassen selbst die ehemals dominanten Japaner hinter sich.

In der Kleinstwagenklasse siegt der Ford Ka als deutsches Modell, auch wenn er genaugenommen in Polen auf der Basis des italienischen Fiat gebaut wird. In der Kleinwagenklasse ist es der Mini von BMW, der das Siegertreppchen besteigen darf, gefolgt von Mitsubishi Colt und Opel Meriva. In der Kompaktklasse gilt der Mercedes A-Klasse als besonders zuverlässig, genauso wie die B-Klasse und der BMW 1er.

In der Mittelklasse ist es der Audi A5, der sich den Sieg mit dem Q5 teilt. Nah dran an den beiden ist der BMW X3. Auch in der oberen Mittelklasse und in der Oberklasse sind es deutsche Autos, die als besonders zuverlässig gelten. So verursacht der Audi A6 nur äußerst selten eine Panne, genauso wie der BMW 5er und die Mercedes E-Klasse.

Als Hauptursache für Pannen werden oft Probleme mit der Elektrik angegeben. Die Elektrik in den Fahrzeugen ist heutzutage so kompliziert, dass sie von einem Laien nicht zu verstehen ist. Außerdem steigt die Zahl der elektrischen Geräte immer mehr an Bord, so dass es schneller als früher zu Problemen mit der Autobatterie kommen kann

Die ADAC Pannenstatistik gilt, neben den Studien der TÜVs und der Dekra, als wichtigster Index für die Fahrzeugqualität. Allerdings sind die Zahlen nicht eins zu eins zu lesen, da lange nicht alle Pannen registriert werden und lediglich die Pannen in die Studie aufgenommen werden, die tatsächlich vom ADAC abgewickelt wurden.

Entwicklungen auf dem deutschen Markt für PKWs

Wie es scheint,hat sich der deutsche Pkw-Markt nach dem sehr schwachen Ergebnis 2010 erholt. 2011 sind Kleinwagen, Hybridautos und besonders SUVs die richtigen Gewinner auf dem deutschen Automarkt.

Mit über 3,15 Millionen Neuzulassungen liegt der Markt sogar 9 Prozent über dem Vorjahr. In vielen Bereichen hat sich die Marktstruktur außerdem wieder derjenigen vor der Umweltprämie angenähert. So wird erwartet, dass der Anteil der Pkw mit Dieselmotor 700.000 Neuzulassungen und damit 46 Prozent erreichen wird. Das liegt unter Anderem an dem Wiedererstarken des Flottenmarktes – in diesem Jahr liegt er über dem Niveau von 2008.

Auch die Neuzulassungen nach Segmenten haben sich 2011 den Strukturen aus dem Jahr 2008 wieder weitgehend angenähert. Deutliche Abweichungen sind allerdings im Segment der Geländewagen zu beobachten, das kräftig zugelegt hat. Scheinbar ist das eine Folge des verstärkten Angebotes an kleinen Geländewagen und SUV. Was überrascht ist der Rückgang im Segment Kleinstwagen, das unter das Niveau von 2008 gesunken ist. Für das Jahr 2012 wird aber wieder eine Steigerung erwartet.

Der Pkw-Markt der alternativen Antriebstechnologien wird durch VDIK-Mitgliedsmarken dominiert. Insgesamt aber stagniert die Zahl der Neuzulassungen von Pkw mit alternativen Antriebstechnologien. bei der Verteilung auf die Antriebsarten gibt es aber erhebliche Veränderungen. Die Pkw-Neuzulassungen mit Flüssiggasantrieb haben sich halbiert. Die Neuzulassungen von Erdgas- und Hybridfahrzeuge dagegen haben um rund 20 Prozent zugenommen. Die volumenstärkste alternative Antriebstechnik sind die Hybride.

Neue Studie über Fahrverhalten

Der Neuroinformatiker Ioannis Iossifidis  untersucht das Verhalten von Autofahrern in Simulationen. Wozu? Um nicht nur die Kurvenradien oder die Geschwindigkeiten sowie Reibungsbeiwerte und Sicherheitsabstände zu berechnen, sondern auch das Verhalten der Fahrer. Bei der Erfassung der Fahrer geht es nicht um den Einheitstyp, sondern um die Erfassung der verschiedenen Fahrstile und Verhaltensweisen. Da gibt es die aggressiven Fahrer, die Verpennten und auch die Träumer oder die Überambitionierten. Der Physiker möchte aber auch die Sonntagsfahrer erfassen und sie in seine Berechnungen mit einbauen.

Iossifidis stellte bereits bei den ersten Test fest, dass sich die verschiedenen Fahrtypen sofort ausfindig lassen. Neben der Forschung ist der Hauptinteressent die Automobilindustrie, die gerne eine Software hätte, die das Verhalten von Personen während der Fahrt zeigt und auch bereits prognostizieren kann.

An sich ist die Simulation nicht neu, denn Crashtests werden seit Jahren gemacht. Mit Algorithmen lässt sich die Geräuschentwicklung, Aerodynamik, Materialermüdung und auch der Verbrauch erfassen. Was sich nicht mit Algorythmen bestimmen lässt, das ist das Verhalten des Fahrers. Dieses Verhalten muss getestet werden.

Damit die Industrie auf die Fahrer eingehen kann, braucht es an Erkenntnissen. Um beispielsweise eine autonome Fußgängererkennung in ein Fahrzeug einzubauen, braucht es nicht nur an Fahrerkenntnissen, sondern auch die Resultate von Fußgängererfassung. Hieran arbeitet die Forschung. Die großen Hersteller arbeiten an der Erstellung von Videosystemen und Bilderkennungsprogrammen. In Zukunft sind auch Ausweichassistenten geplant und die Kalkulation der Geschwindigkeit von entgegenkommenden Fahrzeugen. Das könnte hilfreich sein, um beispielsweise bei einem Ausweichmanöver, um den Fußgänger umfahren zu können und ihn so zu schützen. Der Forscher Iossifidis interessiert sich da insbesondere für das typische Bewegungs- und Verhaltensmuster der Fahrer und Fußgänger. Die Zukunft wird zeigen, was möglich ist.

Autokauf im Internet nimmt zu

Immer mehr Autos werden im Internet gekauft: Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Studie “Cars Online 11/12″, die einmal jährlich vom IT-Dienstleister Capgemini durchgeführt wird. Für die Studie wurden über 8.000 Kunden in Europa, den USA, aber auch in Russland, Indien und China befragt, die innerhalb des nächsten Jahres ein Auto kaufen oder leasen möchten. Einer der bekanntesten Online-Plattformen ist auf suchen.mobile.de. Dort findet man ein großes Angebot an Fahrzeugen aller Art.

Stolze 94 Prozent der Befragten informieren sich beim anstehenden Autokauf im Internet oder kaufen dort auch direkt ein. Immer weniger Kunden besuchen überhaupt noch ein Autohaus, um sich vor dem Kauf zu informieren oder mit einer Probe-Fahrt vom Fahrzeug zu überzeugen – in Deutschland liegt dieser Wert mit rund 40 Prozent im internationalen Vergleich noch recht niedrig. Online-Shops erfreuen sich einer stetig wachsenden Akzeptanz: Rund 42 Prozent der Befragten würden ihr Auto ohne Kopfschmerzen im Internet kaufen, in Deutschland liegt dieser Wert mit 32 Prozent etwas niedriger. Vor zwei Jahren waren nur 37 Prozent der weltweit befragten Auto-Käufer zum virtuellen Kauf bereit.

Die Studie unterstreicht auch den Einfluss von Social-Media-Plattformen wie Facebook oder Google + beim Auto-Kauf: 71 Prozent würden auf Empfehlungen von diesen Freundes-Netzwerken reagieren und sich in ihrer Kaufentscheidung beeinflussen lassen. Hier entsteht gerade ein riesiger Werbe-Markt des so genannten “sozialen” Marketings. Deutschland hinkt auch hier hinterher: Nur rund sieben Prozent der deutschen Befragten nutzen Social-Media-Informationen von Händlern, Herstellern oder virtuellen Freunden. In China liegt dieser Wert etwa bei 32 Prozent.

Das überzeugendste Argument für einen Online-Kauf ist in Deutschland laut der Studie ein niedriger Einkaufs-Preis: Bei einem günstigen Schnäppchen würden die Deutschen schneller als andere Nationalitäten im Internet zuschlagen. Rund 60 Prozent der deutschen Befragten, die zuerst immer noch ein Autohaus beim bevorstehenden Autokauf besuchen, möchten nicht auf eine Testfahrt und die vollständigen Produkt- und Preisinformationen eines Fachhändlers verzichten.

 

Das Unternehmen Porsche

Wer kennt das Wappen der Marke Porsche nicht? Als Firmenkennzeichen kreirrte der Begründer von Porsche ein unübersehbares Wappen mit dem Wappentiers aus Württemberg, gepaart mit dem edlen Schriftzug ‘Porsche’ und ‘Stuttgart’.

Begründer der Automobil Holding SE ist Ferdinand Porsche. Er gründete 1931 das Unternehmen mit späteren Produktionswerken in Stuttgart und Leipzig. Heute steht Porsche für Luxus und Macht. Doch Herr Porsche hat klein angefangen. Er arbeitete viele Jahre als Mechaniker für verschiedene Unternehmen, später als Konstrukteur für die k.u.k. Hofwagenfabrik Ludwig Lohner & Co. in Wien und 17 Jahre als Technischer Direktor für die Austro-Daimler. Sein Aufstieg zum Leiter des Konstruktionsbüros und Vorstandsmitglieds bei der Daimler-Motoren-Gesellschaft und zuletzt die Stellung als Chefkonstrukteur bei den Steyr-Werken hielten ihn nicht davon ab, sich mit seinem eigenen Konstruktionsbüro selbstständig zu machen.

Zu 70 Prozent behielt Porsche die Anteile. Weitere 15 Prozent übernahm der Kaufmann und Rennfahrer Adolf Rosenberger und die restlichen 15 Prozent lagen beim Porsche Schwiegersohn, dem Rechtsanwalt Anton Piech.

Das erste Fahrzeug bekamt den Namen Nr. 7, damit potentielle Kunden mehr Vertrauen in die junge Firma bekommen. Ab 1934 konstruierte Porsche bereits für den deutschen Volkswagen. Das Unternehmen machte mit dem VW Käfer Geschichte. In den nächsten Jahren ging es für Porsche nach oben. Zwischen den Jahren 1937 und 1972 machte Porsche einen Gewinn von 20,6 Millionen Reichsmark. 1947 übernahm der Sohn von Ferdinand Porsche das Unternehmen, das dem Unternehmen nicht schaden sollte.

Heute ist Porsche mit einem Absatz von 97.000 Fahrzeugen der kleinste aber auch in unabhängiger deutscher Autoproduzent. Laut der Prognose-Institutes D&D-Forecast verdient Porsche durchschnittlich 21.799 Euro pro verkauften Fahrzeug. Damit erhält Porsche den ersten Platz. Hinter ihm steht BMW, der neun Mal weniger an seinen verkauften Fahrzeugen verdient. 2009 kaufte die Volkswagen AG 49,9 Prozent der Porsche SE ab, für die Porsche 3,9 Milliarden Euro erhielt.