Archiv für die Kategorie „Die Zukunft des Autos“

Designwettbewerb präsentiert Zukunftsautos

Autonomes Fahren - auch hier ein beliebtes Thema

Autonomes Fahren - auch hier ein beliebtes Thema

Jedes Jahr ruft Michelin zum Design-Wettbewerb auf. Spannend am „Challenge Design“ ist vor allem, dass sich die Visionäre nicht allzu sehr an den realistischen Gegebenheiten orientieren müssen. Geschätzt werden verrückte Ideen, die viel Inspiration bieten. Ergebnisse des Wettbewerbs werden übrigens nur auf dem Papier präsentiert. Ein Modell gibt es nicht.

Autonomes Fahren im Mittelpunkt

Jedes Jahr steht die Challenge unter anderem Motto. Der Titel für dieses Jahr lautete: „Driven/Undriven: The Duality of Tomorrow’s Automobiles“. Damit ist das diesjährige Motto gar nicht mal so weit weg von der Realität. Designt werden sollten Autos, die auch autonom fahren könnten.
Unter allen Ideen wurde die von Chris Luchowiec als beste prämiert. Grundsätzlich ist seine Idee innerhalb des großen Freiraums doch irgendwie sehr bodenständig. Es handelt sich dabei um eine Art Sammeltaxi, in dem vier Leute stehend mitfahren können. Das Fahrzeug mit dem Namen „BOT“ kann auch ohne Fahrer seinen Passagiere von A nach B bringen. Mithilfe einer App kann der „BOT“ zu einem bestimmten Ort bestellt werden. Ein Cloudrechner soll die Routen im Hintergrund koordinieren. Um die technische Umsetzung und deren Möglichkeiten muss sich der Designer aber in seinem Entwurf nicht kümmern.

Schweben auf dem Magnetband

Ein chinesisches Designerteam hatte eine etwas ausgefallenere Idee. Ihr Wagen soll hochkant gestellt werden können. Die Räder können ebenfalls eingeklappt werden. Ohne Räder kein Fortkommen? Doch! Bei diesem Fahrzeug der Zukunft sollen Magnetwellen als Antrieb genutzt werden. Die Vorstellung geht zu einem Magnetband, welches neben der Straße installiert ist. Der Wagen würde darauf schweben, um sein Zie zu erreichen.

Lkw in Einzelteilen

Eher mit einem praktischen Hintergedanken konzipierte der Südkoreaner Takbom Heogh seinen Entwurf. Sein Lkw besteht nicht aus einem Wagen mit riesigem Anhänger, sondern vielmehr kleinere, einzelne Anhänger, welche einem Zugfahrzeug autonom folgen. Das ganze soll per GPS-Signal gesteuert werden. Mit dieser Aufteilung könnten Lkw’s sich zukünftig besser in den Straßenverkehr einordnen und würden nicht mehr als allzu großer Störfaktor wahrgenommen werden.

Die Jury des Wettbewerbs bestand aus einer Gruppe von sogenannten Advanced-Designern. Nahezu jeder Hersteller hat Designer im Haus, die Vordenken, neue Inspirationen einbringen sollen, seien sie vielleicht auch aktuell noch unrealistisch in der Umsetzung.

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Android und Apple erobern Autowelt

Zukünftig sind Smartphonesysteme vielleicht direkt integtriert

Zukünftig sind Smartphonesysteme vielleicht direkt integtriert

Schon jetzt nutzen wir unser Smartphone für tausend verschiedene Dinge. Die Vielzahl der verschiedenen Apps bietet uns Möglichkeiten, die über ein normales Telefon weit hinausgehen. Auch im Auto übernimmt das Smartphone in vielen Fällen die verschiedenste Funktionen, sei es als Navigationsgerät oder zum Musikhören. Zukünftig soll letzteres Angebot nun aber noch weiter ausgebaut werden. Insbesondere das  Smartphone-System Android scheint dabei einen deutlichen Vorsprung zu haben.

Android + Audi

Google kann sich freuen, denn ihm steht aller Voraussicht nach eine spannende Kooperation mit Audi bevor. Die Informations- und Unterhaltungssysteme der künftigen Audi-Fahrzeuge sollen wohl mit Android ausgestattet werden. Keine Frage, dass dies eine gute Chance ist, um sich im Automarkt zu etablieren. Gerüchten zufolge sei auch der Nvidia, der Chip-Profi bei dieser Allianz mit an Bord.
Bereits auf der IAA konnte man den ein oder anderen Prototypen bestaunen, der mit Systemen auf Android-Basis ausgestattet war. Es scheint also nicht mehr in allzu weiter Ferne zu liegen, dass man den ein oder anderen Händler finden kann, der einen solche Ausstattung anbietet.
Bisher ist Google mit Android auf dem Smartphone-Markt mit einem Marktanteil von rund achtzig Prozent vertreten. Um diese Stellung zu verfestigen käme das Angebot gerade recht, denn auch die Konkurrenz schläft natürlich nicht.

Apple kooperiert mit BMW, Daimler und GM

Apple will ebenfalls auf dem Automarkt mitmischen und hat wohl bereits Kooperationen mit BMW, Daimler und General Motos ausgehandelt. Dabei könnte das sprechende Assistenzsystem Siri direkt über eine Taste am Lenkrad aktiviert und genutzt werden. Auch Dienste wie die Apple-Karten aus dem Smartphone, könnten dann direkt über das Display des Infotainment-Systems im Wagen genutzt werden.

Hat Blackberry schon wieder das Nachsehen?

Sollten Apple und Android tatsächlich größere und längere Kooperationsverträge mit diversen Autoherstellern erhalten, würde dies für einen Smartphone-Hersteller ein besonders großes Übel bedeuten. Blackberry hat bereits auf dem Smartphone-Segment nur wenige überzeugende Argumente gegen die Konkurrenz hervorbringen können, war mit seinem System QNX jedoch in der Autoelektronik auffallend oft vertreten. So wie es aussieht wird ihm nun auch noch dieser einzige Erfolg streitig gemacht.

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IAA 2013: Vans sind “out”

Der klassische Familienvan hat ausgedient.

Der klassische Familienvan hat ausgedient.

Vans haben in den vergangenen Jahren an Attraktivität bei den Autokäufern eingebüßt. Zwar sind familientaugliche Fahrzeuge mit viel Platz, einer hohen Sitzposition und Flexibilität nach wie vor gefragt, aber der klassische Van scheint ausgedient zu haben. Die Großraumlimousinen zählen definitiv zu den Verlierern auf dem Markt – je größer sie sind, desto weniger Zulassungszahlen gibt es. Auf der IAA in Frankfurt am Main präsentieren einige Autohersteller schon die nächste Generation der Vans. Crossover ist das Stichwort.

Renault plant neuen Espace

Renault, der eine Neuauflage seines Espace als Crossovermodell plant, zeigt auf der IAA 2013 mit einem Konzeptfahrzeug schon mal, wie man sich den neuen Espace in Frankreich vorstellt. Der Einfluss von SUV / Geländewagen ist unverkennbar: große Räder, stark betonte Radläufe, gewachsene Bodenfreiheit und 4,85 Meter Länge. Man wolle den neuen Espace als „Flaggschiff an die Grenze zur Oberklasse“ positionieren.

VW orientiert sich am US-Markt

Auch bei anderen Automobilkonzernen arbeitet man daran, dem Van eine neue Richtung zu geben. Während BMW an einem Hochdachmodell mit Frontantrieb namens „Active Tourer“ bastelt, das auf einer gänzlich neuen Plattform basieren soll, plant man bei VW einen neuen großen Geländewagen, der sich preislich irgendwo zwischen Tiguan und Touareg bewegen soll. Die Wolfsburger orientieren sich dabei am nordamerikanischen Markt, wo SUVs und Crossovermodelle bei den sogenannten „Soccer Moms“, die ihre und die Nachbarskinder zum Fußballtraining fährt, deutlich beliebter sind als Großraumlimousinen. Der Van-Variante des Erfolgsmodells Golf verpasst Volkswagen auch gleich einen neuen Namen: Aus Golf Plus wird künftig Sportsvan.
Auch in Asien hat man das Problem mit den Vans erkannt. So baut Kia seinen Soul als hippen Wagen mit Ecken und Kanten – Image Familienkutsche ade.

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VCD-Umweltliste sieht goldene Zukunft für kleine Erdgasautos

Erdgasantrieb deutlich weiter als Elektrofahrzeuge

Erdgasantrieb deutlich weiter als Elektrofahrzeuge

Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) prophezeit den sparsamen Erdgasautos eine rosige Zukunft. Im Gegensatz dazu äußerte man sich eher zurückhaltend zum aktuellen Stand der Entwicklung bei Elektroautos. Diese seien noch ein weites Stück vom tatsächlichen Allgemeingebrauch entfernt, also noch längst nicht so gesellschaftsfähig wie es vor Jahren prophezeit worden war.

Erdgas vorbildlich, Elektroantriebe enttäuschend

An der Spitze der VCD-Umweltliste 2013/14 stehen dementsprechende drei Erdgas-Modelle aus dem Hause Volkswagen: VW eco up, Seat Mii Ecofuel und Skoda Citigo CNG Green tec. stoßen nur 79 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer in die Atmosphäre und schaden damit dem Klima am wenigsten. Insbesondere stammen die drei Modelle zwar offiziell von verschiedenen Herstellern, sind aber als VW-Töchter alle drei baugleich.
Das Ergebnis insgesamt brachte zu Tage, dass 45 der 400 getesteten Modelle den Flottengrenzwert von 95 Gramm Kohlendioxid unterschreiten konnten. Erst 2020 werden diese EU-Richtlinien zur Anwendung kommen, bis dahin sollten sich alle Hersteller diesen Werten angenähert, bzw. sich ihnen angepasst haben. Ein Ziel, dass alle Neuwagen betreffen wird, Limousinen wie hier, wird also in der Form voraussichtlich nicht mehr geben können.

Vorbild Toyota

Momentan jedoch hätten sich die Bundesregierung und zahlreiche Experten bei der Umsetzung dieser Ziele zu sehr auf die Premiumsegmente beschränkt, so die Kritik von VCD-Experte Gerd Lottsiepen. Viel mehr sollte man sich an dem japanischen Beispiel von Toyota orientieren, die momentan mehr als ansehnliche Gewinne mit kleinen, sparsamen Fahrzeugen vorweisen können. Auch bei den sogenannten Familienautos mit mehr als fünf Sitzen steht Toyota ganz oben auf dem VCD-Treppchen, die Modelle Toyota Prius Hybrid und Toyota Prius plus Hybrid führen die Liste an, auf Platz drei folgt der Citroen C4 Picasso e-HDI 90 airdream ETG6.
Elektroautos müssten noch viel an sich arbeiten, insbesondere was das Thema Reichweite und Energieverbrauch angeht gebe es Nachholbedarf.

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Fahren wie von Geisterhand

Wissenschaftsprojekt Auto

Wissenschaftsprojekt Auto

Das intelligente Auto, das ganz von alleine fährt – bislang mutet diese Vorstellung futuristisch an, so weit ist der Weg dorthin aber gar nicht mehr. Zahlreiche Fahrassistenzsysteme nehmen dem Autofahrer immer mehr Verantwortung ab, und das Zeitung lesen auf dem Fahrersitz während der Fahrt ins Büro könnte in den nächsten Jahren durchaus Realität werden.

Das Fahren mit Autopilot

Die Ingenieure von Mercedes haben mit dem Mercedes E 500 einen Prototypen entwickelt, der äußerlich wie eine ganz normale E-Klasse wirkt, aber eine ganz besondere Fähigkeit hat: Mit ihm ist das Fahren auf der Autobahn ohne Eingreifen eines Piloten bereits möglich.

Mit dem Automatikmodus auf die Autobahn

Das Einordnen auf die Autobahnspur übernimmt der Fahrer noch selbst, sobald aber der Tempomat in Aktion ist, schaltet sich auch der Autopilot ein. Das Auto wird sicher in der Spur gehalten, der Abstand zum Vordermann wird genau berechnet, das Tempo gedrosselt oder erhöht und das Lenkrad lenkt von selbst. Die zweite Stufe ist der weiterentwickelte Automatikmodus. Hier kann der Autopilot auch das Überholen übernehmen. Der Blinker wird gesetzt, das Fahrzeug beschleunigt, schert aus, überholt und ordnet sich wieder auf der rechten Spur ein, während der Fahrer die Hände hinterm Kopf verschränken kann. Auch einzelne Aktionen ohne eingeschaltete Automatik sind möglich, per Knopfdruck kann ein Überholmanöver oder ein Spurwechsel geordert werden.

Radarsysteme und Kameraüberwachung

Die dafür benötigte Technik ist umfangreich. Eine nach vorne schauende Doppelkamera erkennt den vorausfahrenden Verkehr und die Straßenlage. Diese Informationen werden an den Abstandshalter und den Totwinkel-Assistenten weitergeleitet. Nach hinten sind zwei zusätzliche Radarsensoren verbaut, um das Auto in der Spur zu halten.

Noch ist die Technik nicht serienreif und bislang auch nur für Strecken auf der Autobahn oder beim Parken überhaupt nutzbar, der unberechenbarere Stadtverkehr überfordert die zur Verfügung stehenden Systeme noch. Es wird also noch ein bisschen dauern, bis die Autopiloten Serienreife erreicht haben, und solange muss oder darf der Fahrer noch selbst Hand anlegen.

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Multimedia im Auto

Multimedia im Auto

Multimedia im Auto

Nicht nur immer schneller, sparsamer und sicherer werden die Autos der neuen Generation, auch in Sachen Vernetzung hat sich in den letzten Jahren einiges getan. Navigationsgeräte sind inzwischen schon Standard, und ein neuer und zukunftsweisender Trend ist die Verknüpfung des Autos mit dem Internet.

Immer mehr Mobilfunk-Technologie im Auto

Integrierte Bildschirme in der Mittelkonsole und im Fond sind kein ungewöhnliches Bild mehr, dass man mit Ihnen genauso gut ins Internet gehen kann wie Fernsehen schauen ist aber noch kein Standard. Der Autokonzern General Motors hat in seinem Modell Malibu auf der Cebit seine Neuerungen auf dem Gebiet ‘Connected Car’ vorgestellt und damit die Messlatte angehoben. Dafür hat General Motors gerade angekündigt, eine Kooperation mit dem Telekom-Ableger AT&T einzugehen und die Ziele der beiden Konzerne sind groß: in keinem anderen Auto wird sich so viel Mobilfunk-Technologie finden lassen wir in denen von General Motors. Ab Ende 2014 werden sowohl Autos von Chevrolet, GMC, Cadillac und Buick mit der neuen und schnelleren LTE-Technik ausgerüstet sein, um eine schnelle Internetverbindung egal wo auf der Welt zu garantieren.

Fahrende Wlan-Hotspots

Es wird nur eine Frage der Zeit sein, bis auch ein Toyota Avensis der neuen Generation oder das neue BMW-Modell mit dieser Technik ausgestattet ist. Besonders die Deutschen Autobauer im Premiumbereich wollen die neue Technik nutzen, um sich von der Masse abzuheben.

Für die Nutzung wird kein zusätzliches Gerät benötigt,in den berührungsempfindlichen Bildschirmen und den Freisprechanlagen sind die nötigen Komponenten bereits verbaut. Lediglich die Sim-Karte im Auto muss aktiviert werden, und dann kann die ganze Familie das Auto als fahrenden Wlan-Hotspot nutzen.

Vernetzung bringt Vorteile

Mit der neuen Vernetzung sind auch weitere Möglichkeiten denkbar. Wird ein geparktes Fahrzeug beschädigt, könnte der Besitzer über das Smartphone informiert werden, gleichzeitig könnten Kameras am Auto gestartet werden, um eine Fahrerflucht zu erschweren. Auch die öffentliche Infrastruktur könnte eingebunden werden, damit liessen sich Parkplätze orten und reservieren, auch Staus könnten frühzeitig umfahren werden.

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Rinspeed Micromax- Premiere des E-Kleinbus in Genf

Neues Platzwunder  von Rinspeed

Neues Platzwunder von Rinspeed

Der moderne urbane Verkehr ist geprägt von einer Platzproblematik. Jede freie Fläche ist umkämpft, ob als Parkplatz oder als Lücke in der Nebenspur im Straßenverkehr. Die Aufgabe für die Zukunft liegt also in erster Linie darin, diese verbleibende Fläche möglichst effektiv zu nutzen. Einige Autohersteller gehen hier sehr interessante Wege und legen auf den ersten Blick ungewohnt anmutende Designstudien vor. Diese Studien wirken zwar nicht unbedingt ästhetisch, können aber dabei helfen, auch in Zukunft noch einen weitgehend reibungslosen Individualverkehr zu garantieren.

Steh- statt Sitzplätze

Eines dieser Modelle für die Zukunft ist der Micromax der schweizerischen Fahrzeugschmiede Rinspeed. Auf dem Genfer Autosalon (7. bis 17. März 2013) wird der Kleinstbus in Schuhkartonformat erstmals der Öffentlichkeit präsentiert werden. Er misst nur 3,60 m in der Länge, ist dafür aber 2,20 m hoch. Das Besondere am Micromax ist sein aussergewöhnliches Sitzkonzept. Es gibt nämlich keine Sitze. Natürlich sitzt der Fahrer, die restlichen drei Insassen nehmen angeschnallt auf sogenannten Stehsitzen Platz, für ein Kind und ein wenig Gepäck ist daneben auch noch genügend Raum. Dementsprechend ist der Micromax nicht für Langstrecken ausgelegt, kürzere Wege können mit ihm aber wohl problemlos und ein wenig unbequem zurückgelegt werden.

Rinspeed steht für ungewöhnliche Konzepte

Derart unkomfortables Verweilen wird durch einen bordeigenen Kühlschrank, eine Kaffeemaschine und Internetzugang versüßt. Angetrieben wird das Gefährt, dass sich auch als Lieferwagen oder Taxi einsetzen ließe, durch einen nicht näher bezeichneten Elektromotor. Dieser ist in Reichweite und Höchstgeschwindigkeit angepasst an die Anforderungen des Stadtverkehrs. Ob der Microbus eine wirkliche Konkurrenz für echte Stauraum-Wunder der großen Hersteller darstellen kann, scheint jedoch fraglich. Bislang ist trotz des innovativen Konzepts noch keine Serienfertigung in Planung. Rinspeed macht seit jeher mit neuen Ideen für den Automarkt von sich reden. Zuletzt präsentierten die Eidgenossen einen E-Smart mit Batterieanhänger für Langstrecken, ein Auto aus nachwachsenden Rohstoffen und einen Miniwagen, speziell für den Bahntransport zugeschnitten.

Bilderrechte: © panthermedia.net/Chris Dorney

Düstere Prognose: Autoabsatz fällt 2013 auf 20-Jahre-Tief

Wird der Absatzmarkt für Autos in den kommenden Jahren deutlich sinken? - Foto von: © Schlierner - Fotolia.com

Wird der Absatzmarkt für Autos in den kommenden Jahren deutlich sinken? - Foto von: © Schlierner - Fotolia.com

Europas Automarkt ist in der Krise: Nahezu alle wichtigen Prognose-Institute korrigierten die Zahlen des für 2013 erwarteten Wirtschaftswachstums nach unten. Schuld ist das Konjunkturtief, das wegen der anhaltenden Euro- und Staatsschuldenkrise grassiert. Derweil steigt das Risiko, dass sich die Krise weiter verschärft. Stimmen die Prognosen, könnte 2013 das Jahr mit den niedrigsten Absatzzahlen seit 1993 werden.

Während im Jahr 2000 noch knapp 15 Millionen Pkw im Westen Europas verkauft wurden, werden es dieses Jahr nur noch rund zwölf Millionen Fahrzeuge sein. Obwohl der Absatz auf dem Weltmarkt in diesem Jahr um 5,2 Prozent steigt, sinkt der Absatz in West-Europa um rund 5,4 Prozent. Im kommenden Jahr könnte die Zwölf-Millionen-Marke dann erstmals unterschritten werden. Ein historisches Tief wie im Jahr 1993, als in West-Europa nur 11,3 Millionen PKW verkauft wurden. Mindestens bis 2015 wird die Schuldenkrise Auswirkungen auf die hiesige Automobilbranche haben, sind sich Experten einig. Erst für 2016 sehen sie wieder Chancen, an den Absatz des letzten Jahres anzuknüpfen.

Vor allem die südlichen Länder und Autohersteller sind von der Krise betroffen. Rund 2,12 Millionen der insgesamt 2,7 Millionen fehlenden Verkäufe fallen auf Südländer zurück. Klar, dass lokale Autobauer wie Fiat, PSA, Renault und Seat regelrecht um ihre Existenz fürchten. Aber auch andere Unternehmen wie Audi, Ford, General Motors und Volkswagen lassen in Südeuropa produzieren. Die lokalen Zuliefererfirmen bekommen den Rückgang der Nachfrage also besonders drastisch zu spüren. Nur, wer international aufgestellt ist oder schnell neue Märkte erschließt, kann die Krise überstehen und den Verlust in West-Europa ausgleichen. Experten rechnen damit, dass sich die Zukunft der europäischen Automobilindustrie durch das Absatztief komplett verändern könnte: Die Hersteller in den nördlichen Ländern könnten bald den Markt dominieren, während Südeuropa zunehmend an Bedeutung verliert.

Wissenschaft: Schadenskontrolle im Auto

© ub-foto - Fotolia.com

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Um in Zukunft noch zuverlässiger und detaillierter Beschädigungen in Fahrzeugen oder Maschinen zu erfassen und aufzuzeigen, hat sich eine Forschungsgruppe der Universität Bremen diesem Thema gewidmet. Im schnellen und überfüllten Verkehrsalltag kann es schnell passieren, dass kleinere Blechschäden auftreten. Oftmals jedoch werden solche Schäden erst Tage später festgestellt. Die Universität Bremen hat sich gemeinsam mit anderen Partnern bundesweit deshalb nun mit der Entwicklung neuer elektronischer Fahrzeugsysteme auseinandergesetzt. Den Besitzern der betroffenen Fahrzeuge sollen auch kleinste Beschädigungen dadurch sofort angezeigt werden. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert das Projekt mit über einer Million Euro.

Die Elektronik im Auto war bisher bereits dazu in der Lage, etliche Fehler an den wichtigen Funktionsteilen festzustellen. Allerdings endeten die Möglichkeiten dieser Elektronik bisher auch an der Karosserie. Genau diese Informationslücke ist es, die die Forschungsgruppe „Elektronische Fahrzeugsysteme“ schließen will. Das Forschungsprojekt dazu nennt sich „Konfigurierbares elektronisches Schadenidentifikationssystem“. 

Die Idee hierbei ist, dass die Schadenskontrolle auf der Auswertung von Körperschallsignalen basieren soll. Fortwährend sollen dabei also die Bauteile einer Materialprüfung unterzogen werden. Mit Hilfe eines Sensornetzwerks, dass sich dann an der Karosserie befindet, sollen sogar die Schwere und der Ort des Schadens eingeschätzt werden können. Solche Sensorknoten halten auch noch weitere, zukunftsweisende Nutzungsmöglichkeiten bereit, die später zur Verbesserung des Personen- und Passantenschutzes beitragen können. Das System soll keinesfalls einseitig genutzt, sondern modular aufgebaut werden, um so auch für andere Anwendungen vielseitig nutzbar zu sein.

Die Bedingungen, um solch ein Schadenkontrollsystem zu nutzen, sind relativ unkompliziert. Das Nachrüsten geht hier einfach vonstatten, aber auch eine direkte Einbindung in die Fahrzeugproduktion soll möglich sein.

Das Auto im Jahr 2020

Zukunftsvision © Gunnar Assmy - Fotolia.com

Zukunftsvision © Gunnar Assmy - Fotolia.com

Das Jahr 2020 – noch scheint es in weiter Ferne, doch bedenkt man, dass das Millenium auch gerade mal gefühlte fünf Minuten her ist, wird auch das Jahr 2020 schneller da sein, als man glaubt. Die Welt wird sich bis dahin stark verändert haben, denn technologische Innovationen passieren immer schneller. Das gilt auch für das Automobil: Das Auto der Zukunft wird sich mehr verändern, als in den Jahrzehnten zuvor, und immer sauberer, sicherer, schneller und schöner werden.

Das Auto der Zukunft kann sich nicht nur vorwärts, sondern auch seitwärts bewegen. Bei Bedarf lenken die Räder der Hinterachse in derselben Richtung wie die Vorderräder. Natürlich nicht ganz so stark – sonst würde man eine unfreiwillige Vollbremsung machen – aber doch stark genug, um einen flinken Spurwechsel zu ermöglichen. Etwa, wenn es direkt vor einem einen Crash gab und man schnell ausweichen muss, dafür aber nur Stand- oder Überholstreifen zur Verfügung stehen. Damit solche Manöver nicht wie heutzutage in der Leitplanke enden, entwickeln Unternehmen wie Continental Automotive Systems aus Frankfurt-Rödelheim neue Antriebs- und Lenktechnicken.

Doch nicht nur den Hundegang sollten die Autos von 2020 beherrschen, auch von der Wendigkeit einer Katze hat man sich in Frankfurt inspirieren lassen. Die Hinterräder lenken dann gegenläufig zu den vorderen. Damit reduziert sich der Wendekreis eines BMW 5ers um 70 Zentimeter – und das ist in Zeiten von engen Parkhäusern und überfüllten Großstädten viel Wert.

Doch noch wichtiger als solche innovativen Antriebstechniken sind neue Sicherheitsstandarts und Assistenz-Systeme. Bereits in den nächsten zehn Jahren rechnen Experten mit einer wahren Explosion der technologischen Möglichkeiten. Manche gehen sogar so weit, sich von den kommenden zehn Jahren mehr Veränderungen zu erhoffen, als in den letzten 50 Jahren auf dem Automobilsektor passiert sind. Und das waren ja auch schon eine ganze Menge.