Archiv für die Kategorie „Auto und Wirtschaft“

Golf-Produktionen in Brasilien

Brasilien produziert un importiert Fahrzeuge im großen Stil

Brasilien produziert un importiert Fahrzeuge im großen Stil

Der brasilianische Zweig der Volkswagen-Familie bekommt bald prominenten Zuwachs. Wie Thomas Schmall, Präsident von Volkswagen do Brasil, jüngst verlauten ließ, will der Konzern die stolze Summe von 170 Millionen Euro in die Hand nehmen und in das Werk Curitiba im brasilianischen Bundesstaat Paraná investieren. Diesen Deal brachte Schmall gemeinsam mit Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff unter Dach und Fach.

Brasiliens Bänder laufen heiß

Damit erhält das Werk, das 1999 die Produktion aufnahmen, neben beispielsweise der Audi-Limousine A3, den Zuschlag für eine weiteres Prestige-Modell. Weiter Modelle, die in Curitiba vom Band laufen sind Fox, Fox BlueMotion, CrossFox und SpaceFox. Mit dem neuesten Vertragsabschluss steigen die brasilianischen Investitionen des Wolfsburger Herstellers bis zum Jahr 2016 auf eine Gesamtsumme von 3,57 Milliarden Euro. Der Produktions-Vorstand der VW Aktiengesellschaft und gleichzeitige Chef der Region Südamerika, Dr. Michael Macht, erklärt zu diesem strategischen Schritt: “Diese Investitionsentscheidung ist ein Beleg für das große Vertrauen, das Volkswagen in den brasilianischen Automobilmarkt setzt. Brasilien entwickelt sich zu einem der weltweit größten Produzenten und Absatzmärkte von Kraftfahrzeugen. Mit dem Modularen Querbaukasten (MQB) bringen wir nun unsere fortschrittlichste Produktionstechnologie auch nach Brasilien.“

Gol ist Verkaufsschlager

Das Engagement von Volkswagen in Brasilien blickt inzwischen auf eine 60-jährige Tradition zurück, den runden Geburtstag feierte man in diesem Jahr am 23. März. Mit 20 Millionen gebauten Fahrzeugen in den zurückliegenden Jahrzehnten führt man die brasilianische Liste der Autohersteller klar an. Der Verkaufsschlager in Brasilien ist seit inzwischen 26 Jahren der VW Gol. Jahr um Jahr führt das Modell, das irgendwo zwischen Polo und Gol einzuordnen ist, die Zulassungslisten in dem südamerikanischen Land an.

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Staatsannwaltschaft ermittelt wegen Porsche-Übernahme

Justitia

Justitia

Die immer noch spannende Geschichte um die beiden Konzerne Porsche und Volkswagen beginnt bereits im Jahr 2005. Damals gaben die Aufsichtschefs von Porsche bereits bekannt, bei Volkswagen einsteigen zu wollen und sicherten sich 20 Prozent der Konzernaktien. Im Jahr 2008 dann kündigte Porsche-Chef Wendelin Wiedeking an, den Anteil von Porsche an den VW-Aktien auf 75 Prozent erhöhen zu wollen. Daraufhin schießt der Wert der Aktien in die Höhe, und im Januar 2009 besitzt Porsche die Mehrheit am Konzern Volkswagen. Dass bei dieser Übernahme vielleicht nicht alles mit rechten Dingen zugegangen ist, vermutet nun die Staatsanwaltschaft.

Ermittlungen werden ausgeweitet

Bereits im Dezember 2012 wurde gegen Wendelin Wiedeking und Holger Härter aus dem Porsche-Vorstand Anklage wegen Marktmanipulation eingereicht, die nun noch einmal ausgeweitet wurde. Inzwischen laufen Ermittlungsverfahren gegen alle damaligen Mitglieder des Aufsichtsrates von Porsche, vorgeworfen wird ihnen, während der Übernahmeschlacht gegen den Paragraph 20a des Wertpapierhandelsgesetzes verstoßen zu haben. Dieser legt fest, dass die Manipulation von Aktienkursen durch falsche Informationen unter Strafe steht. Durch das Verschweigen oder das Verkünden von falschen Informationen hätte das Unternehmen Anlieger getäuscht. So wurde von Wiedeking und Härter noch bis zum Jahr 2008 abgestritten den Konzern Volkswagen übernehmen zu wollen. Die Staatsanwaltschaft vermutet jedoch, dass die Übernahme zu diesem Zeitpunkt bereits geplant war. Durch die Verkündung ist die Aktie innerhalb kürzester Zeit bis auf über tausend Euro geschossen, und Anleger, die mit sinkenden Kursen gerechnet hatten, verloren Milliarden.

Verdacht auf Marktmanipulation

Bislang wurde der Aufsichtsrat nicht mit in die Ermittlungen einbezogen, dass nun der komplette Rat der Porsche-Dachgesellschaft PSE überprüft wird, kann damit zusammenhängen, dass im März diesen Jahres mögliche Gesetzesverstöße verjähren würden. Damit gesellen sich zu Wiedeking und Härter nun auch Wolfgang Porsche, der VW-Chef Ferdinand Plech, der Porsche- Betriebsratchef Uwe Hück sowie noch acht weitere Aufsichtsratmitglieder. Auch gegen den ehemaligen Unternehmenssprecher Anton Hunger wird wegen desselben Verdachts ermittelt.

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Deutscher Luxus auf Amerikas Straßen

Deutsche Autos wie der Golf sind in den USA sehr beliebt

Deutsche Autos wie der Golf sind in den USA sehr beliebt

In Detroit findet derzeit eine der größten internationalen Automessen statt. Auffallend ist hier vor allem, dass die gesamte Messe von asiatischen und vor allem deutschen Wagen geprägt wird. Natürlich gibt es auch den einen oder anderen amerikanischen Autokonzern, doch der geht leicht unter. 

Luxus Autos sind das Maß aller Dinge

Schaut man sich die Vertreter aus Deutschland etwas genauer an, wird deutlich, dass hier nicht einfach irgendwelche Autos hingeschickt worden sind. Es handelt sich um Modelle der Oberklasse, die absoluten Luxus versprechen. Bestes Beispiel ist Mercedes, das seine gut bekannte E-Klasse als Limousine, Kombi, Cabriolet, Coupé und AMG-Sportversion mitgebracht hat und somit mächtig auf den Putz haut. Doch warum werden gerade hier in Detroit die großen Schlitten präsentiert?

Es ist Tradition, dass man in den USA eher auf die großen mit reichlich PS ausgestatteten Luxusschlitten steht und in Sachen Down-Sizing auf dem Kontinent noch nicht viel angekommen ist. Das dort jedoch deutsche Autos bevorzugt werden, ist eine recht neue Entwicklung. Im vergangenen Jahr konnten deutsche Autohersteller ein unglaubliches Plus verzeichnen und machen einen Marktanteil von 55,6 Prozent im Premium-Segment in den Vereinigten Staaten aus. Dabei kommt es zu einer Win-Win-Situation für beide Seiten. 

Amis stehen vor allem auf deutsche Autos

Die deutschen Autohersteller verkaufen zwar auch auf dem asiatischen Markt sehr gut ihre Autos, doch im Premium-Segment läuft es vor allem auf dem amerikanischen Markt sehr gut. Nachdem die Vereinigten Staaten sich im vergangenen Jahr in der Wirtschaft erholen konnten, boomt der Automarkt enorm und vor allem die deutschen Hersteller können davon profitieren und ihren sinkenden Absatz in Westeuropa abfangen. Die Amerikaner stehen vor allem auf deutsche Autos – diese sind dafür bekannt, besonders langlebig zu sein und die neuesten Technologien mit sich zu bringen. So kommt es, dass sich die deutschen Autos laut der Absatzzahlen auf den ersten Platz vor den asiatischen Herstellern geschoben haben. Erst auf dem dritten Platz folgen die nationalen Hersteller, die immerhin durch Größen wie General Motors oder Ford repräsentiert werden.

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Autoindustrie 2012: China boomt, Europa-Verkauf geht zurück

Viele Menschen brauchen viele Autos - Deutsche Autobauer erkannten dies frühzeitig

Viele Menschen brauchen viele Autos - Deutsche Autobauer erkannten dies frühzeitig

Erstmalig in der Geschichte des Automobils wurden in diesem Jahr in China mehr Autos verkauft als auf dem gesamten europäischen Kontinent. Experten prognostizieren sogar, dass das Reich der Mitte bis 2030 mehr Autos abnehmen wird als USA, Europa und Japan zusammen. Doch in China wird nicht nur konsumiert, mittlerweile gibt es einige Autohersteller, die es bald mit den europäischen aufnehmen sollen. 

Chinesen fahren Premiumklasse, Deutsche Gebrauchtwagen

In China wurden im Jahr 2012 13,2 Millionen PKW zugelassen, in Europa waren es im selben Zeitraum nur 12,5 Millionen. Und dieser Trend ist nicht aufzuhalten, es scheint nur noch eine Frage der Zeit, bis auch die USA eingeholt sein werden. Die Krise hat die meisten europäischen Hersteller fest im Griff und die Chinesen produzieren immer mehr eigene Autos. Auch auf diesem Sektor werden sie Europa bald eingeholt haben werden, in diesem Jahr rollten schon 13,6 Millionen Fahrzeuge vom Band. Während hierzulande die Menschen nach immer günstigeren Fahrzeugen suchen, verlangen die reichen Chinesen nach deutschen Premium-Fahrzeugen. Viele Deutsche greifen auf Gebrauchtwagen zurück. Dort finden sie diverse Modelle in guter Qualität zu deutlich günstigeren Preisen als auf dem Neuwagenmarkt. Das gilt natürlich vor allem für Diesel-Fahrzeuge, zunehmend aber auch für Elektro- oder Hybridfahrzeuge.

Deutsche Hersteller hatten den richtigen Riecher

Auch die etablierten europäischen Konzerne sind am chinesischen Aufschwung beteiligt. Fast alle haben eigene Produktionsstätten in China, wie Volkswagen, BMW und Daimler, oder arbeiten zumindest mit einem der dortigen Hersteller zusammen. Nur ein Drittel der chinesischen PKW-Fertigung geht auf rein chinesische Hersteller zurück. Dieser Anteil wächst allerdings stetig und auch die ehemals schwedische Automarke Volvo gehört mittlerweile den Chinesen

Es läuft gut für die deutschen Autokonzerne in China. Ihr Marktanteil beträgt mittlerweile stolze 22 Prozent und sie haben im vergangenen Jahr 700.000 Fahrzeuge mehr auf dem chinesischen Markt verkauft als auf dem deutschen. Für Volkswagen ist China bereits der wichtigste Einzelmarkt. Die Wolfsburger bewiesen einen guten Riecher und bauen ihre Produktion dort seit 1991 kontinuierlich aus.

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Goldgräberstimmung für Deutsche Hersteller in den USA

Der Absatzmarkt in den USA rettete viele deutsche Autobauer - nicht zuletzt Mercedes und Porsche konnten gute Verkaufszahlen vorlegen

Der Absatzmarkt in den USA rettete viele deutsche Autobauer - nicht zuletzt Mercedes und Porsche konnten gute Verkaufszahlen vorlegen

Immer größere Verkaufsrekorde können die deutschen Autobauer in den USA erzielen. Der Marktanteil steigt stetig an, allein Mercedes-Benz konnte im November um rund 15 Prozent zulegen, bei Audi waren es 24 Prozent und bei Porsche sogar 71 Prozent.
Die Deutschen sind so um einiges besser als der Gesamtmarkt und liegen auch vor den „Big Three“ der amerikanischen Autoindustrie (Ford, Chrysler und General Motors). Auf über 1,1 Millionen Stück sind die Gesamtverkäufe gestiegen, das sind 15 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahresmonat, wie der Marktbeobachter Autodata jüngst bekannt gegeben hat. Auch in Zukunft soll die Nachfrage weiter anhalten, wie Detlev von Platen, Nordamerika-Chef von Porsche, kürzlich sagte. Ludwig Willisch von BMW ließ Ähnliches verlauten und gab bekannt, dass er für den Dezember ein schwungvolles Geschäft erwarte. Und auch Steve Cannon von Daimler zeigte sich überaus zufrieden, schließlich hatte Daimler trotz Krise das beste Jahr in seiner bisherigen Firmengeschichte – da staunt so mancher Autobauer Bauklötze.

Sandy sorgt für zahlreiche Autoneukäufe

Gründe für diesen Zuwachs gibt es viele, vor allem ist es die immer älter werdende Wagenflotte, die viele Amerikaner zur Entscheidung eines Neukaufes treibt. Außerdem hat die amerikanische Bevölkerung offenbar insgesamt ein großes Vertrauen in die positive Entwicklung der Wirtschaft. Der November brachte außerdem mit sich, dass zahlreiche Autos vom Wirbelsturm „Sandy“ zerstört wurden und der Großteil der Fahrer rasch ein neues Mobil benötigte.

Deutsche Autobauer vor den US-Herstellern

Die heimischen Massenhersteller Ford, Chrysler und General Motors lagen mit einem Plus von sechs, 14 und drei Prozent deutlich hinter den Deutschen, konnten aber dennoch einen Aufwärtstrend verzeichnen. In Bezug auf die Absatzzahlen liegen die deutschen Hersteller trotzdem noch hinter den „Big Three“; General Motors beispielsweise konnte im November rund fünfmal so viele Autos verkaufen wie der Wolfsburger Konkurrent von VW. Dort ist der Passat nach wie vor das beliebteste Modell und konnte im Vergleich zum Vorjahresmonat um 75 Prozent zulegen.

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US-Markt: Zulassungen brechen ein – VW lacht sich ins Fäustchen

Audi und VW konnten rekordverdächtige Absätze auf dem US-amerikanischen Markt erzielen - Foto von: © Marco2811 - Fotolia.com

Audi und VW konnten rekordverdächtige Absätze auf dem US-amerikanischen Markt erzielen - Foto von: © Marco2811 - Fotolia.com

US-amerikanische Autobauhersteller haben es im Moment nicht leicht: General Motors und Ford mussten eindeutige Rückgänge hinnehmen. Wie es aussieht, sind die amerikanischen Bürger nicht mehr scharf auf den ganz großen Autokauf. Die Fachzeitschrift „Automotive News“ gab bekannt, dass die Autoverkäufe im Juli nur noch ein Plus von drei Prozent hatten, wohingegen das erste Halbjahr mit einem Plus von 15 Prozent recht gut lief.

Dennoch gibt es Lichtblicke – allerdings für die deutschen Autobauer. Audi und VW verbuchten rekordverdächtige Absätze. Audi blickt gar auf einen der besten Verkaufsmonat seit langem zurück. Mit einem 28-prozentigen Anstieg konnten die Ingolstädter 11 700 Autos absetzen. Und bei VW sah das nicht anders aus: die beste Bilanz in beinahe 40 Jahren in den USA – ein Anstieg um 27 Prozent auf 37 000 Autoverkäufe. VW-Landeschef Jonathan Browning zeigte sich beeindruckt. Nun geht es darum, weitere Pläne zu verfolgen. Bis 2018 möchte Volkswagen den Trend weiter ausbauen und bis dahin den US-Automarkt anführen.

Dabei sah es zu Anfang gar nicht so rosig aus für VW. Erst als man die Einstiegspreise senkte und mit neuen Modellen aufwartete, konnte man die US-Amerikaner von sich überzeugen. Dafür baute VW sogar ein Werk in Chattanooga, Tennessee, in dem derzeit rund 3 300 Arbeiter beschäftigt sind.

Allerdings ist der Markt alles andere als stabil. Selbst Größen wie BMW mussten ein Tief hinnehmen. Ohne die Tochter MINI hätte auch der bayrische Autobauer keine vier Prozent im Plus gesehen. Von Mercedes-Benz gibt es derweil noch nicht einmal Absatzzahlen. Bei US-eigenen Marken gab es ein sattes Minus. General Motors hat ganze sechs Prozent weniger verkauft, kommt demnach auf „nur“ 201 200 abgesetzte Fahrzeuge. Auch bei Ford ging der Absatz um vier Prozent auf 174 000 Autos zurück. Nur Chrysler, als drittgrößter US-Hersteller, kam noch auf 13 Prozent im Plusbereich mit 126 400 Wagen.

Keine Frage des guten Geschmacks: Benzin oder Diesel?

Benzin oder Diesel - welcher Kraftstoff lohnt sich mehr? (© Sandor Jackal - Fotolia.com)

Benzin oder Diesel - welcher Kraftstoff lohnt sich mehr? (© Sandor Jackal - Fotolia.com)

Die Frage nach dem richtigen Kraftstoff ähnelt der Frage nach dem Huhn und dem Ei – man kann es von zwei Seiten betrachten. Für wen sich ein Diesel- und für wen ein Ottomotorfahrzeug lohnt, hängt ganz von den Fahrgewohnheiten ab.

So galt lange Zeit die Faustregel: Wer ein Auto für die Stadt sucht und eher kürzere Strecken fährt, greift lieber auf einen Benziner zurück. Wer im Jahr mehr als 15 000 bis 20 000 Kilometer fährt und damit zu den Langstreckenfahrern zählt, für den rentiert sich der Kauf eines Diesels. Heute jedoch sind Diesel auf der einen Seiten durch raffinierte Motorsteuerung und Hochdruck-Einspritzung ebenso spritzig, schnell und leise wie Benziner, dabei aber immer noch sparsamer, auf der anderen Seite wurden auch die Ottomotoren weiter entwickelt, bei denen nun kleine Hubräume mit Direkteinspritzung und Aufladung kombiniert sind und somit auch der Verbrauch verringert wurde. Dennoch sind Diesel bei den aktuellen Benzinpreisen immer noch kostengünstiger als Benziner – und das auch noch in den kommenden drei, vier Jahren. Das liegt vor allem am günstigeren Verbrauch: Ein Diesel braucht, besonders bei längeren Fahrten, rund anderthalb bis zwei Liter weniger als ein Benziner. Hinzu kommen steuerliche Vorteile von 15 Cent. Aber: Auf lange Sicht gesehen wird sich das ändern, denn der Benziner nähert sich dem Diesel durch neue Entwicklungen immer weiter an, und die steuerlichen Subvention für den Diesel fallen irgendwann weg bzw. die Abgasgrenzwerte wird weiter verschärft.

Wer derzeit mit einem neuen Fahrzeugkauf liebäugelt, sollte sich zuvor folgende Fragen beantworten: Was ist im Vergleich (Benzin/Diesel bei gleichem Modell) sparsamer? Wie hoch sind die CO2-Emissionswerte? Wie hoch ist die Kfz-Steuer (die auch von den Emissionswerten abhängig ist)? Wie hoch sind die Versicherungskosten und wie hoch der Wertverlust? Des Weiteren sollte man sich fragen, was für ein Auto man möchte und was es können soll (Leistung, Hubraum, etc.). Dabei gilt zu beachten, dass bei Dieselfahrzeugen der Kaufpreis sowie die Kfz-Steuer im Vergleich zum Benziner höher sind.

Letztlich rechnen sich bei hohen Laufleistungen zur Zeit Dieselfahrzeuge; insbesondere weitreisende Geschäftsleute schätzen nach wie vor die Autos mit dem beliebten Kraftstoff Diesel, da sie immer noch billiger sind als Benziner und die Motoren eine längere Halbwertszeit haben.

Aber: Im Gesamtkostenvergleich zwischen Diesel und Benziner gibt es keinen eindeutigen Sieger. Als Autokäufer kann man seine individuellen Vorlieben ohne weiteres ausleben, ohne dabei einen finanziellen Nachteil zu haben. In ein paar Jahren muss die Kraftstofffrage dann jedoch nochmal neu gestellt werden – insbesondere dann, wenn sich der E-Auto-Markt weiter ausgebaut hat.

Volvo auf Erfolgsspur

© lightpoet - Fotolia.com

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Volvo gibt den Einstieg in die boomenden asiatischen Märkte, insbesondere in den chinesischen, als Unternehmensziel Nr.1 für das laufende Jahr an. Der schwedische Autobauer gab sein Debut auf dem chinesischen Markt bereits im letzten Jahr. Nach dem Einstieg konnte man sich über einen Zuwachs von 24 Prozent allein im ersten Quartal des laufenden Kalenderjahrs freuen.

Dabei wird das Unternehmen längst nicht mehr nur aus Schweden gesteuert. Im Hintergrund, so munkelt man unter Experten, ziehe längst der chinesische Teilhaber Geely die Fäden und sorge für massive Investitionen in den hiesigen Automarkt. Sogar der amtierende, chinesische Regierungschef Wen Jiabao lässt es sich nicht nehmen dem Volvo Werk in Gothenburg einen Besuch abzustatten. Aus der Führungsriege von Volvo lässt man allerdings verlauten, dass das Unternehmen trotz des chinesischen Teilhabers seine Unabhängigkeit behalte, die Mutterfirma Geely übe eine beratende Funktion aus.

Die bis heute bereits getätigten Investitionen in China werden bis zum Jahre 2020 massiv ausgebaut. Rund elf Milliarden US-Dollar will man zusätzlich aufbringen. Zu diesem Zeitpunkt soll rund ein Viertel des weltweiten Umsatzes von Volvo über chinesische Märkte generiert werden. Schon bald soll auch ein neues Werk in China entstehen, ebenfalls in Kollaboration mit Geely.

Natürlich ist Volvo nicht der einzige Kandidat im Kampf um die Vorherrschaft auf dem chinesischen Markt. So drängen auch Unternehmen wie VW oder Audi in asiatische Gefilde.
Neben dem chinesischen Markt setzt man auch auf Schwellenländer wie Brasilien. Gleichzeitig will man die Entwicklung und Vermarktung von Elektroautos vorantreiben. Auch hier biete die Zusammenarbeit mit Geely viele Chancen, so der Vorstand. Es scheint als komme die chinesische Übernahme des Konzerns, trotz aller Bedenken, einem Garanten für Umsatzsteigerung gleich.

Rekordjahr für BMW

© Jürgen Priewe - Fotolia.com

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Gute Nachrichten aus München: Der Auto-Gigant BMW fuhr 2011 mehr Gewinne als jemals zuvor ein. Für 2012 sind bereits noch ehrgeizigere Gewinn-Pläne angekündigt. Damit bleibt der Auto-Bauer Spitze der Oberklassehersteller und verschafft sich einen erneuten Vorsprung vor Konkurrenten wie Daimler oder Audi.

Knapp 5 Milliarden Euro Gewinn machte BMW in Jahr 2011 – ein dickes Plus von 51,3 Prozent verglichen mit dem Vorjahr. Solche Gewinnsteigerungen sind bei etablierten Firmen wie BMW sehr selten. Schließlich ist ein junges Start-Up-Unternehmen mit 50 Prozent Gewinnzuwachs etwas ganz Anderes, als ein ohnehin profitables Großunternehmen, das solche Zahlen vorweisen kann. Der Umsatz kletterte von 60,5 Milliarden Euro im Jahr 2010 auf 68,6 Milliarden Euro im vergangenen Jahr. Damit ist das vergangene Geschäftsjahr das erfolgreichste überhaupt bei BMW. Weltweit wurden 1,66 Millionen Autos der Marken BMW, Mini und Rolls-Royce verkauft, das entspricht einem stolzen Zuwachs von 14,2 Prozent. Für 2012 sind noch bessere Zahlen geplant – obwohl der Konzern natürlich auch mit Schuldenkrise und unsicherer Konjunktur zu kämpfen hat. Konkrete Zahlen zu den Zielen dieses Jahres werden bei den kommenden Pressekonferenzen erwartet.

Ein solcher Gewinn freut natürlich nicht nur die Ingenieure und Mitarbeiter von BMW, sondern auch die Aktionäre des Unternehmens: Pro Anteilsschein soll es für Stammaktien 2,30 Euro und für Vorzugsaktien 2,32 Euro Dividende geben. Im letzten Jahr gab es gerade mal 1,30 Euro pro Aktie.

Damit es weiter bergauf gehen kann, werden auch personale Neubesetzungen nötig: Zum ersten Mal übernimmt eine Frau einen Vorstandsposten. Den Job als neue Personalchefin wird nämlich die bisherige Bahnmanagerin Milagros Carina-Andre am 01. Juli 2012 übernehmen. Der Vorstand des Bereichs Entwicklung, Klaus Dräger, wird mit dem Vorstand des Posten Einkaufs, Herbert Diess, die Plätze tauschen. Ob BMW auch 2012 das Rennen gegen Daimler oder Audi macht, das wird sich allerdings erst zeigen müssen!

 

Kooperation: Peugeot Citroen und GM

Zündschlüssel © Jürgen Fälchle - Fotolia.com

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In den letzten Tagen sind Berichte in den Medien durchgesickert die von einer der größten Fusionen im Automobilsektor berichten. So planen anscheinend die amerikanische Firma General Motors und der französische Autobauer Peugeot PSA eine Fusion. Dabei stellen beide Konzerne klar, dass es sich dabei vor allem um eine Kapitalverflechtung handele und man nicht als Ziel habe einzelne Marken oder Tochterfirmen zu übernehmen.

Beide Konzerne würden große Vorteile aus dieser Fusion ziehen. So hat es die PSA zurzeit schwer sich auf dem weltweiten Automarkt zu behaupten und musste im vergangenen Jahr erhebliche Verluste einbüßen. Für General Motors wäre die Fusion vor allem deswegen attraktiv, da man noch dichter in den europäischen Markt eindringen würde. So gibt es bereits die GM-Tochter Opel in Deutschland, doch man erhofft sich einen noch größeren Einfluss. So kann Opel beispielsweise gegen seine größten Konkurrenten wie etwa VW nichts entgegensetzen, da es schon beim Umfang des Modellangebotes scheitert. Und genau da kommt dann bei einer Fusion Peugeot ins Spiel. Diese benutzen unter anderem Motoren von BMW und haben auch im eigenen Autostall vor allem ansprechende Dieselmotoren. Diese könnte sich Opel dann zu Nutze machen und somit die Modellpalette erheblich erweitern.

Die Veröffentlichung der geplanten Fusion war von den beiden Firmen jedoch noch nicht geplant und beide beschreiben es als sehr ungünstig, dass nun schon Details zur geplanten Fusion in die Medien gelangt sind. So war es eigentlich gedacht beim Genfer Autosalon im März die Katze aus dem Sack zu lassen, da man für diesen Zeitraum auch die Vertragsunterzeichnung anstrebte. Nun könnte es durchaus Einwände der Politik geben, gerade weil sich sowohl die USA als auch Frankreich im Wahljahr befinden und dies unter Umständen schnell zu einem Thema werden könnte.